• Änderungen an der Petition

    at 29 Oct 2020 13:07

    (Ein Rechtschreibfehler im Text wurde entfernt.)


    Neue Begründung: Die Kinolandschaft in der Bundesrepublik Deutschland hat den Lockdown im Frühjahr überlebt, was jedoch in vielen Fällen in erster Line auf umfangreiche Hilfsmaßnahmen zurückzuführen ist. Seit der Widereröffnung Wiedereröffnung der Filmtheater haben die Betreiber*innen in Hygienekonzepte und Maßnahmen zu deren Umsetzung (Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, Aufrüstung von Lüftungsanlagen, Installation von Plexiglasscheiben, etc.) investiert und damit langsam das Vertrauen des Publikums zurückgewonnen.
    Jetzt droht ein zweiter Lockdown, der vielen Kulturschaffenden das Genick brechen kann. Eine weitere Zwangsschließung der Lichtspielhäuser führt möglicherweise zu einem flächenübergreifenden Kinosterben. Und dies, obwohl die Ansteckungsgefahr in Kinosälen von wissenschaftlicher Seite als äußerst gering erachtet wird.
    Eine am 7. August 2020 veröffentlichte Untersuchung des Hermann-Rietschel-Instituts (blogs.tu-berlin.de/hri_sars-cov-2/wp-content/uploads/sites/154/2020/08/20200722_Bericht_Konzentrationsverlauf_Alhambra.pdf) hat ergeben, dass die Aerosolbelastung und somit die Ansteckungsgefahr in Vorführsälen vergleichsweise gering ist. Durch die Verwendung moderner Lüftungssysteme, durch das Einhalten eines Mindestabstandes, das Tragen einer Alltagsmaske, die Zuteilung fester Sitzplätze (mit einheitlicher Blickrichtung) und regelmäßiges Desinfizieren möglicher Kontaktpunkte besteht während einer Filmvorführung im Kinosaal kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Die Tatsache, dass während der Vorstellung nicht gesprochen wird, wirkt sich ebenfalls positiv auf diesen Umstand aus.
    Trotz den rund 480.000 nachgewiesenen Corona-Fällen in der Bundesrepublik seit Ausbruch der Pandemie ist bisher keine einzige Ansteckung im Rahmen einer öffentlichen Filmaufführung (unter Einhaltung der Hygienevorschriften) belegt. Dennoch sehen die ab dem 2. November 2020 geplanten Maßnahmen des Bundes und der Länder zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Infektionen auch eine Zwangsschließung von Kinos und Lichtspielhäusern vor. Durch den Wegfall der Spielstätten könnte das Kulturgut Film irreparablen Schaden nehmen.
    Für ähnliche kulturelle Angebote (etwa Theater, Ausstellungen, Museen oder Konzertveranstaltungen) gilt dies in abgewandelter Form ebenso.
    Wir fordern daher, Kinos und Lichtspielhäuser von den geplanten strengeren Restriktionen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Infektionsketten auszunehmen, solange erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen bestehen. Stattdessen fordern wir für diesen Bereich einen **angepassten** Maßnahmenkatalog, der die zulässigen Mindestanforderungen (Hygienekonzepte, Mindestabstände, Leistungsfähigkeit der Lüftungsanlage) und maximale Besucher*innenzahl entsprechend der geltenden Gefahrenstufe vorschreibt.
    Wir fordern zudem weitere wissenschaftliche Untersuchungen zum Einfluss der Aerosolkonzentration in Veranstaltungsräumen auf SARS-CoV-2-Infektionen. Sollte sich ein (unter der Voraussetzung eingehaltener Hygienestandards und Abstandsregeln) geringes Infektionsrisiko beim Besuch von Kulturveranstaltungen ergeben, fordern wir eine ebensolche Ausnahme für Theater- und Konzertaufführungen, sowie Ausstellungs- und Museumsbesuche.
    Hinweis: Keinesfalls leugnen wir die Gefahren, die vom Sars-CoV-2-Erreger ausgehen. Zudem halten wir Restriktionen zum Wohl der Allgemeinheit per se für sinnvoll und richtig. Jedoch halten wir es für notwendig, zum Schutz der Kulturlandschaft die Maßnahmen besser abzuwägen und unangemessene oder unverhältnismäßige Maßnahmen zu vermeiden.
    Informationen über unseren Verein finden Sie unter www.cine-tuebingen.de

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 63 (63 in Deutschland)

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