openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close

Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Strenge Heilpraktiker-Prüfung, die eine tiefgreifende Ausbildung voraussetzt
Wer jemals eine Heilpraktiker-Prüfung mit den Multiplechoice-Fragen und der mündliches Prüfung durch den Amtsarzt gemacht hat, wird sehen, daß der Heilpraktiker ein breites Wissensspektrum nachweisen muß, was mit den Examens-Fragen im schulmedizinischen Studium zu vergleichen ist. Einfach ein paar Daten auswendig lernen, reicht da nicht aus, nur mit einer sorgfältige Ausbildung mit gutem Verständnis von Anatomie, Pathologie, Physiologie, Hygiene und Notfallversorgung, vielen schulmedizinischen Verfahren sowie den Gesetzen kann man die Prüfung bestehen und Heilpraktiker werden.
Quelle: Grüne Schule Prüfungsfragen der Amtsärztlichen Prüfung
1 Gegenargument Anzeigen
Der Heilpraktiker ist vornehmlich eine Kontrollinstanz die verhindert, dass nicht evidenzbasierte Verfahren von Personen betrieben werden, die keinerlei Krankheiten erkennen müssen. Jeder Mensch hat laut Frau Prof. Schöne-Seifert (Initiatorin des Münsterraner Memorandums) das Recht darauf, sich hoch und runter esoterisch behandeln zu lassen. Die Heilpraktikerüberprüfung stellt sicher, dass dies nur Personen dürfen, die Krankheiten erkennen können , und zum Teil melden müssen, und die die Grenzen der Verfahren, die sie anwenden kennen müssen. Daraus ergibt sich ein verbesserter Patientenschutz.
Quelle: ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/08/22/interview_medizinethiker_fordern_grundlegende_reform_des_dlf_20170822_1440_641c5779.mp3
1 Gegenargument Anzeigen
    freie Entscheidung des Menschen
Die Freiheit der Menschen in unserem Land darf nicht eingeschränkt werden. Jeder soll entscheiden können, ob er zum Heilpraktiker oder zum Arzt und am besten zu beiden geht. Würde der Beruf des Heilpraktikers abgeschafft, könnt Ihr nur noch zum Arzt gehen...
2 Gegenargumente Anzeigen
    anderer Kompromiss?
Fehlt mir im Memorandum und in dieser Petition: Ein gelungener Kompromiss der die Qualität sichert und den guten HPs ihren Beruf lässt. ZB. Mit der verpflichtenden Kombination aus HP-Prüfung PLUS einer vom separaten Berufsverband geprüften Ausbildung in der spezifischen angebotenen Heilmethode als Voraussetzung einer Praxiseröffnung. Jedem Berufsverband liegt daran die Qualität möglichst hoch- und schwarze Schafe fernzuhalten. Das wäre ein echter Fortschritt und würde den guten HPs, die ihren Beruf verantwortungsvoll ausüben den Rücken stärken.
1 Gegenargument Anzeigen
Heilpraktiker absolvieren eine fundierte medizinische Ausbildung und werden amtsärztlich überprüft. Der Amtsarzt entscheidet in dieser Prüfung das, was auch in der Urkunde steht, nähmlich: Die Berechtigung, die Heilkunde auszuüben ohne ärztliche Bestallung. Jeder Heilpraktiker lernt sene Grenzen kennen und weiß genau, wann er zum Arzt schicken muß. Heilpraktiker dürfen bestimmte Krankheiten nicht behandeln. Ohne Zweifel gibt es bei Heilpraktikern Inkompetenz, genauso wie bei Ärzten.
1 Gegenargument Anzeigen
die Sache mit dem Heilpraktiker aus Brüggen an zu führen ist ein Witz....wie viele Menschen sterben jährlich durch Kunstfehler der Ärzteschaft, falschen Diagnosen oder Kompetenzstreitigkeiten der Fach / Hausärzte. 3 (tragische) Todesfälle eines Scharlatans stehen tausende Todesfälle der Ärzteschaft gegenüber. Es geht hier nur um Profit , nicht um die Sache,
0 Gegenargumente Widersprechen
Die Tatsache, dass schulmedizinische Methoden wissenschaftlich dokumentierter sind, sagt nichts darüber aus, ob sie wirksmer sind oder nicht. Die positiven Erfahrungen in naturheilkundlichen Bereichen sprechen für sich. Warum nicht beidem eine Berechtigung lassen?
1 Gegenargument Anzeigen
    Jeder Mensch ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich.
Menschen haben heutzutage, nicht zuletzt durch das Internet, eine wunderbare Möglichkeit, sich selber eine Meinung zu bilden und zu entscheiden, welche Art von Gesundheitsvorsorge oder Behandlung die wählen möchten. Jeder kann sich genau informieren, welche Qualifikationen die/der infrage kommende HeilpraktikerIn hat. Menschen zu "schützen" indem man den Beruf HeilpraktikerIn verbietet, halte ich damit nicht für nötig, sondern für einen Eingriff in die persönliche freie Entscheidung der Wahl der Methode und des "Heilers". Wer schützt eigentlich die Menschen vor den Fehlern der Ärzte?
1 Gegenargument Anzeigen
    Genug Gesetze, die unser medizin. System regeln und den Patienten schützen
Wir haben genügend Gesetze, die unser medizinisches System regeln und den Patienten schützen: Infektionsschutzgesetz, Heilpraktikergesetz mit Durchführungsverordnung, Arzneimittelgesetz, Hebammengesetz, Embryonenschutzgesetz, Betäubungsmittelbesetz, Sorgfaltspflicht, Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde usw. Wer dagegen verstößt, macht sich strafbar - egal ob Heilpraktiker, Arzt oder sonstiger...
1 Gegenargument Anzeigen
Naturheilkunde gehört als ganzheitliche Heilmethode zu den herausragenden Möglichkeiten, Menschen individuell und eingebunden in das gesamte Lebenssystem unseres Planeten langfristig zu heilen und gesund zu erhalten.Dabei spielt auch die bei dieser Methode angeregte Komponente der Selbstverantwortung beim Heilungsprozess eine wichtige Rolle. Um eine Kommunikation mit den Heilmethoden der Schulmedizin, die vor allem hervorragende Dienste bei akuten Krankheitsgeschehen bietet, zu führen, erhalten HP-AnwärterInnen eine entsprechende via Prüfung nachzuweisende schulmedizinische Grundausbildung.
2 Gegenargumente Anzeigen
    Hintergründe :
Das Studium der Midizin vermittelt keine soziale Kompetenz , noch auch Ernährungsmedizi-nisches Grund-wissen. Die evidenzbasierte Forschung wird nicht nach eigenen Stadards angewendet, dann Langezeitvergleiche zwischen Gruppen geimpfterund ungeipfter Kinder gibt es nicht z.B. Kooperation müßte im System gefördert werden, statt Konkurrenz, das würde die Kosten senken und echte Forschung ermöglichen, aber davor ist die Pahrmaindustrie.
0 Gegenargumente Widersprechen
    Mehr Empathie und Zeit
Bedenkt man die Zeit, welche HPs für die Beratung der Patienten aufbringen, fragt man sich, wie Ärzte den zusätzlichen Ansturm verkraften sollen, wenn die HPs wegfallen würden. Gehen wir nur alleine mal von den Patienten mit "Befindlichkeitsstörungen" aus; diese benötigen ja viel Aufmerksamkeit und Zeit. Nicht nur aus eigener mehrfacher Erfahrung kann ich auch berichten, deutlich mehr Empathie beim HP zu erhalten, als bei den meißten Ärzten. Ich habe Aussagen dazu erhalten, dass Patienten die ständig die Praxis wegen "Lappalien" aufsuchen, dort nur "stören" und nicht genug Gehör finden.
0 Gegenargumente Widersprechen
    Vergleich mit Menschen und Dingen
Der Vergleich mit Piloten und Statikern hinkt schon sehr stark. Wenn dahinter die Vorstellung steht, dass der Mensch eine Maschine ist dann gute Nacht. Aber jemand mit dieser Einstellung würde ja sowieso nicht zum HP gehen. Der Placebo-Effekt heißt ja übrigens auch so weil er einen echten Effekt hat. Warum ihn also nicht nutzen? Dienstleister im Gesundheitswesen, die nichts verkaufen und schlecht verdienen werden wohl auch kaum Studien auf die Beine stellen können, weil es kein Geld dafür gibt. Siehe Logopädie, Physio, Ergo. Werden bewusst so klein gehalten.
0 Gegenargumente Widersprechen
    Professionelle HP sind etwas anderes
Die Aussage, HPs hätten keine "echten" Medikamente ist Unsinn. Professionelle HPs können mehr als "Fußreflexzone und Zuckerkügelchen". Gerne würde ich selber die Esoteriker u.d. Wohnzimmertherapeuten aus der HP-Welt entfernen. Echte Vollzeit-HP, die wissenschaftlich orientiert arbeiten, sind eine ganz andere Qualität. Man muss hier aber wirklich differenzieren.
0 Gegenargumente Widersprechen
    Prüfung
Die multiple choice Fragen sind die gleichen wie im Staatsexamen klinische Psychologie, Vergleich z.B. GK3 Psychiatrie, schwarze Reihe, T. Poehlke, Thieme-Verlag. Ich selbst habe an der ALH, Haan 3 Jahre Psychologie/Psychotherapie als Fernlehrgang mit Praxiswochen und darüber hinaus 2 Praktika in den LVR Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie Düren absolviert (Leitung von Gruppen- und Einzelsitzungen Kunsttherapie), um adäquat für die Prüfung vorbereitet zu sein.
Quelle: GK3 Psychiatrie, schwarze Reihe, T. Poehlke, Thieme-Verlag
0 Gegenargumente Widersprechen
Natürlich können Heilpraktiker Fehler machen. Aber machen Ärtze denn keine? Wie viele Menschen sind durch Eingriffe geschädigt worden? Oder durch Impfungen! Da zweifelt man aber nicht an der Fähigkeit der Ärzte! Wenn ein Heilpraktiker Menschen schädigt, stellt man sofort den ganzen Beruf in Frage. Es gibt sehr viele Erfolge z. B. mit Homöopathie, darf man das den Menschen vorbehalten?
0 Gegenargumente Widersprechen
Es ist ja auch so, dass die Heilpraktikerausbildung erst mal eine Grundausbildung ist. Wer danach Homöopathie praktizieren möchte, hat eine weitere jahrelange Ausbildung vor sich. Eine fundierte homöopathische Ausbildung dauert ebenso lange wie ein Medizinstudium. Dann geht es mit einer lebenslangen Fortbildung weiter. Da ist meine eigene Erfahrung.
0 Gegenargumente Widersprechen

Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Münsteraner Memorandum Heilpraktiker
Das Heilpraktiker-Gesetz von 1939, die irrsinnig schlechte bishin völlig fehlende fachliche Qualifikation von Heilpraktikern, die praxisferne Miniprüfung, die fehlende Berufsordnung, fehlendes Qualitäts- und Fortbildungsmanagement usw. gehören tatsächlich auf den Prüfstand. Mir fällt gerade keine staatlich anerkannter Beruf ein, der mit so laschen Voraussetzungen praktizieren darf. Was spricht also gegen eine deutliche Verbesserung der Kompetenz (das ist der erste Vorschlag des Experten-Memorandums). Alternative wäre ein angepasster Verbraucherschutz - also Verbot der Heilpraktikerszene.
Quelle: www.aerzteblatt.de/down.asp?id=19264
5 Gegenargumente Anzeigen
    Sicherheit vor Freiheit
Die meisten Unterstützer hier haben das Memorandum wohl nicht gelesen - und sind einfach so dagegen. Eine Qualitätssicherung müsste doch auch im Sinne jedes HPs und vor allem der Patienten sein?!
Quelle: www.muensteraner-kreis.de
2 Gegenargumente Anzeigen
Es darf nicht länger zulässig sein, dass Menschen, die in ihrem Leben noch nie einen Patienten gesehen haben, nach einer (!) theoretischen (!) Prüfung kranke Menschen beraten und behandeln dürfen, und dazu noch mit Methoden, deren angenommene Wirkmechanismen allen bekannten Naturgesetzen widersprechen und deren Wirksamkeit nicht durch unabhängige Studien belegt ist. Wir erlauben zurecht nur ausgebildeten Elektroinstallateuren den Anschluss eines Elektroherds, aber wenn es z. B. um Krebskranke geht, gestatten wir Parallelmedizinern ohne Ausbildung esoterischeTherapieversuche. Das muss aufhören!
3 Gegenargumente Anzeigen
    "Zweite Medizin"?
Mit dem Stand der Heilpraktiker wird die Illusion gepflegt, es gebe eine "zweite Medizin" neben der wissenschaftlichen, von approbierten Ärzten ausgeübten. Das ist blanker und m.E. auch gefährlicher Unsinn. Was nachweislich wirkt, gehört zum Kanon der Medizin. Es gibt daneben nichts weiter, was sinnvoll wäre. Zudem empfinde ich die geltenden Zulassungsregeln für Heilpraktiker als einen schweren Affront gegenüber jedem, der eine mehr als zehnjährige akademische Ausbildung auf sich nimmt, um verantwortungsvoll und bestmöglich Menschen behandeln zu können.
4 Gegenargumente Anzeigen
    Gefährliche Pseudo"medizin", Aberglaube, Humbug
Ich frage mich, wie viele Menschen noch sterben müssen, bevor das noch aus der Nazizeit mitgeschleppte UN-Heilpraktikerwesen von Staats wegen endlich gestoppt wird. Der "Therapeut" aus Brüggen-Bracht, der drei Menschenleben auf dem Gewissen hat, tingelt jetzt durch die Lande und dies wird ihm gestattet. Heilpraktiker, die medizinische Laien sind, dürfen jegliche Substanz in den Patienten einbringen ... Patienten haben ein Recht auf seriöse Aufklärung und Schutz durch den Staat. Der Heilpraktiker muss ersatzlos gestrichen werden, nicht mal Reformen können hier noch was retten!
Quelle: www.muensteraner-kreis.de
8 Gegenargumente Anzeigen
    Scharlatanerie
Heilpraktiker sind Scharlatane - diesem Unwesen muss endlich Einhalt geboten werden! Es werden Menschen durch esoterisches Geschwafel von lebensnotwendigen Behandlungen (z.B. Krebsmedizin) abgehalten, bzw. der Behandlungsbeginn verzögert, was dazu führt, dass sich die Heilungsprognose teilweise erheblich verschlechtert.
1 Gegenargument Anzeigen
    Ausbildungs-Dauer
- Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit, wie sollten da Heilpraktiker differenzierte Diagnosen erstellen können. - Schon nach einem 6-Wochen-Vollzeit-Kurs darf man sich Heilpraktiker nennen. Die Varianten die 1.5 Jahre oder länger dauern, sind nur 5 Stunden pro Woche, da käme man nur auf 10 Wochen Vollzeit. - Eine Lehre für Industrie und Handwerk dauert mind. mind. 150 Wochen. - Ärzte-Studium dauert etliche Jahre mehr (mind. 300 Wochen), und man wird Schritt für Schritt auf die Patienten vorbereitet, bevor man alleinverantwortlich handeln darf.
Quelle: www.paracelsus.de/ausbildung/hp/heilpraktiker.asp#toggle-id-2
1 Gegenargument Anzeigen