Die finale Phase unserer selbstorganisierten bundesweiten Volksabstimmung 2026 hat begonnen. Wer sein Benutzerkonto verifiziert und einen Wahlschein gespeichert hat, kann ab sofort den digitalen Stimmzettel ausfüllen und über vier politische Fragen abstimmen. Bis zum 28. Oktober 2026 ist die Stimmabgabe möglich, das Ergebnis veröffentlichen wir Ende des Monats.
So funktioniert die Stimmabgabe
Der Weg zum Stimmzettel ist kurz. Wer abstimmen möchte, ruft die Abstimmungsseite auf, lädt den zuvor gespeicherten Wahlschein hoch und gibt seine Stimme ab. Der Wahlschein, der in der Vorbereitungsphase auf dem eigenen Gerät erstellt wurde, stellt sicher, dass jede verifizierte Person genau einmal abstimmt, ohne dass die Stimme einer Person zugeordnet werden kann.
Wichtig: Ohne Wahlschein ist eine Teilnahme nicht mehr möglich. Wer ihn verloren hat, kann in diesem Jahr leider nicht mehr mitbestimmen. Wie Sicherheits-Schlüssel und Wahlschein zusammenspielen, haben wir in einem eigenen Beitrag erklärt.
Noch unsicher? Das Abstimmungsheft hilft!
Nicht jedes der vier Themen ist auf den ersten Blick leicht zu überblicken. Deshalb haben openPetition und ABSTIMMUNG21 ein Abstimmungsheft zusammengestellt. Es fasst zu jeder Frage die wichtigsten Hintergründe zusammen und stellt die zentralen Pro- und Kontra-Argumente gegenüber. So lässt sich jede Position in Ruhe prüfen, bevor das Kreuz gesetzt wird.
📖 Abstimmungsheft ansehen (PDF)
Diese vier Fragen stehen zur Abstimmung
Bis zum 28.10.2026 kann über folgende Fragen entschieden werden:
- Stimmen Sie dafür, dass beim Bundesverfassungsgericht ein Antrag auf Prüfung eines Parteiverbots der „Alternative für Deutschland“ (AfD) gestellt wird?
- Stimmen Sie dafür, dass die steuerlichen Vergünstigungen der Aktivrente auch für Selbstständige gelten?
- Stimmen Sie dafür, dass das Sozialversicherungssystem gemäß der in der Vorlage angegebenen Regelungen grundlegend umgebaut wird?
- Stimmen Sie dafür, dass Menschen im Asylverfahren und mit Duldung grundsätzlich arbeiten dürfen?
Bei jeder Frage gibt es drei Möglichkeiten: „Ja“, „Nein“ und „Enthaltung“. Niemand muss sich bei allen Themen festlegen. Wer bei einer Frage unentschieden ist, kann sich enthalten und trotzdem bei den anderen mitbestimmen.
Warum jede Stimme zählt – auch ein Nein
Rechtlich bindend ist das Ergebnis unserer selbstorganisierten Volksabstimmung nicht. Ihr politisches Gewicht wächst aber mit jeder abgegebenen Stimme und mit der Vielfalt der Menschen, die sich beteiligen. Je mehr Menschen aus unterschiedlichen Regionen, Altersgruppen und Lebenslagen mitmachen, desto aussagekräftiger wird das Bild.
Dabei ist ein „Nein“ genauso wertvoll wie ein „Ja“. Beides ist eine klare Meinungsäußerung. Erst wenn Zustimmung und Ablehnung sichtbar werden, zeigt sich, wo die Politik nachbessern muss und wo sie mit einer Mehrheit der Bevölkerung übereinstimmt.
Die Online-Volksabstimmung ist zugleich ein praktischer Beweis: Sichere, nachvollziehbare digitale Abstimmungen sind in Deutschland möglich. Jede abgegebene Stimme trägt dazu bei, das zu zeigen.
Ergebnis der bundesweiten Volksabstimmung 2026
Am 30. Oktober veröffentlichen wir das Ergebnis auf unseren Webseiten und informieren alle Teilnehmenden per E-Mail. Danke an alle, die dabei sind und gemeinsam mit uns zeigen, dass Volksabstimmungen auch in Deutschland funktionieren!