Volksvertreter Dirk Hasenfuss

Stellungnahme zur Petition Mehr IGS Plätze jetzt im Kreis Mainz-Bingen – Bildung darf kein Glücksspiel sein!

FWG, zuletzt bearbeitet am 07.02.2026

Fraktionsbeschluss, veröffentlicht von Sybille Vogt. Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion FWG

Ich stimme zu / überwiegend zu.

Wenn auch der Entwurf des Schulentwicklungsplans im Laufe unserer Beratungen in seinen Empfehlungen angepasst wurde, so beschreibt ein Satz daraus unsere Situation:
„Die Schwäche der Realschule+ und die Begrenzung der Integrierten Gesamtschulen in RLP führen zu der Stärke der Gymnasien.“
Zum Schuljahr 2025/2026 sind insgesamt 2.461 Schülerinnen und Schülern an unseren Schulen angemeldet worden.
Davon fanden 452 an den bestehenden vier IGS im Landkreis einen Platz, 411 Schülerinnen und Schüler wurden abgelehnt.
1.224 wurden an den Gymnasien angemeldet. (also nahezu die Hälfte)
An RS+ wurden 402 Kinder angemeldet.
Im vorhergehenden Schuljahr wurden noch 444 Kinder an RS+ angemeldet, obgleich es insgesamt 2.184 also 277 Schüler weniger gab.
Demnach sind die Anmeldezahlen an RS+ um 42 Kinder auf 402 Schülerinnen und Schüler gesunken.
Diese Zahlen unterstreichen die Aussage des SEP und spiegeln den Elternwillen wider, der einen ungebrochenen Run auf die Gymnasien und eine Ignoranz gegenüber den RS+ ausdrückt.
Folgerichtig wurde im Kreistag am 30.01.2026 die Konsequenz aus den vorliegenden Zahlen beschlossen:
1. Wird ein neues Gymnasium in Stadecken-Elsheim zur Entlastung der Überbelegung der Gymnasien in Ingelheim und Nieder-Olm führen.
2. Wird die Einrichtung einer neuen IGS an einem klug gewählten Ort zumindest einen Teil der Ablehnungen auffangen.
Für die FWG ist auch eine dritte Maßnahme nötig:
Die Attraktivierung und Stärkung der RS+.
Einige unserer RS+ haben eine gute Auslastung, andere hingehen schwächeln.
Als Schulträger sind wir nur für die Hülle verantwortlich, das Innere, also Bildung und Pädagogik sind Ländersache. Daher appellieren wir an das Land, die im Schuljahr 2013/2014 eingeführten RS+ wieder mehr in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.
Anders als in anderen Bundesländern steht der Elternwille bei der Schulauswahl bei uns an erster Stelle. Eine größere Gewichtung der Schulempfehlung der Grundschulen, Informationen über bestehende Beratungsangebote und v.m. können dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche unangenehme, ja frustrierende Schulbesuche und Schulwechsel erspart bleiben.
Diese Petition kann ich unterstützen, die Schulentwicklungsplanung an sich ist aber vielschichtiger. Planungen sollen auch nicht an Kreisgrenzen enden, sondern darüber hinaus gedacht werden. Neue Schulstandorte sollen so gewählt werden, dass sie einen großen Einzugsradius haben und bestehende Schulen nicht gefährden. Das spiegeln auch die Pendlerbewegungen wider, die im SEP aufgezeigt sind.

Stellungnahme zur Petition Schulen für alle: Wir brauchen eine neue IGS und ein weiteres Gymnasium für Ingelheim & Nieder-Olm

FWG, zuletzt bearbeitet am 12.07.2025

Fraktionsbeschluss, veröffentlicht von Sybille Vogt. Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion FWG

Ich stimme zu / überwiegend zu.

Auszug aus dem derzeitigen Wahlprogramm der FWG Kreistagsfraktion Mainz-Bingen "Die Ausstattung unserer kreiseigenen Schulen ist auf einem hohen Niveau, das wir erhalten und weiter ausbauen wollen. Die Aktualisierung des Schulentwicklungsplanes muss kurzfristig erfolgen. Unsere Gymnasien in Ingelheim und Nieder-Olm stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Der zunehmenden Vielzügigkeit müssen wir durch den Bau einer weiteren Schule begegnen." Der aktualisierte Schulentwicklungsplan wird nach unserem Kenntnisstand den Gremien nach der Sommerpause vorgelegt. Wir halten eine Betrachtung der Bedarfe über die Kreisgrenzen hinaus für unerlässlich, die Schulentwicklung des Landkreises soll auch mit der Stadt Mainz und den benachbarten Landkreisen abgestimmt werden. Ob dies nun zum Neubau einer IGS, eines weiteren Gymnasiums oder einer Realschule Plus führt, ist sorgsam abzuwägen.
Sybille Vogt, stellv. Fraktionssprecherin der FWG-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen

Dirk Hasenfuss
Partei:
Fraktion: FWG
Neuwahl: 2024
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