Jetzt ist das Parlament gefragt

19.08.2016 06:00 Uhr


openPetition hat heute von den gewählten Vertretern von Gemeinderat Bargstedt eine persönliche Stellungnahme eingefordert, weil die Petition das Quorum von 100 Unterschriften aus Bargstedt erreicht hat.



Damit verstärken wir die Wirksamkeit der Petition, stoßen die öffentliche Debatte an und sorgen für mehr Transparenz.



Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:

https://www.openpetition.de/petition/stellungnahme/1-000m-abstand-kleinere-und-weniger-windenergieanlagen-in-ohrensen



Was können Sie tun?


  • Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

  • Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.


Änderungen an der Petition

02.08.2016 09:37 Uhr

Es wurden neben redaktionelle Änderungen auch grammatikalische Fehler korrigiert.


Neuer Petitionstext: Liebe Unterstützer,
wir, die Mitglieder der Anwohnerinitiative „Weitblick Lusthoop“ haben unseren Lebensmittelpunkt auf dem Lusthoop und auf dem Rüschenkamp im Landkreis Stade in Niedersachesen. Wir leben hier, einige von uns leben und arbeiten hier, andere verbringen ihre Freizeit hier. Was uns alle vereint ist die Liebe zur Natur, die Liebe zu unserer bäuerlich geprägten und landschaftlich so vielfältigen und schönen Heimat.
Um was geht es ?
Eine Gruppe von Ohrensener Großbauern hat sich in einer Gesellschaft zusammengeschlossen, um einen Windpark im direkten Wohnumfeld unserer Liegenschaften und Höfe zu projektieren und zu erstellen. Gemeinsam mit den zuständigen Kommunalpolitikern auf Gemeinde-, Samtgemeinde- und Kreisebene wird das Projekt mit Hochdruck vorangetrieben. Es sollen insgesamt 7 Windmühlen Windkraftanlagen als Erweiterung des direkt angrenzenden Windparks Deinste erstellt werden. Es würden dann künftig 29 Windmühlen Windkraftanlagen bei uns stehen. Dagegen wehren wir uns!
Was stört uns ?
Es sollen Windmühlen Windkraftanlagen gebaut werden, die es in dieser Dimension noch nie gegeben hat ! Die Anlagen werden mit 200m höher als der Kölner Dom (157m). Sogar der Rotordurchmesser ist mit 127m größer als die Flügelspannweite eines Airbus A380 (80m)! Darüber hinaus beträgt der Abstand zur Wohnbebauung nur 600m. Das geht nicht! Die Gefahren für die Gesundheit in Form von Infraschall (tieffrequente Schallwellen) sind nicht absehbar ! Eine Gesundheitsgefährdung von Mensch und Tier im direkten Umfeld wird billigend in Kauf genommen. Nicht mit uns !
Was fordern wir ?
Die Windmühlen Windkraftanlagen sind zu groß und stehen bei der derzeitigen Planung zu dicht an der Wohnbebauung. Wir fordern die Betreiber dazu auf, kleinere Mühlen zu bauen, z.B. in Art und Dimensionierung analog der vorhandenen Mühlen in Deinste. Ersatzweise wird der Abstand der Mühlen zur Wohnbebauung auf mindestens 1000m erweitert.
An die Politik:
Wieso geht Ihr nicht auf unsere Einwände ein ? Wir sind keine Wutbürger, die nur Ihre eigenen Interessen im Blick haben. Wir sind Menschen die hier teilweise schon seit Generationen leben, die hier arbeiten, die über die alltägliche Gegenwart hinaus auch die Zukunft vom Lusthoop positiv gestalten wollen. Daran glauben wir!
An die Betreiber:
Wir kennen uns doch. Wir sind Nachbarn. Wir leben in dörflicher Gemeinschaft friedlich zusammen. Warum sprecht ihr nicht mit uns? Warum seid Ihr so geheimnisvoll und verschlossen. Geht Euch der persönliche Profit über die dörfliche Gemeinschaft ? Sprecht mit uns!
An alle:
Wir sind nicht gegen den Ausbau der Windenergie! Wir sind für einen Windpark in Ohrensen, - aber nicht in der geplanten und von der Kommunalpolitik genehmigten Dimension. Wir leisten Widerstand. Wir wollen einen Windpark Ohrensen im Einklang mit den Anwohnern vom Lusthoop und vom Rüschenkamp und der Natur. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Unterstützt uns durch Eure Unterschrift damit eine verträgliche Lösung herbeigeführt werden kann !


Neue Begründung: Wir können hiermit mit dieser Petition ein Zeichen für mehr Bürgerbeteiligung bei erneuerbaren Energieprojekten setzen und uns als Betroffene mehr einbringen. Wir können alle allen Beteiligten klar machen, dass die Anwohner rechtzeitig und ernsthaft mit einbezogen werden sollten und deren Stimme ernstgenommen wird. Ja, wir kämpfen für ein Stück mehr Fairness und Demokratie.
Die erneuerbaren Energien sind gut. Wie jede Technologie gibt es neben Vorteilen auch Nachteile. Diese werden jedoch allzu gerne unter den Teppich gekehrt und genau hier wollen wir ran. Die Nachteile müssen offen diskutiert und hierzu mit den betroffenen Anwohner Lösungen. Lösungen gefunden werden. Lösungen im Einklang der Natur und aller beteiligten Menschen.