Wer sein Benutzerkonto auf openPetition bereits verifiziert hat, braucht bis zur Online-Volksabstimmung im Herbst 2026 nur noch zwei Dinge: einen Sicherheits-Schlüssel und einen Wahlschein. Erst damit ist die Stimmabgabe zu den vier politischen Fragen möglich. Beides lässt sich jetzt in wenigen Klicks anlegen – wir erklären, wie es funktioniert und warum Online-Abstimmungen in Deutschland damit sicher sind.
Über diese vier Fragen wird abgestimmt
Zu jeder der vier Fragen ist im Herbst ein „Ja“, ein „Nein“ oder eine Enthaltung möglich:
- Stimmen Sie dafür, dass beim Bundesverfassungsgericht ein Antrag auf Prüfung eines Parteiverbots der „Alternative für Deutschland“ (AfD) gestellt wird?
- Stimmen Sie dafür, dass die steuerlichen Vergünstigungen der Aktivrente auch für Selbstständige gelten?
- Stimmen Sie dafür, dass das Sozialversicherungssystem gemäß der in der Vorlage angegebenen Regelungen grundlegend umgebaut wird?
- Stimmen Sie dafür, dass Menschen im Asylverfahren und mit Duldung grundsätzlich arbeiten dürfen?
Ausgewählt wurden diese Fragen in einem öffentlichen Themenvoting auf openPetition und bei unserer Schwesterorganisation ABSTIMMUNG21. Zwei der Fragen werden zurzeit besonders kontrovers diskutiert: Bei der Prüfung eines AfD-Verbots und beim Umgang mit Geflüchteten gehen die Meinungen in Politik, Medien und in vielen Familien auseinander. Genau solche Fragen gehören auf den Stimmzettel, weil sie viele Menschen bewegen.
Warum jede Stimme zählt
Anders als bei einer Petition lässt sich hier zu jeder einzelnen Frage getrennt Stellung beziehen. Auch ein „Nein“ ist eine klare Meinungsäußerung, ebenso eine bewusste Enthaltung. Unsere Volksabstimmung lebt davon, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Ansichten teilnehmen. Erst dann zeigt ein Ergebnis wirklich, wie eine Frage in der Gesellschaft steht.
So gelingt die Vorbereitung
Damit die Stimme im Herbst zählt, sind vorab zwei Schritte nötig. Der Sicherheits-Schlüssel und der Wahlschein lassen sich mit wenigen Klicks erstellen. Wichtig ist, beides anschließend sicher abzuspeichern, denn nur mit Wahlschein ist die spätere Online-Abstimmung möglich.
Wer die Abstimmung vorbereiten möchte, kann Sicherheits-Schlüssel und Wahlschein hier anlegen:
Am reibungslosesten klappt das Anlegen mit einem herkömmlichen Browser wie Firefox, Chrome, oder Safari. Wer stattdessen Ecosia, DuckDuckGo oder einen ähnlichen Browser nutzt, muss beim Herunterladen des Wahlscheins manchmal einen kleinen Zwischenschritt beachten. Wie das funktioniert, ist in den FAQ Schritt für Schritt erklärt.
Auch bei anderen Fragen oder technischen Schwierigkeiten helfen die Antworten in den FAQ weiter.
Der Zeitplan im Überblick
- Bis 29. September 2026: Sicherheits-Schlüssel und Wahlschein erstellen
- 1. bis 28. Oktober 2026: Online abstimmen
- 30. Oktober 2026: Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses
Warum Vorbereitung und Abstimmung zeitlich getrennt sind
Zwischen den einzelnen Schritten liegen bewusst ein paar Tage. Der Grund dafür ist die Sicherheit. Nur mit diesem zeitlichen Abstand können wir technisch zuverlässig gewährleisten, dass die Abstimmung allen fünf Grundsätzen einer demokratischen Wahl gerecht wird. Eine Wahl soll allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sein.
Am stärksten wirkt der Abstand auf den letzten dieser Grundsätze: das Wahlgeheimnis. Es sorgt dafür, dass niemand nachvollziehen kann, wie eine einzelne Person abgestimmt hat. Weil der anonyme Wahlschein und die spätere Stimme in getrennten Phasen entstehen, lassen sie sich hinterher nicht mehr einander zuordnen. So bleibt geheim, was geheim bleiben muss. Und das Ergebnis ist am Ende trotzdem für alle nachprüfbar.
Gemeinsam Demokratie ausprobieren
Eine bundesweite Volksabstimmung ist im deutschen Recht bislang nicht vorgesehen. Umso wichtiger ist dieses Experiment, das wir bei openPetition gemeinsam mit ABSTIMMUNG21 vorantreiben. Wer sich jetzt einen Sicherheits-Schlüssel und einen Wahlschein anlegt, ist im Herbst bereit und hilft mit zu erfahren, ob bundesweite Volksabstimmungen auch in Deutschland funktionieren.