Ab dem allerersten Tag im Entleihbetrieb steht allen Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern der gleiche Lohn zu wie ihren festangestellten Kollegen.

Als Aufwandsentschädigung für die Befristung des Arbeitsverhältnisses sollen die Entleihbetriebe mind. 10 Prozent Aufschlag zahlen.

Dieser Aufschlag darf aber nicht mit den Reisekosten oder anderen Zuschlägen verrechnet werden.

Begründung

Dies wird bereits seit einigen Jahren in Frankreich so praktiziert und hat sich dort bewährt. Es wird höchste Zeit, dass diese Ungerechtigkeit und die Benachteiligung von Leiharbeitern beendet wird.

Kein Beschäftigungsrückgang durch Regulierung

Wirtschaftsliberale in Deutschland werden nicht müde zu warnen, eine striktere Regulierung von Leiharbeit mache ihre Nutzung unattraktiv. Ein Blick über die Grenze nach Frankreich würde ihnen zeigen, wie weit sie mit dieser Einschätzung daneben liegen. Trotz der vergleichsweise strikten Regulierung gibt es dort sogar mehr Leiharbeitnehmer als in Deutschland. Im Jahr 2007 wurden über 637.000 gezählt, in Deutschland waren es zum Vergleichszeitpunkt rund 23.000 weniger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass Leiharbeit dort besser bezahlt wird als in Deutschland.

Zudem legt das Durchschnittsalter der französischen Leiharbeitskräfte nahe, dass diese Art der Beschäftigung oft als Einstieg in den Arbeitsmarkt genutzt wird. Nur 32 Prozent sind über 35 Jahre alt. In Deutschland hingegen wird Leiharbeit bekanntermaßen für viele Beschäftigte zur Sackgasse. Hier liegt das Durchschnittsalter bei über 37 Jahren.

Bewertung: Effektive Regulierung ohne Beschäftigungsverlust

Für Beschäftigte in Frankreich bedeutet Leiharbeit immer noch mehr Unsicherheit als eine Festanstellung. Diese wird jedoch nicht noch verschärft durch schlechtere Bezahlung, wie hierzulande. Im Gegenteil, Unternehmen müssen die gewonnene Flexibilität durch eine Art „Prekaritätsprämie“ von 10 Prozent über den jeweiligen Tariflohn abgelten.

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Pro

Unglaublich, 100 Unterzeichner bisher, eigentlich sollten da schon 100.000 stehen. Der Malocher in immer mehr Firmen merkt, dass immer mehr seiner Kollegen gegen Leiharbeiter getauscht werden, deren Gage weitaus niedriger ist. Und jetzt sollen die plötzlich 10 % mehr Lohn erhalten als der Festangestellte? Heute fährt der Soester Leiharbeiter täglich nach Dortmund, in einem Monat täglich nach Brilon, die erstatteten Fahrtkosten würden gerade mal für den Sprit eines Mofas reichen, aber mit der Mofa von Soest nach Dortmund oder Brilon dauert zwei Stunden, zurück ebenfalls, mit dem PKW immer noch

Contra

Viele Bezieher von Sozialleistungen der Arbeitsagentur werden an Leiharbeitsfirmen übermittelt und führen dann ihren Einsatz in einem Unternehmen häufig nur 1-2 oder nur wenige Tage aus und stehen dann nicht mehr weiter für das Unternehmen und die Leiharbeitsfirma zur Verfügung,daher sehe ich persönlich die Gefahr darin, dass gleicher Lohn von Anfang an eine ungerechte Handlungsweise gegenüber anderen Leiharbeitnehmern darstellt die bereits eine intensive Einarbeitung in ihrem Einsatzort absolviert haben.Auch ein Missbrauch der "ab den ersten Tag Regelung"ist somit nicht ausgeschlossen. (ex.)

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 11 Std.

    Ich bin selber Zeitarbeiterin und komme mit meinem Lohn nicht zurecht und muss regelmäßig ich Rechnungen später bezahlen.

  • Nicht öffentlich Ludwigsfelde

    am 06.07.2018

    Bin selbst leiharbeiter und erhalte für die gleiche Arbeit viel weniger Geld

  • am 20.06.2018

    Leiharbeit ist ok solange ein fairer Lohn gezahlt wird.

  • am 15.06.2018

    unbedingt!!!

  • am 09.06.2018

    Damit der durch das AÜG festgeschriebene Gleichbehandlungsgrundsatz nicht durch die DGB-Tarifverträge für die Leiharbeit konterkariert werden kann.

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