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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Latein, Griechisch, Wissenschaft, Uni Saar,
Die Klassische Philologie gehört nicht nur aus historischen Gründen zum Kernbestand einer jeden Universität, sondern ist aufgrund seiner Ausbildungsleistung für den Betrieb zahlreicher Fächer aller Wissenschaftsbereiche unabdingbar. Eine Universität, an der niemand mehr der Alten Sprachen (oder auch nur des Lateinischen) mächtig ist, ist unvorstellbar, ein Europaschwerpunkt ohne Latein ein schlechter Witz! So ist das Fach selbst an den meisten Technischen Universitäten vertreten! Die UdS soll angeblich Volluniversität bleiben. Ohne Latein verdiente sie nicht einmal die Bezeichnung TU.
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Das beste Argument hat das Bildungsministerium selbst in seinem "Sprachenkonzept Saarland 2011" gegeben; s. Quelle, S. 13f.19.35 Die Entscheidung gegen Latein ist eine Entscheidung für den "Nutzwert" und gegen die Vermittlung von "Einsichten in die geistigen, kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Grundlagen des heutigen Europa", gegen die "Erleichterung des Verstehens und Memorierens eines großen Wortschatzes in den romanischen Sprachen und im Englischen" - und gegen das bildungspolitische Globalziel des Ministeriums selbst.
Quelle: www.saarland.de/dokumente/res_bildung/Das_Sprachkonzept_Saarland_2011.pdf//www.saarland.de/dokumente/res_bildung/Das_Sprachkonzept_Saarland_2011.pdf" rel="nofollow">www.saarland.de/dokumente/res_bildung/Das_Sprachkonzept_Saarland_2011.pdf
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    Altertumswissenschaft als Summe von Einzeldisziplinen
Wenn hier ein Archäologie-Studend schreibt, dass er kein Latein braucht, weil ja schon (fast) alles übersetzt ist, hat er weder sein Fach noch das Wesen von Übersetzungen verstanden. Zum einen finden Archäologen in Gebieten, welche einst im Einflussbereich des Imperium Romanum lagen, immer wieder neue Quellen in Latein (Inschriften, Münzen usw.), zum anderen sind Übersetzungen auch immer Interpretationen, die sich - je nach Forschungsstand - ändern können. Wer Altertumswissenschaft als sinnvol erachtet, kann Teilbereiche nicht grundsätzlich als überflüssig betrachten.
Quelle: Quellenangabe (max. 250 Zeichen)
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    Auslöschen von Antike und Mittelalter?
Eine Aufgabe des Faches Latein ist zugleich eine Aufgabe der eigenen Geschichte. Ohne Latein und das Verständnis der Sprache sind Quellen der antike und des Mittelalters nicht erschließbar. Zudem ist erwiesen, dass Latein ein besseres Verständnis für die Grammatik der deutschen Sprache ermöglicht. Hinzu kommt ebenso, dass gerade auch in Bezug auf die romanischen Sprachen Latein einen Einstieg sehr erleichtern kann. Somit wende ich mich hier gegen eine Verwirtschaftlichung und für einen Erhalt dessen, was Deutschland ebenso berühmt gemacht hat: Seine Geisteswissenschaft
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    Adolf Hitler
Adolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn, Österreich-Ungarn; † 30. April 1945 in Berlin) war von 1933 bis 1945 Diktator des Deutschen Reiches. Ab Juli 1921 Parteivorsitzender der NSDAP, versuchte er im November 1923 mit einem Putsch von München aus die Weimarer Republik zu stürzen. Mit seiner Schrift Mein Kampf (1925/26) prägte er die antisemitische und rassistische Ideologie des Nationalsozialismus.
Quelle: Wikipedia
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    Die Klassische Philologie gehört nicht nur aus historischen Gründen zum Kernbestand einer jeden Universität, sondern ist aufgrund seiner Ausbildungsleistung für den Betrieb zahlreicher Fächer aller Wi
Die Klassische Philologie gehört nicht nur aus historischen Gründen zum Kernbestand einer jeden Universität, sondern ist aufgrund seiner Ausbildungsleistung für den Betrieb zahlreicher Fächer aller Wissenschaftsbereiche unabdingbar. Eine Universität, an der niemand mehr der Alten Sprachen (oder auch nur des Lateinischen) mächtig ist, ist unvorstellbar, ein Europaschwerpunkt ohne Latein ein schlechter Witz! So ist das Fach selbst an den meisten Technischen Universitäten vertreten! Die UdS soll angeblich Volluniversität bleiben. Ohne Latein verdiente sie nicht einmal die Bezeichnung TU.
Quelle: Die Klassische Philologie gehört nicht nur aus historischen Gründen zum Kernbestand einer jeden Universität, sondern ist aufgrund seiner Ausbildungsleistung für den Betrieb zahlreicher Fächer aller Wissenschaftsbereiche unabdingbar. Eine Universität, an der niemand mehr der Alten Sprachen (oder auch
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Geringer Nutzen
Ich selbst studiere ein Minderheitenfach wie Archäologie und brauche Latein wenig bis gar nicht. Das, was bisher nicht übersetzt ist, finde ich im Selbststudium im Internet. Das Angebot an Latinumkursen ist an der UdS nicht nur auf die alte Philologie beschränkt, sondern wird auch von anderen Fächern/ Instituten angeboten, wie z. Bsp. Philisophie, Geschichte, Theologie und Kurse von der UdS. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Mehrzahl der Studenten der Philiogie das Lehramt anstreben. Gemeinschaftsschulen und auch viele Gymnasien im Saarland bieten kein Latein an.
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    Richtigstellung
"Latein war bis in das 19. Jahrhundert hinein sehr wohl eine Wissenschaftssprache, in der wissenschaftliche Fachliteratur für ein internationales Publikum publiziert wurde" Ich habe auch nur bestritten, dass Latein heute die Fachsprache der Biowissenschaften ist. "Dass das Latinum kein Ersatz für die Kurse in Terminologie an der Univerität darstellt, sollte jedem klar sei." Latein wird aber oft so dargestellt, als müsse man es auf der Schule gehabt haben, um Arzt oder Biologe werden zu können. Und der Blödsinn wird auch noch Kindern erzählt. Und ihren oft ahnungslosen Eltern.
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    Lateinstudenten
Lateinstudenten sind nie vorher typische Lateinschüler gewesen. Der typische Lateinschüler, wie ich ihn erlebt habe und selbst einer war, krebst jahrelang auf einer Dauervier mit Schlagseite zur fünf herum, und wird durch Latein gebremst. Für Jahrgangsbeste gilt das natürlich nicht.
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    Natürlich KANN Latein sinnvoll sein
"Und warum sollte ein solches selbstgewähltes Fach nicht Latein sein dürfen?" Es darf doch Latein sein. Wie gesagt: Ich habe nichts dagegen, dass Latein die geeignete Minderheit der Schüler belegt und zugleich die Bedingungen für diejenigen, die das Latinum an der Uni nachholen, deutlich verbessert werden. Lateinische Institute halte ich dann auch für unterstützungswürdig, wenn die aktuellen Probleme mit diesem Fach auf diese Weise gelöst werden. Wenn aber alles so bleibt wie es ist, dann ist Latein meiner Meinung nach zu sehr gegen den Menschen gerichtet.
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    Latein nicht Fachsprache, sondern nur Teil der Nomenklatursprache
"Latein war die Kultur- und die Wissenschaftsprache in Europa von der Antike über das Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert hinein (in Medizin und Biologie teilweise heute noch)." Deran stimmt nur, dass es in der Biologie & Medizin viele Fachbegriffe aus dem Lateinischen und Altgriechischen gibt. Und um die zu lernen, nützt einem das Latinum rein gar nichts - ich spreche aus Erfahrung als Biologe. Die Fachsprache in den Biowissenschaften ist Englisch und die jeweilige Landessprache.
Quelle: www.fg.vs.bw.schule.de/latein/latwarum.htm//www.fg.vs.bw.schule.de/latein/latwarum.htm" rel="nofollow">www.fg.vs.bw.schule.de/latein/latwarum.htm
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    Begründungsfalle
Das ist auch interessant: "Ulrich Greiner, der Literaturchef der ZEIT, hat auf dem Bundeskongress des DAV in Marburg zurecht auf die Begründungsfalle hingewiesen: wenn sich die alten Sprachen auf eine Diskussion über ihren Nutzen einlassen, stehen sie auf einem verlorenen Posten." Altsprachen haben also selbst aus Sicht solcher Leute kaum einen Nutzen. Und es ist sogar von einer "Begründungsfalle" die Rede, auf die man sich nicht einlassen soll. Solche Probleme haben die meisten anderen Schulfächer nicht, man kann sie meist gut begründen.
Quelle: www.fg.vs.bw.schule.de/latein/latwarum.htm//www.fg.vs.bw.schule.de/latein/latwarum.htm" rel="nofollow">www.fg.vs.bw.schule.de/latein/latwarum.htm
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    Naturwissenschaften & Vergleiche
Es entspricht zwar der Lebensrealität von Naturwissenschaftlern, Vergleiche anzuführen. Das aber lernen wir i.d.R. nicht durch die Beschäftigung mit z.B. Lukrez. Wir lernen es i.d.R. unabhängig von Latein und von Phillosophen der Antike. Außerdem hat mir vor ein Paar Tagen noch ein Lateinlehrer erzählt, Lukrez käme im Unterricht gar nicht vor. Das hatte ich vom meinem eigenen Lateinunterricht früher als Schüler auch noch so in Erinnerung.
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    Mathematik & Latein
Der Vergleich zwischen Mathmatik und Latein finde ich auch ziemlich daneben. Mathematik brauchen innerhalb der Akademiker viel mehr Menschen als Latein. Außerhalb der akademischen Welt ist Mathematik wichtig, Latein aber unbedeutend. Das weiß auch jeder Realist. Und weil Schüler schon so vieles notwendigerweise aufgezwungen kriegen, sollte man ihnen nicht auch noch Latein aufzwingen, sondern eher ein selbstgewähltes Neigungsfach zum vierten Hauptfach machen. Die lernen dann mehr - "selbst" in Sachen Allgemeinbildung. Latein artet bei den meisten nicht mal überhaupt in echte Bildung aus.
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    Das eigene Fach ist immer heilig II
Minderheitenfächer sind z.B. Theologie und Archäeologie, sowas studiert kaum einer noch. Psychologie, Biologie und Medizin dagegen sind Massenfächer. Für z.B,. diese drei Massenfächer braucht man kein Latein. Für Theologie und Archäologie schon. Ich habe nirgendwo behauptet, Latein hätte gar keine Bedeutung. Es ist reine Polemik, man könne mit meinem Argument dem universitärem Betrieb den Rücken kehren. Und ja: Latein kann schaden. Der typische Latein-Schüler kann da kaum was und lernt wegen Latein vermutlich weniger in anderen Fächern, die für die Masse wichtiger sind.
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    Das eigene Fach ist immer heilig
Einer der großen Fehler, die viele Menschen im Bildungsbereich machen, ist ständig die Wichtigkeit des eigenen Faches zu unterstreichen, so zu tun, als wäre das eigene Fach für ganz viele andere Menschen auch wichtig. Das eigene Fach ist dann heilig und keiner darf was dagegen sagen. Latein ist heutzutage nur noch für eine Minderheit aller Akademiker wichtig, genau wie Altgriechisch. Dennoch wird es Massen aufgedrängt und aufgezwungen, obwohl die meisten davon dann auf einer Dauervier stehen und eh nichts können - ihnen schadet Latein eher. Viele davon sind aber sehr fähig in anderen Fächern
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    Latein ist für Mediziner/Biologen wirklich nahezu nutzlos
Nachtrag noch zu Latein und Biologie bzw. Medizin: Was Neues aus den Kommentaren: "sie alle können ebenso wenig auf eine solide lateinische Basis verzichten wie etwa der Mediziner. Fachsprachen ohne Lateinkenntnisse zu lernen ist ein purer Albtraum." Mediziner und Biologen brauchen eben keine Lateinkenntnisse, ich bin selbst Biologe und kenne viele anderen Biologen/Mediziner und habe mit ihnen darüber gesprochen. Es ista uch nicht die Fach-, sondern Nomenklatursprache, die in solchen Fächern u.a. Latein enthält. Und die zu lernen hat meiner Erfahrung nach gar nichts mit Latein zu tun.
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    Lateinunterricht, Frustrationstoleranz und Status
Latein wird oftmals aus fragwürdigen Gründen empfohlen: Zum einen, um Frustrationstolerenz zu trainieren. Ich halte das für fragwürdig, weil das Leben auch ansonsten hart genug ist (Todesfälle, Krankheiten, aber auch z.B. Mobbing unter Schülern). Problematisch ist auch, dass Latein oft etwas schichtsspezifisches ist. Da geht es gar nicht um das Fach, wenn Eltern ihren Kindern Latein aufdrängen oder- zwingen, sondern diese als "edel" geltende Form der Bildung wird missbraucht, um die eigene Schichtszugehörigkeit und den eigenen Status zu unterstreichen - typisch Hierarchietier!
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    Latein und Biologie (Nachtrag)
Besonders haarsträubend finde ich dieses Argument aus den Kommentaren: "Darwin ist ohne Lukrez nicht zu verstehen." Warum? 1. Lukrez lernt man in dem typischen Gewürge, das "Lateinunterricht" sein soll, eh nicht kennen, 2. bin ich in meinem kompletten Biologie-Diplomstudium im Zusammenhang mit Darwin nicht einmal auf Lukrez gestoßen. Dabei habe ich viel mit Evolutionsbiologie zu tun gehabt. Wer sich auf ein biowissenschaftliches Studium vorbereiten will, dem schadet meiner Meinung nach Latein mehr, als es nützt, weil man sich dafür auf ganz andere Fächer konzentrieren sollte.
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    Latein für oder eher gegen Mediziner & Biologen
Mir wurde früher als Kind erzählt, ich müsse Latein können, um Mediziner oder Biologe werden zu können. Biologe bin ich dann in der Tat geworden, habe aber festgestellt, dass Lateinkenntnisse dabei nicht helfen, und zwar wirklich gar nicht. Andere Biologen und auch Mediziner sehen das meist genauso. Ein älterer Arzt meinte zu mir, er hätte das Latinum und das Graecum als Schüler gemacht. Beides hätte nicht geholfen, wenn überhaupt aber eher das Graecum. Ich würde deshalb solche altsprachlichen Institute nur unterstützen, wenn angehenden Medizinern & Biologen endlich die Wahrheit gesagt wird.
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