Wir, die Initiative Bilk pro Bunker, sind für den Erhalt des Bunkers, weil:

• Kulturraum, wie ihn der Bunker mit seiner riesigen Nutzfläche darstellen könnte, in Bilk sowieso schon dünn gesät ist.

• Ein Abriss eine Katastrophe wäre - für die Anwohner , die in weitem Unfeld über Monate starken Belästigungen durch Lärm, Verkehr und Feinstaub ausgesetzt sein werden - für die Nutzer der Einrichtungen im Hof (u. a. Kindertagesstätte, Musikschule), für die sich, neben den schon geschilderten Faktoren, erhebliche Fragen zur Sicherheit bei der unumgänglichen täglichen Passage ( deutlich über 500 Passanten) DURCH die Baustelle stellen werden, weil dies der einzige Zugang ist - für das städtische, denkmalgeschützte Schulgebäude hinter dem Bunker, welches vor nicht langer Zeit aufwendig saniert wurde, eben um es einer sozialen und kulturellen Nutzung zuzuführen. - für die Nachbarhäuser, die Schaden nehmen werden, und die benachbarten Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe, deren Fortbestand im Extremfall in Frage gestellt sein könnte.

• Der Schutzraum ein schützenswertes Mahnmal ist, das uns an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und den Irrsinn des Kalten Kriegs erinnert.

• Das beeindruckende Bild auf dem Bunker mit dem Titel „Zeitreisende“ (1995) von einer internationalen Künstlergruppe gestaltet worden ist und das fragile Zusammenleben verschiedener Kulturen in einer gemeinsamen Welt symbolisiert.

• Dem Stadtteil und dem Großteil seiner Bewohner mit weiterem Luxuswohnraum und einer Gentrifizierung nicht gedient ist.

Wir wollen uns mit allen Beteiligten an einen Tisch setzen, um gemeinsam eine für den Stadtteil ideale Lösung zu finden, die auch der Investor mittragen kann. Wir appellieren an den Investor, andere, stadtteilfreundliche Möglichkeiten zu überdenken und seinen Bunker zu einem beliebten Kleinod des Viertels zu machen. Und wir bitten die Stadt Düsseldorf sich ihrer, in diesem Falle besonders großen, Verantwortung bewusst zu sein und ihr Eigentum (Schulgebäude) und das Wohl der Bürger, die die Einrichtungen im Hof nutzen und lieben, zu schützen.

Begründung

Uns ist bewusst, dass jeder mit seinem Eigentum machen können soll, was immer er möchte. Uns ist auch bewusst, dass Düsseldorf, auch Bilk, weiteren Wohnraum brauchen kann. Aber wir finden, dass das in einem gesunden Verhältnis zum vorhandenen Umfeld und dem Maß an Beeinträchtigung der Lebensqualität der Menschen dort stehen muss. Es ist ja nicht so, dass hier jemand sein Elternhaus sanieren oder erneuern möchte, sondern es wurde eine Investition vorgenommen, um damit Profit zu machen. Wenn dies geschah, ohne vorher darüber nachzudenken, ob und wie viele Menschen, ja möglicherweise Schicksale, davon betroffen sein könnten, dann ist jetzt noch die Gelegenheit dies zu korrigieren. 18 Wohneinheiten, die vermutlich für nur für wenige erschwinglich sein dürften, wiegen unserer Meinung nach nicht die Nachteile für den Stadtteil auf.

Durch die vor fast 20 Jahren mit viel Aufsehen erfolgte bedeutungsträchtige Gestaltung der Fassade durch Farbfieber e.V. und durch seine besondere Geschichte ist der Bunker faktisch schon zum Denkmal geworden, auch wenn er bisher noch nicht unter Schutz steht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Liebe UnterzeichnerInnen der Petition,
    wie die Bürgerinitiative Bilk-pro-Bunker erst vor kurzem erfuhr, ist der Bilker Bunker bereits am 10.10.2014 in die Denkmalliste der Stadt Düsseldorf eingetragen und die Eintragung bereits rechtskräftig.
    Das ist ein großer und höchst erfreulicher Erfolg!
    Ein Abriss des Bunkers wird damit zwar immer unwahrscheinlicher, aber die Initiative arbeitet weiter daran, den Bunker einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

    Wir danken allen, die uns bisher unterstützt haben!

    b-p-b

  • Liebe UnterzeichnerInnen unserer Petition zum Erhalt des Bilker Bunkers,

    da sich der Vorgang immer weiter hinzieht möchten wir, die Bürgerinitiative Bilk pro Bunker, nun einen kurzen Bericht zum Stand der Dinge geben.
    Nachdem die Zeichnungsfrist hier beendet war, haben wir Kontakt mit dem Investor und dem OB Düsseldorf's hergestellt um die Listen zu übergeben. Von beiden gab es zunächst keine Reaktion. Der Emscher Wohnen GmbH wurde die Petition dann online zugestellt - wieder keinerlei Reaktion.
    Das wollten wir bei der Stadt Düsseldorf nicht auch so hinnehmen und drängten weiter auf einen Termin mit dem OB zur Übergabe der Listen. Sein Büro versuchte uns abzuwimmeln und verwies auf die Verwaltung. Der OB selbst tat so, als ginge ihn das alles nichts an und verpasste die Chance, seine "Bürgernähe" im inzwischen laufenden Wahlkampf zu zeigen. Er nahm die Einladung zum Gespräch vor Ort nicht nur nicht an, sondern ignorierte sie und latschte stattdessen im Wahlkampf von Fettnapf zu Fettnapf. Die Quittung erhielt er in Form seiner Abwahl.
    Währenddessen planten wir eine medienwirsame Aktion zur Übergabe an die Stadt ohne Terminzusage des OB's, die aber einmal aus organisatorischen Gründen verschoben werden musste und die wir dann, da sich die Abwahl des OB's abzeichnete, aufschoben, bis klare politische Verhältnisse herrschen. Diese haben wir nun in Form eines neuen OB und wir sind dabei, den Kontakt zu ihm her zu stellen.

    Gleichzeitig entwickelte sich die Situation an einer zweiten Front durchaus günstig für uns und den Erhalt des Bunkers. Ein der Initiative angeschlossener Historiker beantragte den Denkmalschutz des Bunkers. Der LVR erstellte ein Gutachten und und empfahl, den Bunker unter Schutz zu stellen. Die Verwaltung legte die Bearbeitung des Abrissantrages auf Eis bis die endgültige Entscheidung hierüber getroffen ist. Dieser Vorgang läuft noch und wird wahrscheinlich noch dauern, da der Investor sich vermutlich wehren wird. Das kann dauern.

    In der Zeit seit Beendigung der Online-Zeichnungsfrist bis jetzt, sammelten wir bei diversen Aktionen weiter Unterschriften auf der Straße und in Läden und Gaststätten in der Umgebung des Bunkers.

    Auf unserer Homepage www.bilk-pro-bunker.de kann man sich jederzeit einen Überblick über den aktuellen Stand verschaffen und die zahlreichen Presseberichte lesen.
    Das interessante Video zur Entstehung des Bunkers und ein Interview mit einer 90-jährigen Zeitzeugin ist ebenfalls dort zu sehen.

    Wir danken ganz herzlich allen, die hier die Online-Petition gezeichnet haben, für Ihre Unterstützung!

    Wir kämpfen weiter!

    Peter Schulz (im Namen der Bürgerinitiative Bilk pro Bunker)

  • Da eine persönliche Übergabe der Petition an die Emscher Wohnen GmbH nicht möglich war, ist die Petition nun online zugestellt worden.
    Bei der Stadt Düsseldorf hoffen wir noch auf eine persönliche Übergabe an den Oberbürgermeister.

Pro

Es gibt genug Luxuswohnungen in Düsseldorf, bezahlbarer Wohnraum fehlt an allen Ecken. Es sollte lieber mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen anstatt teurer Luxuswohnungen mit 4.000 EUR pro qm (?)

Contra

Noch kein CONTRA Argument.