Sehr geehrte Damen und Herren,

wie so viele habe ich in den letzten Tagen die Diskussion um die Neubesetzung des Bundesvorsitzes unserer Partei, der SPD verfolgt. Ich kann das Gefühl der Ohnmacht vieler Mitglieder gegenüber denen, die in Berlin Entscheidungen treffen, ohne die Basis einzubeziehen, sehr gut nachvollziehen. Ich fordere einen Mitgliederentscheid für die Besetzung des Bundesvorsitzes. Basisdemokratie statt einsame Entscheidungen!

Das Amt der Bundesvorsitzenden der SPD ist von weitreichender Bedeutung für die gesamte Partei und das gesamte Land und darf nicht von einer kleinen Gruppe intern festgelegt werden. Ich finde, es sollte eine offene Diskussion um die Besetzung geben, jedes Mitglied muss die Möglichkeit haben, sich über Kandidatinnen und Kandidaten zu informieren und seine oder ihre Meinung dazu abzugeben. Eine Einzel-Kandidatur, die von Funktionsträgerinnen und -trägern beschlossen und ohne große Diskussion durchgewunken wird, kann kein Zeichen für einen Aufschwung oder einen Neuanfang sein. Sie wird nur das Ohnmachtsgefühl vieler bestätigen.

Ich werbe für eine Basiskandidatur und möchte den Mitgliedern wieder eine Stimme geben und sie an diesem Entscheidungsprozess ernsthaft beteiligen. Ich möchte der SPD eine Wahl ermöglichen. Das wäre ein erster Schritt, den Mitgliedern wieder das Gefühl zu geben, dass sie es sind, die die Stimmung und die Richtung der Partei bestimmen. Ein erster Schritt, die SPD wieder zu dem zu machen, was sie einst war: eine stolze Partei der sozialen Gerechtigkeit.

Ich habe mich daher entschlossen, mich für das Amt der Bundesvorsitzenden zu bewerben. Viele haben mich dazu ermutigt, andere haben mich auf das hingewiesen, was daraus folgen kann. All denen möchte ich an dieser Stelle noch einmal danken. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Schritt jetzt notwendig ist, denn mutige Politik braucht mutige Entscheidungen.

Begründung

Das aktuelle Vorgehen des Bundesvorstandes zur Nachbesetzung des Bundesvorsitzes bewegt seit Tagen die Mitglieder unserer Partei. Ich habe nun Tage lang darüber nachgedacht und mich entschieden, heute meine Kandidatur in Berlin anzukündigen. Ich kann der für morgen angekündigten Einsetzung von Andrea Nahles nicht tatenlos zuschauen und möchte, dass unsere Mitglieder bundesweit eine echte Wahl haben.

Ich habe dies dem Bundesvorstand heute mitgeteilt. Für meine Bewerbung möchte ich Unterstützungsunterschriften einholen und werde damit gleich morgen beginnen.

Lasst uns für eine Basiskandidatur werben. Jedes Mitglied muss die Möglichkeit haben, sich zu bewerben bzw. sich über die Kandidaten zu informieren und zu diskutieren. Ich würde mich sehr freuen, auch eure Unterstützung zu erhalten.

Simone Lange

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, SPD aus Flensburg
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Neuigkeiten

Pro

Die SPD-Spitze scheint eine in sich geschlossene Gruppe zu sein, die die Basis erst bemüht, wenn sie die Entscheidungen bereits getroffen haben. Die Basis als Stimmvieh, welche Ja zu sagen hat. Dies ist einer Partei, die sich demokratisch nennt, unwürdig. Zu einer Demokratie gehören auch faire, freie Wahlen. Daher sollte für die Wahl zum Bundesvorsitz jeder Wahlberechtigte auch die Möglichkeit bekommen, sich zwischen mehreren KanditatInnen entscheiden zu können.

Contra

Es wäre schön, wenn sich Frau Lange um den Job kümmern würde, den sie vor einem Jahr angenommen hat. Es gibt wahrlich genug Baustellen und Probleme in Flensburg; auch eine 95.000 Einwohner Stadt kann nicht "nebenbei" geleitet werden. Frau Lange sieht diese Stelle offensichtlich als Durchlauferhitzer für ihre Ambitionen auf höhere Weihen. Das hat unsere schöne Stadt nicht verdient!