Es wird Zeit, dass auch Passau zum sicheren Hafen wird! Wir sagen laut und deutlich JA zur Seenotrettung und zu sicheren Fluchtrouten und NEIN zur Kriminalisierung der Seenotretter*innen und der Verweigerung von Hilfe.

Unterstützt unsere Petition an Oberbürgermeister Jürgen Dupper und die Mitglieder des Stadtrats Passau. Wir fordern:

  • Jede Form der Kriminalisierung von Seenrotrettung sowie Rückführungen nach Libyen zu verurteilen.

  • Die Stadt Passau erklärt sich bereit, aus Seenot gerettete Menschen, beispielsweise von einem zivilen Seenotrettungsboot, direkt aufzunehmen und menschenwürdig unterzubringen. Diese Aufnahme geschieht zusätzlich zur Verteilungsquote Asylsuchender. Hierzu wird ein Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Inneres, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Bundesland Bayern hergestellt.

  • Die Stadt Passau sorgt für ein langfristiges Ankommen, indem alle notwendigen Ressourcen für eine menschenwürdige Versorgung, insbesondere in den Bereichen Wohnen, medizinische Versorgung und Bildung, zur Verfügung gestellt werden.

  • Die Stadt Passau fordert die Bundesregierung auf, konkrete Schritte für eine europäische Lösung zu finden.

Reason

Warum ist uns das wichtig? Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt die Grenzen zu schließen, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen. Lasst nicht zu, dass die Werte der Menschlichkeit abgeschafft werden, sondern setzt Euch mit uns dafür ein, dass niemand mehr auf der Flucht im Meer oder in der Wüste sterben muss. 2018 erreicht die menschliche Katastrophe im Mittelmeer neue erschreckende Ausmaße.

Mehr als 2000 Menschen sind seitdem an den Grenzen der Europäischen Union gestorben. 2019 geht das Ertrinken weiter und die Situation für Menschen auf der Flucht verschlimmert sich sogar - unter anderem als unmittelbare Folge der Behinderung und Kriminalisierung von privaten Initiativen zur Seenotrettung. Tausende sterben auf dem gefährlichen Weg durch die Wüste oder im Mittelmeer - oft unbemerkt von der Öffentlichkeit. Wenn die Regierungen in Europa versagen, dann liegt es an den Städten zu handeln! Barcelona, Palermo, Bonn, Düsseldorf, Köln, Regensburg und viele andere Städte sind schon mit gutem Beispiel vorangegangen. Sie haben ihre Städte zu sicheren Häfen erklärt.

Dem sollte sich die Stadt Passau anschließen. Wir haben schon oft bewiesen, dass Passau eine offene und hilfsbereite Stadt ist. Wir heißen Schutzsuchende willkommen. Wir sind bereit zu teilen. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht. Uns ist es nicht gleichgültig, wenn Menschen an Europas Grenzen sterben.

Thank you for your support, Zina Weisner from Passau
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützer*innen der Petition der Aktion Seebrücke Passau,

    Die Petition „Passau zum sicheren Hafen“ war erfolgreich! 1.227 Passauer*innen sprachen sich solidarisch für die Rettung von Geflüchteten auf dem Mittelmeer aus. Der Oberbürgermeister und der Stadtrat Passau haben noch keine klare Position bezüglich unseres Anliegens bezogen. Daher findet nun am Samstag, den 13.07. in der Altstadt Passaus eine Demonstration statt.

    Ziel dieser Demonstration ist es, auf die fortwährende humanitäre Katastrophe des Ertrinkens von Geflüchteten auf dem Mittelmeer und die miteinhergehende Kriminalisierung von Seenotretter*innen öffentlich aufmerksam zu machen. Das früheste Ereignis um die Sea Watch 3 erfordert klare Haltung und Handlung.

    Im Namen... weiter

pro

Not yet a PRO argument.

contra

Es gibt sichere Häfen, aber dies ist der nächste Hafen und nicht Passau.