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7. März 2014

Delitzscher behalten ihre Post

Seit über 100 Jahren beherbergte das alte rote Klinkergebäude in der historischen Altstadt der sächsischen Stadt Delitzsch die Postfiliale des Ortes. Sie gehört für viele Delitzscher nicht nur als historisches Gebäude zum Stadtkern. Das Postamt ist für sie der Inbegriff einer lebendigen Innenstadt: Briefe, Pakete, Einschreiben und zuletzt auch die Kontoführung am selben Ort machten das Postamt auch zum sozialen Mittelpunkt der Stadt.

Dann beschloss jedoch die Deutsche Post Ende 2013 die geschichtsträchtige Filiale zu schließen. Das wollten die Delitzscher nicht stillschweigend hinnehmen.

Wir sind Rentner, nicht mehr die Jüngsten, Man hat uns in unserer Nähe schon die Briefkästen genommen. Wenn wir Post z.B. ins Ausland versendet haben, wo wir nicht genau wußten, was es kostet u.wie die Sache läuft, war die Post stets unser Ansprechpartner, nun soll auch die noch weg. Wir stellen uns die Frage: was zählt noch – außer Geld?
(Renate Meyer, Unterzeichnerin aus Delitzsch)

Mit der Petition „Erhalt des Delitzscher Postamtes“  konnte der SPD-Ortsverein 6.405 Unterschriften sammeln – online, in den Straßen der Stadt, in den Läden ansässiger Einzelhändler sowie per Post. Damit beteiligte sich fast jeder vierte Delitzscher an der Aktion. Das konnte die Post schließlich nicht länger ignorieren. Das Unternehmen revidierte seine Entscheidung und beschloss, die Filiale nach einer kurzen Umbauphase wiederzueröffnen.

 


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