Region: Overath
Migration

Overath wird "Sicherer Hafen". Wir finden uns mit dem Sterben im Mittelmeer nicht ab.

Petition is directed to
Bürgermeister Jörg Weigt
77 Supporters 44 in Overath
Collection finished
  1. Launched March 2020
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Overath soll dem Städtebündnis „Sicherer Häfen“ beitreten!

Aus Seenot gerettete Menschen müssen umgehend in einen Sicheren Hafen gebracht werden. Allein in Deutschland gibt es mehr als 140 Kommunen, die bereit sind, zusätzliche geflüchtete Menschen aufzunehmen.

Reason

März 2020: Wir sind sehr mit uns selbst beschäftigt. Die Ausbreitung des Coronavirus verändert unseren Alltag. Papst Franziskus mahnt: „Wir dürfen nicht von der humanitären Krise in Nordsyrien wegblicken, sondern müssen ihr Vorrang vor allen anderen Interessen einräumen!“

März 2020: Die Regierungs-Koalition beschließt „bis 1500 Kinder auf den griechischen Inseln zu unterstützen“ und einige von ihnen nach Deutschland zu holen, die „entweder wegen einer schweren Erkrankung dringend behandlungsbedürftig oder aber unbegleitet und jünger als 14 Jahre alt sind, die meisten davon Mädchen“ . Insgesamt befinden sich laut Ärzte ohne Grenzen mehr als 5300 unbegleitete Minderjährige in Griechenland. „Sie sind in einer ungeschützten Umgebung alleine unterwegs, erleben Gewalt oder müssen sich frem-den Menschen anvertrauen, die sie dann ausbeuten."

März 2020: Pro Asyl meldet: „Mindestens 500 Geflüchtete befinden sich unter un-menschlichen und erniedrigenden Bedingungen eingesperrt auf einem Schiff der griechischen Marine. Unter den Gefangenen sind auch viele Familien mit kleinen Kindern. Das Schiff liegt zurzeit im Hafen von Lesbos vor Anker. Die Gefangenen sollen in die Türkei und ihre Herkunftsländer zurückgeschoben werden.“

Bereits im vorigen Jahr beschreibt „Ärzte ohne Grenzen“ die Situation in Libyen: „Die Ernährung ist mangelhaft, die hygienischen Bedingungen unerträglich. Die Menschen, darunter Minderjährige, sind regelrecht zusammengepfercht und können oft tagelang nicht ins Freie.“ Barbara Held von „Sea-Eye“: „Den fliehenden Menschen aus Libyen bleibt nichts anderes übrig, als die Flucht über das Mittelmeer anzutreten. Auf überfüllten Booten geben sie sich in eine extrem gefährliche Situation, aber die Hoffnung, diese Gefahr zu überleben, ist größer als die Aussicht, niemals der Falle der libyschen Internierungslager zu entkommen. Leben retten ist Pflicht! Das heißt: Sowohl aus humanitärer Sicht als auch nach gelten-dem Seerecht muss Menschen in Seenot ohne Wenn und Aber geholfen werden. Das Geschachere um Menschenleben muss aufhören. Geflüchtete wochenlang unter unwürdigen Umständen auf Rettungsschiffen gefangen zu halten, ist menschenverachtend.”

Mike Schubert, Oberbürgermeister Potsdam: „Die gemeinsam mit den erstunterzeichnenden Städten verfasste ‚Potsdamer Erklärung‘ bekräftigt den Willen der aufnahmebereiten Kommunen, dem Sterben an den Grenzen Europas Einhalt zu gebieten und die humanitäre Katastrophe auf dem Mittelmeer unverzüglich zu beenden.“
Nach einer Reise Ende Februar 2020 mit der Evangelischen Kirche Deutschland, dem Hilfsnetzwerk Seebrücke und dem Bürgermeister von Rottenburg am Neckar hat Mike Schubert geschrieben: „Die 140 Städte Sicherer Häfen in Deutschland haben ihre Hilfe angeboten. Wir müssen den aktuell 500 Flüchtlingskindern unter 14 Jahren, die ohne Eltern in Griechenland untergebracht sind, sofort helfen.“

Mit Zuspitzung der Not der fliehenden Menschen am Mittelmeer hat sich im März 2020 in Overath eine Lokalgruppe der SEEBRÜCKE gegründet. facebook.com/Seebrücke-Overath

Thank you for your support, Reinhard Egel-Völp from Overath
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende der Petition "Overath wird sicherer Hafen",
    heute teilte mir Hans Schlömer (Overather Stadtratsmitglied/SPD) mit, dass der Stadtrat auf seiner Sitzung am Mittwoch 9.9.2020 einstimmig (mit 2 Enthaltungen) seinen Antrag angenommen habe. Bürgermeister Jörg Weigt habe gestern bereits Kontakt mit der Seebrücke aufgenommen. Laut Ratsbeschluss soll geprüft werden, wie viele Geflüchtete von Lesbos ggf. in Overath aufgenommen werden können.
    Im Juni hatte ich noch sehr enttäuscht, dass außer ein paar wenigen Ratsmitgliedern aus der SPD sich hier niemand mehr für die unmenschliche Situation von Flüchtlingen auf europäischem Boden und in europäischen Gewässern interessiert. Dieser aktuelle Beschluss ist sicher vor allem ein persönliches... further

  • Liebe Unterzeichner*innen,
    Overath scheint wohl "erstmal" kein SICHERER HAFEN für Flüchtlinge zu werden. Konkret: Gestern lief die von mir gesetzte Frist von drei Monaten zur Erreichung von mindestens 500 Unterschriften ab, und mir ist auch nicht bekannt, dass jemand anderes das Thema vor Ort voranbringt. Es haben 77 unterschrieben, davon 44 Overather Bürger*innen. Ich werde die Petition nicht übergeben, weil ich das für kontraproduktiv halte.
    Im Februar 2020 hatte ich keinen Zweifel daran, dass wir in kurzer Zeit das Ziel erreichen und dass wir selbstverständlich von verschiedenen Kirchen und politischen Parteien und bekannten Personen in Overath unterstützt würden. Ich hatte nach einem Vorgespräch mit den Bürgermeister auch wenig Sorge, dass... further

  • Liebe Unterstützende,
    herzlichen Dank! Wir haben zwar erst rund 10% der angestrebten Unterschriften (viele sind jetzt sehr mit sich beschäftigt), aber gerade jetzt ist es wichtig, auch über unsere Grenzen hinaus zu schauen. Das macht mir nochmal der Oster-Appell der Seebrücke an die Leitungen der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland deutlich. Vielleicht habt Ihr heute Lust und Muße, ihn zu lesen - und vielleicht könnt Ihr (anders als ich bisher) auch unsere örtlichen Pfarr- bzw. Kirchengemeinde dazu ermuntern, unsere Petition zu unterstützen. Gerne dürft Ihr auch den Osterappell zur Begründung anhängen:

    seebruecke.org/leavenoonebehind/aktionen/oekumenischer-osterappell/

    Ich wünsche Euch - und den Menschen, die in den Lagern... further

Ich bitte, hier keine Diskussionen anzufangen. Informieren und austauschen kann man sich an vielen anderen Stellen.

Noch ein Grund solche Petitionen nicht zu unterstützen. Sehen oder besser hören Sie sich die Quellenangabe an!

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