representative Matthias Hennig

Stadtverordnetenversammlung in Oranienburg - Resigned

    Opinion on the petition Eigene Küche für Schulen und Kita in Oranienburg

    SPD last modified: 10 Mar 2017

    I agree / agree mostly.
    ✓   I am in favor of a public hearing in the Technical Committee.
    ✓   I support a public hearing in the parliament/plenum.

    Reason:

    Als Vater von 4 Kindern liegt mir dieses Thema sehr am Herzen. Das Thema ist aber so vielschichtig, dass es keine einfachen Antworten geben wird.

    Die grundsätzliche Entscheidung darüber ob die Stadt Oranienburg einen eigenen Küchenbetrieb aufbauen soll oder nicht, wird von den Stadtverordneten getroffen. Und diese Entscheidung ist schwer. Bereits jetzt werden erhebliche Mittel in den Zuschuss für das Essen gegeben. Für mich sind entscheidende Fragen:

    Welche Ausrichtung soll unser Essenskonzept haben? Saisonal? Regional? Bio? Vegan?

    Was wird der Aufbau (Anschubfinanzierung) der Küche/Küchen kosten?

    Welche Größe sollen unsere Küchen haben?

    Was werden wir als Stadt dann Jahr für Jahr an Mehrkosten im Vergleich zum Status Quo haben?

    Welche Gegenfinanzierung ist möglich? Welche andere Ausgaben können dann nicht getätigt werden?

    Welche Möglichkeiten der Kofinanzierung gibt es?

    In den letzten Jahren habe ich gelegentlich das Essen in den Einrichtungen abgeholt und die Kinder haben zu Hause gegessen. Geschätzt war das ca. 50 Mal der Fall. Und ja es war das ein oder andere Mal nicht wirklich lecker, aber es war jedes Mal genießbar. Kein Unternehmen kocht mit Absicht schlecht oder verwendet verdorbene Zutaten.

    In Großküchen ist es nicht leicht alle Komponenten gut hinzubekommen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, da ich als Jugendlicher in einer Großküche ausgeholfen hatte. Diese Küche hatte damals auch Schulen beliefert. (ca. 500 Portionen) Als Stadt haben wir dann auch die Herausforderung täglich ca. 2500 Portionen zu kochen.

    Auch wenn wir als Stadt selbst kochen, sind gewisse Dinge nicht auszuschließen. Kinder sind Kinder und es gibt immer einen Teil, der das Essen nicht mag. Das ist auch zu Hause so.
    Wenn ich das hier so schreibe, merke ich, dass ich natürlich grundsätzlich „fast“ alles für unsere Kinder ermöglichen, aber doch noch viele Fragen geklärt haben möchte.

    Dieses kurze Statement stellt meine persönliche aktuelle Meinung da und ist sicher noch nicht abschließend.

    Wenn wir diesen großen Schritt als Stadt gehen, dann mit ganzem Einsatz und mit einer tragfähigen Ernährungs- und Finanzstrategie.

    Ein herzlicher Dank geht an alle engagierten Bürger, welche dieses wichtige Thema in den Fokus gerückt haben.

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