Der Deutsche Berufsverband Operationstechnischer Assistenten (DBOTA) appelliert dringend an die Politik, insbesondere an das Bundesgesundheitsministerium, unseren etablierten Berufsstand staatlich anzuerkennen.

Wir fordern schnellstens das entsprechende Gesetzgebungsverfahren abzuschließen.

Für eine gesicherte bundeseinheitliche Ausbildungsqualität, für eine Finanzierung der Ausbildung nach § 17a des Krankenhausfinanzierungsgesetztes (www.gesetze-im-internet.de/khg/__17a.html) und eine staatliche Anerkennung der Berufe OTA und ATA.

Es ist ein Investment in Ihre und unsere Zukunft.

Einen Schritt weiter in Deutschlands hohen medizinischen Anspruch der Patientenversorgung!

Begründung

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Zahl der in Deutschland durchgeführten Operationen ist in den letzten Jahren rapide gestiegen. 2006 wurden rund 12,6 Millionen Operationen in deutschen Kliniken durchgeführt. 2013 waren es über 15,8 Millionen.

Klar ist: Wo mehr gearbeitet wird passieren auch mehr Fehler. Und wenn es um Ihre Gesundheit geht, möchten Sie sich doch nur in Hände von Spezialisten begeben? In den hochspeziellen und topmodernen deutschen Operationssälen werden täglich tausende Schicksale behandelt. Sie als Patient geben sich vertrauensvoll in unsere Hände und werden in die unbekannten Hallen des Operationsbereiches geführt.

Sie haben wirklich andere Sorgen, als sich auch noch darüber Gedanken zu machen, ob Sie ausreichend qualifiziert versorgt werden.

Dafür haben Sie uns! Die Operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten (OTA`s) sowie Anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten (ATAs)! Wir sind seit über 20 Jahren in Operationsabteilungen bzw. Anästhesieabteilungen sowie Endoskopieabteilungen, Notaufnahmen und Sterilgutversorgungsabteilungen (ZSVA) anzutreffen und sorgen mit unserer hohen Qualifizierung dafür, dass Ihre OP optimal vorbereitet wird und stets die hygienischen Anforderungen an Sterilität gewährleistet werden. Angefangen von Ihrer Einschleusung in die OP-Räumlichkeiten, bis hin zu den Geräten und der Materialvorbereitung. Außerdem sorgen wir dafür, dass Sie sicher und physiologisch gelagert werden, damit Sie ohne Lagerungsschäden den Operationssaal verlassen. Auch für die lückenlose Dokumentation Ihrer Operation, sowie die Verwaltung aller Kompressen und Tupfer ist bestens gesorgt. Damit Sie kein unerwünschtes Andenken mit nach Hause nehmen müssen! Nicht zu vergessen, die Königsdisziplin: Die sehr verantwortungsvolle Aufgabe des Instrumentierens Ihrer Operation bzw. die Assistenz während ihrer Narkose.

Wir haben während unserer Ausbildung die verschiedensten Operationen bzw. Anästhesieverfahren erlernt und diese verinnerlicht. Wir sind mit Ihrer Operationsmethode bestens vertraut. Wir geben als „rechte Hand“ des Chirurgen bzw. des Anästhesisten für jeden Schritt der Operation bzw. der Narkose immer die richtigen Instrumente. Auch wenn es mal kritisch wird und Unvorhergesehenes passiert, wissen wir genauestens was zu tun ist! Teamplayer, die gemeinsam mit den Operateuren für Ihre Gesundheit kämpfen! All dies macht unseren Beruf sehr verantwortungsvoll und wichtig. Deshalb verlangt es auch in Zukunft Spezialisten!

Fehler passieren immer wieder, aber leider an der falschen Stelle! Genau genommen waren es 2015 insgesamt 14.000 Behandlungsfehler deutschlandweit. Wobei 1.420 Fehler eindeutig in den heiligen OP-Hallen passierten. Das sind 4 Fehler pro Tag! Und was sagen Sie jetzt?? Durch den allgegenwärtigen Personalmangel werden immer mehr Hilfskräfte im OP beschäftigt. Durch die fehlende staatliche Anerkennung ist die Ausbildungen der OTA`s / ATA´s nicht einheitlich geregelt und die Vergütung ist auch nicht der Qualifizierung und der hohen Verantwortung entsprechend.

weitere Informationen zu den Berufen finden Sie unter:

www.dbota.de www.ota.de www.ata-info.de

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
Pro

Bundeseinheitliche Ausbildung

Contra

Es gibt eine staatlich anerkannte Möglichkeit. Gesundheits- und Krankenpflege ist ein staatlich anerkannter Beruf und qualifiziert genau für den gleichen Beruf. Niemand ist gezwungen eine nicht anerkannte Ausbildung zu absolvieren.