Petition richtet sich an:
Apple
Apple soll den iCloud Speicher endlich komplett sicher Ende-zu-Ende verschlüsseln damit (staatliche) Überwachung privater Daten nicht länger möglich ist!
Begründung
Der lokale Speicher von neueren iPhones gilt als hervorragend gesichert. Das zeigen auch verschiedene Fälle, bei denen selbst das FBI nicht auf Daten aus den Geräten von Verbrechern zugreifen konnte.
Die iCloud stellt dazu allerdings eine Art Hintertür dar. Denn die Daten in der iCloud werden zwar verschlüsselt gespeichert – Apple kann sie aber entschlüsseln und zum Beispiel an Strafermittler weitergeben. Ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung für die iCloud aktiv, so sind nach eigenen Angaben folgende Daten so in der iCloud verschlüsselt, dass selbst Apple sie nicht lesen könnte (Ende-zu-Ende):
- iCloud-Schlüsselbund (mit Passwörtern)
- Zahlungsdaten aus Apple Wallet
- WLAN-Netzwerkinformationen (zum Beispiel Passwörter)
- Daten aus Apple Home
- Daten der Sprachsteuerung Siri.
Wie oft wird diese „Hintertür“ von Behörden genutzt? Im Transparenzbericht für das erste Halbjahr 2017 meldete Apple, dass deutsche Behörden 223 Anfragen für Daten aus iCloud- oder iTunes-Konten stellten, bei 160 davon lieferte Apple Daten.
Unter Datenschutzaspekten besonders pikant sind die sogenannten National Security Letters von US-amerikanischen Ermittlungsbehörden, bei denen es um die „nationale Sicherheit“ geht. Denn dabei dürfen die betroffenen Personen oder Firmen nicht benachrichtigt werden. Im ersten Halbjahr 2017 gab es laut Apple solche Anfragen zu etwa 9.000 Konten.