Pflegende Angehörige systematisch in die Altersarmut getrieben – Abschaffung der 30-Stunden-Grenze b
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Grund der Sperrung
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Text der Petition
Seit über sieben Jahren pflege ich gemeinsam mit meiner Familie meine 87-jährige Oma (Pflegegrad 4). Gleichzeitig leide ich selbst unter einer schweren rezidivierenden Depression mit Panikstörung und bin seit November 2024 durchgängig krankgeschrieben.
Wer als pflegender Angehöriger neben der Pflege mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, erhält für die Pflegezeit keine Rentenpunkte von der Pflegekasse. Diese starre 30-Stunden-Grenze bestraft genau die Menschen, die bereits stark belastet sind – sei es durch eigene Erkrankung, Schichtarbeit oder Teilzeit. Langfristig treibt sie viele pflegende Angehörige in die Altersarmut.
Ich habe deshalb am 05.12.2025 eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht (Az. 191632), die diese ungerechte Regelung abschaffen oder deutlich reformieren soll. Die Petition befindet sich derzeit noch in der Vorprüfung.
Parallel läuft eine Petition auf Change.org:
https://www.change.org/Stop30hGrenze
Die Böhme-Zeitung hat bereits zweimal über mein Anliegen berichtet – einmal sogar auf der Titelseite (Januar 2026) und erneut am 10.04.2026:
https://www.boehme-zeitung.de/nachrichten-blog/2026/4/9/kosten-knftig-anders-tragen
Mein Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil hat die Petition ausdrücklich begrüßt.
Ziel dieser Petition ist es, die 30-Stunden-Grenze bei der rentenrechtlichen Anerkennung von Pflegezeiten abzuschaffen. Pflege darf nicht länger bestraft werden.
Bitte unterstützt mich mit eurer Unterschrift und teilt die Petition weiter. Jede Stimme zählt.
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Offener Brief an Bundesminister Hubertus Heil
Sehr geehrter Herr Bundesminister Heil,
ich wende mich mit dieser Petition direkt an Sie, weil Sie als Bundesminister für Arbeit und Soziales die politische Verantwortung für das Rentenrecht und die Anerkennung von Pflegezeiten tragen.
Seit über sieben Jahren pflege ich meine 87-jährige Oma (Pflegegrad 4). Gleichzeitig bin ich selbst schwer erkrankt und seit November 2024 durchgängig arbeitsunfähig. Die aktuelle Regelung, wonach pflegende Angehörige nur bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, um Rentenpunkte für die Pflegezeit zu erhalten, führt in der Praxis dazu, dass genau diejenigen bestraft werden, die ohnehin schon eine doppelte Belastung tragen.
Diese 30-Stunden-Grenze ist aus meiner Sicht nicht nur ungerecht, sondern auch realitätsfern. Sie erschwert es pflegenden Angehörigen, einer existenzsichernden Tätigkeit nachzugehen, und trägt langfristig zur Altersarmut in dieser Gruppe bei.
Ich bitte Sie daher, sich für eine Abschaffung oder zumindest eine deutliche Reform dieser Grenze einzusetzen. Die bestehende Regelung steht im Widerspruch zu dem politischen Ziel, pflegende Angehörige besser zu unterstützen und ihre Lebensleistung anzuerkennen.
Mit freundlichen Grüßen
Niklas Tessmann
Ich pflege seit über sieben Jahren gemeinsam mit meiner Familie meine 87-jährige Oma, die den Pflegegrad 4 hat. Gleichzeitig bin ich selbst schwer erkrankt: Ich leide unter einer schweren rezidivierenden Depression mit Panikstörung und bin seit dem 25. November 2024 durchgängig arbeitsunfähig krankgeschrieben.
Die aktuelle gesetzliche Regelung sieht vor, dass pflegende Angehörige nur dann Rentenpunkte für ihre Pflegezeit erhalten, wenn sie maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten. Wer mehr arbeitet – etwa um seinen Lebensunterhalt zu sichern oder weil er in Schichtarbeit tätig ist –, bekommt für die Pflegezeit keine Rentenanrechnung.
Diese 30-Stunden-Grenze führt in der Praxis dazu, dass genau die Menschen bestraft werden, die bereits eine doppelte Belastung tragen: Pflege einer schwer pflegebedürftigen Angehörigen und eigene gesundheitliche Einschränkungen. Viele pflegende Angehörige können sich auf Dauer keine ausreichende Erwerbstätigkeit leisten, ohne ihre Rentenansprüche zu verlieren. Langfristig trägt diese Regelung dazu bei, dass pflegende Angehörige überproportional häufig in Altersarmut geraten.
Ich selbst spüre diese Problematik besonders deutlich: Durch meine eigene Erkrankung bin ich derzeit nicht in der Lage, mehr als 30 Stunden zu arbeiten. Gleichzeitig werde ich für die jahrelange Pflege meiner Oma rentenrechtlich nur unzureichend anerkannt. Das ist aus meiner Sicht ungerecht und realitätsfern.
Mit meiner Petition fordere ich die Abschaffung oder deutliche Reform der 30-Stunden-Grenze bei der rentenrechtlichen Anerkennung von Pflegezeiten. Pflege darf nicht länger bestraft werden.
Quellen und weitere Informationen:
- Petition beim Deutschen Bundestag (Az. 191632, derzeit in Vorprüfung)
- Parallel-Petition auf Change.org: https://www.change.org/Stop30hGrenze
- Berichterstattung der Böhme-Zeitung (Titelseite Januar 2026 sowie Artikel vom 10.04.2026): https://www.boehme-zeitung.de/nachrichten-blog/2026/4/9/kosten-knftig-anders-tragen
- Mein Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil hat die Petition ausdrücklich per Mail begrüßt.