RWE: Stoppt die Wasserentnahme aus dem Rhein

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Grund der Sperrung

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Die Initiatorin bzw. der Initiator der Petition wurde von der openPetition-Redaktion auf den Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen aufmerksam gemacht und hatte fünf Tage Zeit, die Petition zu überarbeiten. Dies ist nicht erfolgt. Die Petition wurde deswegen gesperrt.

Text der Petition

Historisches Niedrigwasser am Rhein: RWE muss die Ableitung von Rheinwasser für Hambach und Garzweiler stoppen!

Der Rhein erlebt derzeit eine historische Krise. Anfang August 2026 wurden an mehreren Pegeln neue Rekord-Niedrigwasserstände gemessen. In Köln fiel der Pegel auf nur noch 67 Zentimeter – niedriger als im bisherigen Dürrejahr 2018. Schiffe können vielerorts nur noch mit stark verringerter Ladung fahren, Ökosysteme geraten unter Druck und die Folgen des Klimawandels werden für Millionen Menschen sichtbar.

Ausgerechnet jetzt soll Rheinwasser in großem Umfang über eine rund 45 Kilometer lange Leitung in die Tagebaue Hambach und Garzweiler gepumpt werden, um diese über Jahrzehnte hinweg zu fluten. Die Genehmigung für dieses Vorhaben wurde bereits erteilt.

Das Wasser des Rheins gehört allen Menschen – nicht den Interessen eines einzelnen Konzerns.

RWE hat über Jahrzehnte mit der Braunkohleförderung Milliardengewinne erzielt. Nun sollen die Folgen dieses Geschäftsmodells mit Wasser aus dem Rhein bewältigt werden. Gleichzeitig hat der Konzern öffentlich die Auffassung vertreten, für die Entnahme des Rheinwassers kein Wasserentnahmeentgelt zahlen zu müssen. Das ist aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar. Wer jahrzehntelang von der Ausbeutung natürlicher Ressourcen profitiert hat, darf die Allgemeinheit nicht auch noch die Folgekosten tragen lassen.

Der Rhein ist Lebensader, Trinkwasserreserve, Naturraum und wichtigste Wasserstraße Deutschlands. In Zeiten immer häufiger auftretender Dürren und Rekord-Niedrigwasser muss sein Schutz oberste Priorität haben. Die Rekultivierung ehemaliger Tagebaue ist notwendig – sie darf jedoch nicht auf Kosten eines Flusses erfolgen, der bereits heute an seine Belastungsgrenze stößt.

Deshalb fordern wir:

  • Sofortiger Stopp der Rheinwasserentnahme für Hambach und Garzweiler sowie eine erneute Prüfung des Vorhabens unter Berücksichtigung der heutigen Klimarealität.
  • Vorrang für den Schutz des Rheins, seiner Ökosysteme, der Trinkwasserversorgung, der Landwirtschaft und der Schifffahrt.
  • Die ernsthafte Prüfung und bevorzugte Umsetzung von Rekultivierungskonzepten, die ohne eine großflächige Entnahme von Rheinwasser auskommen – beispielsweise durch eine stärkere Verfüllung mit geeigneten Erdmassen oder andere nachhaltige Lösungen.
  • Das Verursacherprinzip muss gelten: Die Folgen des jahrzehntelangen Braunkohleabbaus dürfen nicht auf die Allgemeinheit und den Rhein abgewälzt werden.
  • Sollte dennoch Rheinwasser entnommen werden, muss RWE hierfür ein angemessenes Wasserentnahmeentgelt zahlen. Diese Einnahmen sind vollständig für den Gewässer- und Naturschutz einzusetzen.

Unser Appell an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung muss ihre Verantwortung für kommende Generationen wahrnehmen. Sie darf nicht zulassen, dass in Zeiten historischer Niedrigwasserstände wertvolles Rheinwasser für die Folgekosten des Braunkohleabbaus verwendet wird. Der Schutz des Rheins muss Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen eines einzelnen Unternehmens haben.

Der Rhein ist keine Wasserreserve für die Fehler der Vergangenheit. Er ist unsere Lebensader. Sein Wasser ist ein Allgemeingut – und muss auch als solches geschützt werden.

Unterzeichnen Sie diese Petition und setzen Sie ein Zeichen für den Schutz des Rheins – bevor aus einem historischen Niedrigwasser ein dauerhaftes Problem wird.


Wir leben in der Klimakrise und spüren alle schon heute die Auswirkungen. Dürre, Hitzewellen und Waldbrände bestimmen die Nachrichten. Etliche Rekorde werden gebrochen. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen, welches ein Verursacher der Klimakrise ist und diese ua. mit der Braunkohlförderung immer weiter verschärft keine Verantwortung dafür tragen möchte.

RWE hat zig Milliarden mit dem Abbau verdient - immer unter der Bedingung, die Tagebaue später wieder zu rekultivieren. Dass nun mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen ein gigantischer Kanal gegraben wird (über 40km Länge), damit RWE Rheinwasser abzwacken kann (ohne dafür eine Gebühr zu zahlen!) ist ein gigantischer Skandal, nicht nur in Zeiten der historischen Niedrigwasserstände.

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