Julia Greb
Aufruf an alle Geschäftsleute und Anwohner der Lauterbacher Altstadt: Jetzt handeln – für ein Böllerverbot in Lauterbach und den Umlandgemeinden
Am Abend des 29. Juli 2026 wurde die Lauterbacher Altstadt von einem verheerenden Großbrand erschüttert. Ein Feuer, das in einem Restaurant am Marktplatz ausbrach, griff binnen kürzester Zeit auf drei weitere historische Fachwerkhäuser über. Rund 300 Einsatzkräfte aus dem gesamten Vogelsbergkreis kämpften stundenlang gegen die Flammen – unterstützt durch drei Drehleitern aus benachbarten Landkreisen. Mehrere Dachstühle stürzten ein, ein Innenangriff war streckenweise nicht mehr möglich. Fünf Menschen wurden durch Rauchgase verletzt, 31 Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen, mehrere Gebäude sind bis auf Weiteres unbewohnbar. Der Sachschaden wird von der Feuerwehr auf mindestens fünf Millionen Euro geschätzt.
Die Ursache dieses konkreten Brandes ist noch nicht abschließend geklärt. Doch das Ausmaß der Katastrophe macht auf erschreckende Weise deutlich, wie verletzlich unsere historische Altstadt ist: Die jahrhundertealten Fachwerkhäuser entlang der Deutschen Fachwerkstraße, dicht an dicht gebaut, mit engen Gassen und historischer Bausubstanz, bieten Feuer im Ernstfall optimale Bedingungen, sich in Minuten von einem Gebäude auf mehrere auszubreiten. Was hier durch eine Ursache im Inneren eines einzelnen Gebäudes geschah, kann durch einen einzigen unsachgemäß gezündeten Böller von außen ebenso ausgelöst werden – mit denselben verheerenden Folgen.
Ich selber wohne nicht unweit der betroffenen Häuser und hatte Glück, dass der Brand sich dank unserer Helden von der Feuerwehr (!!!) nicht bis zu meiner Wohnung ausgebreitet hat