Die Geschichte Deutschlands liefert eine sehr lang anhaltende freundschaftliche Beziehung zu Türken und anderen Muslimen. Doch leider spaltet sich unsere Gesellschaft immer weiter und der Konflikt zwischen Deutschen sowie Christen einerseits und muslimischen Migranten andererseits nimmt zu. Rechte Parteien bekommen immer mehr Zulauf und werben mit Parolen wie „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“. Genau hier sollte mithilfe der über 300 Jahre alten deutsch-türkischen/muslimischen Beziehungen angesetzt werden, um so ein besseres Verhältnis zu schaffen, welches nicht von gegenseitigem Misstrauen und Unverständnis geprägt ist.

Für die meisten Menschen in Deutschland beginnt die deutsch-türkische Geschichte meist erst mit dem 1.Weltkrieg oder mit den Gastarbeitern. Doch die Beziehungen reichen sogar bis in das Jahr 1701 zurück, als Sultan Mustafa II. einen Diplomaten entsandte, um Friedrich I. zu seiner Thronbesteigung zu beglückwünschen. Und Friedrich Wilhelm I. errichtete sogar schon 1732 einen Gebetssaal für seine 20 muslimischen Gardesoldaten. Es gibt noch viele weitere Beziehungen im kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, militärischen und politischen Bereich.

Wenn dieses historische Verhältnis allgemein bekannt wäre, würden es Rechtsradikale viel schwerer haben, gegen muslimische Mitmenschen zu hetzen. Um dieses geschichtliche Wissen der Allgemeinheit zugänglich zu machen, würde sich der Geschichtsunterricht, hervorragend eignen. Denn in der Schule würde nicht nur jeder Schüler von diesen Beziehungen erfahren, sondern sich auch intensiv damit auseinandersetzen.

Für alle die sich genauer mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich meine auf YouTube hochgeladene Dokumentation „Über 300 Jahre deutsch-türkische/islamische Freundschaft, ein Einblick“ www.youtube.com/watch?v=0Hh-JCPJiJY

Razões

Es ist wichtig, dass wir den fortschreitenden Rassismus und die daraus resultierende Spaltung unserer Gesellschaft etwas entgegensetzen, um uns als Gesellschaft weiter zu entwickeln. Nur Verständnis, Austausch und Respekt führen uns in eine bessere Zukunft. Dagegen führen Unverständnis, Abgrenzung und Missachtung zu einem weiterführenden Ohnmachtsgefühl in dieser globalisierten Welt, in welcher sich der Einzelne immer unbedeutender fühlt. Deshalb bitte ich Sie Frau Yvonne Gebauer und das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalens, das Thema deutsch-türkische/muslimische Geschichte in den Geschichtsunterricht an allen Schulen des Landes aufzunehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sven Hadel De Marl
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