Transplantations- und nephrologische Versorgung für Kinder in Hannover muss besser werden!

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Grund der Sperrung

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Die Initiatorin bzw. der Initiator der Petition wurde von der openPetition-Redaktion auf den Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen aufmerksam gemacht und hatte fünf Tage Zeit, die Petition zu überarbeiten. Dies ist nicht erfolgt. Die Petition wurde deswegen gesperrt.

Text der Petition

Eine erfolgreiche Transplantation braucht eine ebenso verlässliche Nachsorge.

Mit dieser Petition setzen wir uns für konkrete Verbesserungen der kindernephrologischen Versorgung am KfH-Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche Hannover und an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein.

Transplantierte Kinder benötigen regelmäßige Kontrollen und häufig lebenslang immunsuppressive Medikamente. Diese schützen das transplantierte Organ vor Abstoßungsreaktionen, können jedoch erhebliche Nebenwirkungen und gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Auch dialysepflichtige Kinder sind dauerhaft auf spezialisierte nephrologische Betreuung angewiesen.

Medizinisch notwendige Kontrollen dürfen nicht an Öffnungszeiten, fehlenden Schnittstellen, unterschiedlichen Laborstrukturen oder unzureichenden personellen Kapazitäten scheitern.

Frühere, zeitgerechte Blutentnahmen
Im KfH-Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche Hannover werden Patientinnen und Patienten derzeit erst ab 9 Uhr einbestellt. Auch die Blutentnahmen beginnen erst ab 9 Uhr. Bei bestimmten Immunsuppressiva kann bei zweimal täglicher Einnahme eine Talspiegelbestimmung nach einem ärztlich festgelegten Zeitintervall – häufig etwa zwölf Stunden nach der vorherigen Medikamentengabe und vor der nächsten Einnahme – vorgesehen sein. Der medizinisch vorgegebene Zeitpunkt muss organisatorisch eingehalten werden können.
Eine erhebliche zeitliche Verschiebung kann die Vergleichbarkeit der Medikamentenspiegel erschweren. Bei der Immunsuppression ist eine verlässliche Grundlage für Therapieentscheidungen wichtig: Das transplantierte Organ muss ausreichend vor Abstoßung geschützt werden, gleichzeitig sollen Belastungen und mögliche Nebenwirkungen so gering wie medizinisch vertretbar bleiben.
Deshalb braucht es ein früheres Zeitfenster für medizinisch zeitgebundene Blutentnahmen. Wenn dies im KfH nicht möglich ist, müssen verbindliche Alternativen über Kinderarztpraxen, geeignete Labore, Kliniken, Ambulanzen oder spezialisierte Zentren ermöglicht werden.
Hochspezialisierte kindernephrologische Versorgung erfordert eine zuverlässige Zusammenarbeit. Laborwerte, Befunde und behandlungsrelevante Informationen müssen dort verfügbar sein, wo medizinische Entscheidungen getroffen werden. Dafür braucht es einen zuverlässigen, zeitnahen und datenschutzkonformen Austausch zwischen KfH und MHH.
Auch Kooperationen mit Kinderärztinnen und Kinderärzten,Ambulanzen,Praxen und spezialisierten Zentren sollten ausgebaut werden. Blutentnahmen sollten auch extern möglich sein,sofern dies nach verbindlichen Vorgaben des behandelnden Zentrums erfolgt.
Laborstrukturen besser abstimmen
KfH und MHH nutzen unterschiedliche Laborstrukturen. Bei nierentransplantierten und dialysepflichtigen Kindern werden Laborwerte regelmäßig und über lange Zeiträume kontrolliert.
Die Ergebnisse müssen für die behandelnden Teams verfügbar, nachvollziehbar und medizinisch einzuordnen sein. Unterschiede bei Messmethoden, Referenzbereichen oder Untersuchungsbedingungen müssen transparent sein und bei der Beurteilung des Verlaufs berücksichtigt werden.
Für die Behandlung eines Kindes darf es keine entscheidende Rolle spielen, ob eine Untersuchung über KfH oder MHH veranlasst wurde. Notwendig ist eine möglichst durchgängige medizinische Datengrundlage–mit Transparenz auch für die Familien.
Die Versorgung nierentransplantierter und dialysepflichtiger Kinder ist hochspezialisiert. Betroffene Familien erleben lange Wartezeiten und belastende ärztliche Strukturen.
Personelle Kapazitäten müssen am tatsächlichen Versorgungsbedarf ausgerichtet werden. Wo Fachpersonal fehlt, müssen zusätzliche qualifizierte Ärztinnen und Ärzte sowie spezialisierte Fachkräfte gewonnen und langfristig gebunden werden.
Unsere konkreten Anliegen
Wir möchten erreichen:

  • frühere Blutentnahmen bei medizinisch zeitgebundenen Kontrollen,
  • verbindliche alternative Blutentnahmemöglichkeiten,
  • bessere Kooperationen mit Kinderarztpraxen, Laboren, Ambulanzen, Kliniken und spezialisierten Zentren,
  • eine deutlich bessere Abstimmung zwischen KfH und MHH,
  • einen zuverlässigen und datenschutzkonformen Austausch von Laborwerten, Befunden und medizinischen Daten,
  • besser abgestimmte und nachvollziehbare Laborstrukturen,
  • ausreichend qualifiziertes kindernephrologisches Fachpersonal,
  • bessere und gleichberechtigte Versorgung der dialysepflichtigen Kinder
  • eine Organisation der Kontrolltermine, die vermeidbare schulische Fehlzeiten reduziert.

Transplantierte Kinder sind nach einer erfolgreichen Transplantation nicht einfach „gesund“. Sie bleiben häufig lebenslang auf spezialisierte Betreuung, regelmäßige Untersuchungen und Immunsuppression angewiesen. Die Folgen der Transplantation und mögliche Nebenwirkungen der notwendigen Medikamente begleiten sie bis ins Erwachsenenalter und darüber hinaus. Deshalb erwarten wir, dass KfH, MHH und die gesundheitspolitisch Verantwortlichen die bestehenden Strukturen gemeinsam überprüfen und konkrete Verbesserungen umsetzen.


Eine Organtransplantation ist für ein Kind nicht das Ende einer Behandlung, sondern der Beginn einer neuen, häufig lebenslangen medizinischen Realität.
Nierentransplantierte Kinder bleiben dauerhaft auf spezialisierte Nachsorge, regelmäßige Blutkontrollen und immunsuppressive Medikamente angewiesen. Diese Medikamente sind lebensnotwendig, weil sie das transplantierte Organ vor einer Abstoßungsreaktion schützen. Gleichzeitig können sie erhebliche Nebenwirkungen und gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Die Therapie muss deshalb sorgfältig überwacht und individuell eingestellt werden.
Auch dialysepflichtige Kinder benötigen eine kontinuierliche und hochspezialisierte nephrologische Versorgung. Für diese Kinder und ihre Familien ist das Gesundheitssystem nicht nur in akuten Krankheitsphasen wichtig – es ist über Jahre hinweg ein fester Bestandteil ihres Lebens.
Gerade deshalb müssen medizinische und organisatorische Abläufe zuverlässig ineinandergreifen.
Bei der Kontrolle bestimmter Immunsuppressiva kann der Zeitpunkt einer Blutentnahme für die Beurteilung des Medikamentenspiegels von Bedeutung sein. Wenn medizinische Vorgaben aufgrund organisatorischer Abläufe nicht zuverlässig eingehalten werden können, entsteht ein vermeidbares Problem. Die Organisation der Versorgung sollte sich deshalb dort, wo es medizinisch erforderlich ist, an den Bedürfnissen der Therapie orientieren – und nicht umgekehrt.
Hinzu kommt, dass nierentransplantierte und dialysepflichtige Kinder häufig von mehreren Einrichtungen, Fachbereichen und Laboren gleichzeitig betreut werden. Eine solche Versorgung kann nur funktionieren, wenn Informationen zuverlässig zwischen den Beteiligten fließen. Fehlende Schnittstellen und nicht unmittelbar verfügbare Befunde führen zu zusätzlichem organisatorischem Aufwand und belasten Familien, die ohnehin mit einer schweren chronischen Erkrankung ihres Kindes umgehen müssen.

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