Migration

Duldung von Bekele Kuma Guta und seiner Tochter Fiker

Petition is directed to
Ausländerbehörde, Kreisverwaltung Bad Kreuznach
4.540 Supporters
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  1. Launched 15/03/2021
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Unserer Mitschülerin Fiker aus der 5. Klasse und ihrem Vater Bekele Kuma Guta droht eine baldige Abschiebung in ihr Herkunftsland Äthiopien. Von dort sind sie 2017 geflohen. 

Nach der Ablehnung des Asylantrags sollte die Situation von der Härtefallkommission geprüft werden. Doch der Antrag der Familie wurde nicht zugelassen, da sich herausstellte, dass Fikers Vater mit gefälschten Papieren eingereist war. Dies hat er zugegeben und wurde aufgefordert, mit Dokumenten aus seinem Herkunftsland seine echte Identität zu belegen. Dies erscheint innerhalb kürzester Zeit so nicht möglich.

Wir fordern daher, dass Herrn Bekele Kuma Guta Zeit gegeben wird, die geforderten Papiere zu besorgen und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu klären, damit die Situation der Familie von der Härtefallkommission geprüft werden kann.

Reason

Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen, müssen oft zu illegalen Mitteln greifen und die Hilfe von Schleppern in Anspruch nehmen. Bekele Kuma Guta nahm diesen rechtswidrigen Weg in Kauf, da eine Flucht auf legalem Weg nicht nur aussichtslos, sondern lebensbedrohlich schien. 

Bekele Kuma Guta und erst recht unsere Mitschülerin Fiker haben sich in den zurückliegenden Jahren vorbildlich in unsere Gesellschaft integriert. Fiker hat in unglaublich kurzer Zeit Deutsch gelernt und erbringt in der Schule in allen Fächern hervorragende Leistungen. Sie ist nicht nur in ihrer Klasse aufgrund ihrer Freundlichkeit außerordentlich beliebt. Bekele Kuma Guta bringt sich durch seine Hilfstätigkeiten in der örtlichen Grundschule in die Gesellschaft ein und ist dort ebenfalls ein beliebter Mitarbeiter und eine tatkräftige Unterstützung.

Alle Menschen, denen Bekele Kuma Guta und seine Tochter begegnet sind, haben sie als freundlich, kooperativ, engagiert und in ihrer Bereitschaft erlebt, sich hier in Deutschland zu integrieren und ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Eine Abschiebung in das Herkunftsland würde für Fikers Vater Verfolgung und wahrscheinlich auch Folter bedeuten. Fiker würde in ein Land abgeschoben, in dem ihr die Mutter genommen wurde und in dem sie als Geflüchtete und als Mädchen keinerlei Zukunftsperspektive hätte.

Wir empfinden es als Ungerechtigkeit, dass einem Menschen nicht ausreichend Zeit und Gelegenheit gegeben wird, seine Identität zu klären und einem 11-jährigen Mädchen dadurch alle Zukunftsperspektiven genommen werden.

News

  • Liebe Unterstützende,

    die Duldung von Bekele Kuma Guta und Fiker wurde um drei Monate verlängert zur Klärung ihrer Identität.

    Danke, dass Sie uns unterstützt und dieses Ziel ermöglicht haben.
    Auch gilt unser Dank der Kreisverwaltung Bad Kreuznach, die auf unsere Petition eingegangen ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Das Schülervertretungs-Team des Gymnasiums Kirn

Über das Gesetz hinaus muss es Gerechtigkeit geben. Mitgefühl, Verzeihen und Menschlichkeit müssen gelten. Die Gremien dafür, sollen die Zeit bekommen, sich mit dem Fall zu beschäftigen und ihren gerechten, mitfühlenden und menschlichen Beschluss zu fassen. Wenn all das für Bekele nicht zum Zuge gelangen sollte, gilt immer noch, dass man die Tochter auf keinen Fall leiden lässt oder gar abschiebt. Kindeswohl hat vollkommen zu Recht eine überragende Rolle in unserem Land. Es ist immer zu beachten.

Das einzige was dagegen spricht, diese Petition zu unterschreiben, ist nicht vorhandene Empathie, Egoismus und ausgeprägter Ausländerhass

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