Volksvertreter Rolf Apfeld
Stellungnahme zur Petition Gleichstellungsarbeit in Glückstadt muss wieder hauptamtlich werden!
zuletzt bearbeitet am 12.01.2026
Als Bürgermeister und Mitbürger dieser Stadt vertrete ich eine persönliche Meinung, zu der ich mich klar für eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte bekenne.
Eine kommunale Selbstverwaltung hat nicht nur den Selbstzweck eng gefasst, Verwaltungsaufgaben zu erledigen. Es gibt auch einen gesellschaftlichen Auftrag, wie hier die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung (Art 3 (2) Satz 1 und 2) zu fördern. Leider bedeutet es nicht, weil es im Grundgesetz steht, dass die Gleichstellung funktioniert. Daher sehe ich den Auftrag nicht nur im Rahmen einer kommunalen Gleichstellung intern zu wirken, sondern auch nach außen.
Wir haben noch viele gesellschaftliche Gruppen, die diese Gleichrangigkeit der Geschlechter nicht sehen. Sie bewegen sich in patriarchalen Strukturen und Werten. Diese spiegeln sich nicht nur durch die vielen Gewalttaten gegen Frauen wider, sondern auch in den vielen kleinen täglichen Benachteiligungen. Nur durch ein andauerndes Aufklären, diskutieren und einfordern verändern wir etwas. Daher habe ich keine Angst vor der Gleichstellung, da sie auch uns Männern Vorteile bringt. Wir können gleichfalls überholte Rollen hinterfragen und ablegen. Wenn wir etwas bewegen wollen, dann müssen wir hier auch handeln. Der Auftrag ist an sich schon schwer genug, das sollten wir auch mit einer hauptamtlichen Beschäftigung fördern.
| Rolf Apfeld | |
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| Partei: | |
| Neuwahl: | 2023 |
| Funktion: | Bürgermeister |
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