Wir fordern das Streichen der Rasselisten in Bremen und Bremerhaven

Viele Studien widerlegen die Gefährlichkeit bestimmter Rassen. Dissertationen zur Diskussion über die sogenannte Gefährlichkeit von bestimmten Hunderassen und ihren Mischlingen finden Sie im Internet.

Warum also müssen die Hundebesitzer spezieller Rassen im Bundesland Bremen so diskriminiert werden?

Die Hunde müssen Maulkorb und Leine tragen. Hier das Bedenken warum es nicht sinnvoll ist so etwas zu befürworten:

Die Hundehalter müssen ein Schild am Haus befestigen wo drauf steht „Vorsicht gefährlicher Hund“. Dies kann zu pauschaler Diskriminierung und Anfeindung durch die Nachbarschaft führen.

Besucher mit dieser Hunderasse dürfen sich nur 24 Std in Bremen/ Bremerhaven aufhalten. Diese Regelung sollte gestrichen werden. In der Europäischen Union gilt die Reisefreiheit.

Wir fordern stattdessen einen Sachkundenachweis (theoretisch und praktisch) für alle Hundehalter die zum ersten Mal einen Hund erwerben, bzw. für Hundehalter deren Hund auffällig geworden ist. Zudem muss jeder Hund mit einem Transponder (Mikrochip) individuell gekennzeichnet werden.

Versicherungspflicht sollte für jeden Hundehalter selbstverständlich sein.

Die Sachkunde muss vor der Anschaffung des Tieres erfolgen und die praktische innerhalb einem Jahr nach Anschaffung vollstreckt sein. Beim zweimaligen durchfallen sollte es Konsequenzen geben. Auch befürworte wir den DOGTEST 2.0 als „Hundeführerschein“ anzunehmen, da dort viele Alltagssituationen geprüft werden und vor allem die Sachkunde nicht auswendig gelernt werden kann. Sachkundeprüfungen aus anderen Bundeländern sollten anerkannt werden.

Die derzeitigen Hundebesitzer sollten ein Jahr die Chance der Vorbereitung bekommen. Hundehalter die mindestens 10 Jahre Hunde halten und bei denen es noch nicht zu Auffälligkeiten bzgl. ihrer Hundehaltung gekommen ist, haben die Sachkunde bereits erworben. Entbindet aber nicht vor Sanktionen, wenn ein Vorfall in der Zukunft entstehen sollte

Sollte ein Hund auffällig werden, muss das zuständige Veterinär-Amt unverzüglich einen Sachverständigen schicken um ggf. einen Wesenstest abzunehmen. Bis zur Prüfung hat der Hund Maulkorb zu tragen.

Jeder Hund muss gechipt sein und die Daten kann der Halter freiwillig bei Tasso oder dem Deutschen Haustierregister hinterlegen lassen. Bei einer örtlichen Untersuchung der Polizei ist diese berechtigt, den Transponder in jeder Tierarztpraxis ablesen lassen zu können, um Daten des Halters zu erhalten. Diese Daten dürfen Dritten aber nicht zugänglich sein, um das Steuergeheimnis zu wahren. Vorher muss der Halter seine Zustimmung geben. Ist ein Hund nicht mit einem Transponder gekennzeichnet, muss dies vor Ort passieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses Nr. 34 vom 29. Januar 2015

    Der Ausschuss bittet mehrheitlich mit den Stimmen der Vertreterinnen und Vertreter der
    Fr aktionen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU und gegen die Stimme der Vertreterin
    der Fraktion Die Linke, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Bürgerschaft keine
    Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: L 18/392

    Gegenstand:
    Änderung des Gesetzes über das Halten von Hunden

    Begründung:
    Die Petentin regt an, die im Gesetz über das Halten von Hunden enthaltene Rasseliste zu streichen.
    Durch diese Liste gefährlicher Hunde würden diese Hunde und ihre Besitzer diskriminiert. Es gäbe
    viele Studien, die die Gefährlichkeit bestimmter Rassen und ihrer Mischlinge widerlegten. Die
    Mehrzahl der Beißvorfälle geschehe durch nicht gelistete Hunde. Zur Abwehr der Gefahren, die durch
    gefährliche Hunde ausgehen solle ein Sachkundenac hweis und ein Wesenstest eingeführt werden.
    Die Petition wird von 5.088 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    In dem zu der Petition eingerichteten Internetforum wird darauf hingewiesen, dass die Angleichung
    der bremischen an die niedersächsische Regelung auch im Sinne der Freizügigkeit innerhalb
    Deutschlands und der EU sinnvoll sei. Es könne nicht sein, dass niedersächsische Hundehalter bei
    Aufenthalten in Bremen Probleme bekämen, und dass Bremer beim Umzug nach Niedersachsen mit
    bürokratischen H indernissen konfrontiert würden.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petentin Stellungnahmen des Senators für Inneres
    und Sport eingeholt. Außerdem hatte die Petentin die Möglichkeit, ihr Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung ihrer Pet ition persönlich vorzutragen. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich
    das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) hat sich in ihrer Sitzung am 19./20. November 2015 mit dem
    Gesetz über das Halten von Hunden befasst. Sie hat die darin vorgesehene Befristung aufgehoben.
    An den Rasselisten hat sie festgehalten, weil es keine neuen Erkenntnisse darüber gebe, dass die
    gelisteten Hunderassen und ihre Mischlinge ungefährlich seien. Außerdem hat die Anzahl der
    Beißvorfälle mit den gelisteten Hunden seit Einführung der Rasseliste rapide abgenommen. Vor
    diesem Hintergrund sieht der Petitionsausschuss keine Möglichkeit, das Anliegen der Petentin zu
    unterstützen.

    Zur weiteren Begründung wird Bez ug genommen auf die der Petentin bekannte Stellungnahme des
    Senators für Inneres und Sport.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.