Wir forden Mitbestimmung bei der Verteilung der Rundfunkbeiträge.

Die Mehreinnahmen durch den neuen Rundfunkbeitrag sollen in einen Fördertopf fließen, über dessen Verwendung die Zuschauer und Beitragszahler abstimmen können.

Produzenten und Filmemacher können sich um die Mittel des Fördertopfes mit Konzepten zu Sendungen, Serien, Spiel- und Dokumentarfilmen bewerben und die Zuschauer darüber abstimmen.

Begründung

Durch die Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag fließen den öffentlich-rechtlichen Sendern Mehreinnahmen zu. Bis jetzt wurde vorgeschlagen, den Rundfunkbeitrag deswegen zu reduzieren. Wir fordern statt dessen die Mehreinnahmen in ein wirklich innovatives Programm fließen zu lassen und den Zuschauer zum Programmdirektor zu machen.

Durch die Reduktion des Beitrages spart jeder Zuschauer etwa 70 Cent im Monat. Wir wollen auf diese 70 Cent verzichten, wenn wir dafür ein besseres Programm bekommen.

Die Sender gewinnnen, weil sie Zuschauer an sich binden und die Legitimation des Rundfunkbeitrages gestärkt wird. Und der Zuschauer gewinnt, denn er muss nicht mehr nur das sehen, was ihm vorgesetzt wird, sondern kann aktiv mitgestalten.

Es ist ein übersichtliches, begrenztes Experiment, denn es geht zunächst nur um die Verteilung der Mehreinnahmen. Es stellt die restliche Arbeit der Sender nicht in Frage und ist somit ohne Risiko.

Die Entscheidungen werden zumindest bei den Mehreinnahmen nicht in Gremien hinter verschlossenen Türen gefällt, sondern transparent und nachvollziehbar. Das Internet bietet viele etablierte Möglichkeiten eine solche Zuschauermitbestimmung technisch umzusetzen.

Es gibt immer mehr Crowdfundingseiten, die neue Wege der Filmfinanzierung und Mitbestimmung eröffnen. Warum sollte dies nicht auch im Bereich Fernsehen möglich sein?

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Wenn man weiss, das der Etat des BBC bei jährlich 4,3 Mrd. Euro liegt und der des ö.r. Rundfunks bei ca. 8 Mrd. Euro, kann man das Ansinnen dieser Petition nur schwer nachvollziehen. Mit den Mehrfachbelastungen der Bürger bei Selbstständigkeit oder Zweitwohnsitz von Berufspendlern muss dagegen Schluss gemacht werden. Auch die Finanzierung der "Betriebstätten" der Kommunen in Stadt und Land durch Steuergelder ist zu hinterfragen. Eine klare Definition des Grundversorgungsauftrages mit Fokus auf Bildung und Information ist schon längst überfällig.