Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Kapitalismus & Heteronormativiät
Ich befürworte die Petition, weil Rechte für Sexarbeiter_innen für Sexarbeiter_innen und den Rest der Gesellschaft wichtig sind. Für Sexarbeiter_innen bedeutet eine Gleichstellung mit anderen Erwerbsformen, dass ihre Arbeit symbolisch aufgewertet wird. Zudem wird Ausbeutung von Arbeitskraft, wie sie im Kapitalismus generell, und in rechtlich diskriminierten Gewerben im Besonderen vorhanden ist, begrenzt . Für nicht in der Sexarbeit tätige Menschen bedeutet die symbolische Aufwertung des Gewerbes, Infragestellung von Heternormativität, Erwerbsarbeit im Kapitalismus und anderen Zumutungen.
Quelle: www.jstor.org/discover/10.2307/3810752?uid=3737864&uid=2129&uid=2&uid=70&uid=4&sid=21102379870847
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Wir wurden gefragt, wer an der Entstehung der Petition beteiligt war. Der Vorwurf war, es seien nur Bordellbetreiber und Zuhälter. An den Diskussionen auf dem Koordinierungstreffen Pro Prostitution (www.donacarmen.de/?p=385) war aber ein breites Bündnis aus ca. 50 Sexarbeiter_innen (so zahlreich wie derzeit haben sich diese in Deutschland schon seit Jahrzehnten nicht mehr organisiert; siehe www.sexwork-deutschland.de), sowie einige Vertreter_innen von Fachberatungsstellen, Wissenschaftle_innen, einzelnen aufgeschlossenen Betreiber_innen und anderen engagierten Aktivist_innen beteiligt.
Quelle: www.donacarmen.de/?p=385
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    Prostitution gehört zu unserer Kultur
Ich unterstütze diese Petition, denn Prostitution gehört zur gesellschaftlichen Organisation der Lust und ist aus unserer "Leitkultur" nicht wegzudenken. Ihr gebührt die volle Gleichstellung mit allen anderen Erwerbszweigen. Alle Kriminalität im Bereich Prostitution gibt es auch in anderen Erwerbsbranchen (Menschenhandel, z.B. in der Fleischindustrie oder im Baugewerbe) Die bestehenden Gesetze reichen aus, um Kriminalität zu ahnden, egal in welcher Branche. Sexarbeiterinnen mit zusätzlicher Reglementierung unter Generalverdacht zu stellen, ist eine unersträgliche Diskriminierung.
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    warum nicht
ich mag meine beruf ich binn das was ich bin .wass für mich gut ist bestime und entsche immer noch ich...warum denk jemand das er??? der jenige ist wer fur mich eine encheidung trefen kann?!!!GERNE ABER nicht onhe mit mir daruber minestens zu sprechen,oder mit mir zu diskutiren warum ich das will... Freie Enfaltung der personlichkeit;;:MENSCHENRECHTE;;NATURRECHT,,.recht am eingerichteten und ausgeubten gewerbebtrieb,,,rechtspositivismus, die freicheit bestehet darin,das man alles das .tun kann,waseinem anderen nicht schadet..redet mit uns statt über uns,,danke,
Quelle: milena
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Gesetzesentwurf
Ich empfehle vor der Unterzeichnung den Gesetzesentwurf zu lesen. Aus diesem kann ich nicht herleiten, dass sich daraus die Lage für tatsächlich frei schaffende Prostituierte verschlechtern würde - eher im Gegenteil: es würde illegale Konkurrenz benachteiligt und sanktioniret werden - und das zu Recht. P.S.: auch ich bin Fan dieses Gewerbes - die Würde der Frauen ist jedoch immer zu achten !
Quelle: www.google.de/#output=search&sclient=psy-ab&q=Drucksache+17%2F13706&oq=Drucksache+17%2F13706&gs_l=hp.12...2604.2604.0.4232.1.1.0.0.0.0.101.101.0j1.1.0...0.0...1c.1.17.psy-ab.n71liKDP71I&pbx=1&bav=on.2,or.r_qf.&bvm=bv.48293060,d.Yms&fp=633043d711fa9843&biw=1024&bih=634
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    Und was tun wir gegen Menschenhandel?
Ich habe die Petition angeklickt, weil mich das Thema interessiert und ich sehr dafür bin, die Lage der Sexarbeiter_innen und Prostituierten zu verbessern. Dennoch kann ich diese Petition NICHT unterschreiben. Sie geht aus meiner Sicht an dem wesentlich wichtigeren Thema, nämlich dem sich immer weiter ausbreitenden Phänomen des Menschenhandels vorbei. Schlicht: Das Problem wird nicht behandelt und bedacht. Menschenhandel, vor allem zum Zwecke der Prostitution (aber auch für andere Zwangsarbeit), ist leider seit vielen Jahren ein massiv boomendes Geschäft. Auch in der EU, auch in Deutschland. Eine EU-Studie hat für Deutschland einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg des Menschenhandels und dem liberaleren Prostitutionsgesetz von 2002. Sollte es tatsächlich so sein, dass Regeln des Gesetzes Menschenhandel befördern oder erleichtern, gehören diese Regeln lieber gestern als heute geändert. Und sollte es so sein, dass die Regeln des Gesetzes ihr Ziel nicht erreichten (wie die Bundesregierung feststellt), weil sich kaum Sexarbeiter_innen registrieren ließen und postive Wirkungen kaum sprübar sind, dann braucht es bessere Regeln. Auch dies lieber gestern als heute. Wenn man also eine solche Petition aufsetzt, dann sollte man stichhaltig die Argumente, die für die Änderung des Gesetzes angeführt werden, entkräften können. Dies wird hier noch nicht einmal versucht. Deshalb: Obwohl ich für eine Verbesserung der Situation aller Sexarbeiter_innen appellieren möchte und WEIL zwei frühere Mitschülerinnen von mir leider auch für Jahre in die Fänge von Menschenhändlern gerieten und nicht aus den Fängen ihrer Zuhälter kamen: Ich unterschreibe nicht.
Quelle: daserste.ndr.de/panorama/aktuell/prostitution131.html
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