• Änderungen an der Petition

    at 23 Aug 2020 21:47

    Vervollständigung des Zitats von Frau Rabl-Stadler


    Neue Begründung: Diese Petition wurde gestartet, um eine Wiederaufnahme des regulären Spielbetriebes an den Theatern, Opernhäusern sowie Konzerthäusern und Open-Air-Bühnen etc. spätestens zum Beginn der neuen Spielzeit wieder zuzulassen.
    Des Weiteren müssen alle bisherigen Maßnahmen wie die der vorgeschriebenen Hygieneregeln bei voller Sitzplatzauslastung wieder vollends aufgehoben werden.
    Ich möchte ein Plädoyer für die Rettung der Kultur halten, denn diese ist absolut systemrelevant und auch lebensnotwendig (für alldiejenigen, die sich ein schöneres, bereichernderes Leben wünschen und natürlich für uns Künstler.)!
    Denn was wären wir ohne die Künste? Wollen wir denn wirklich zulassen, dass einigen die Antwort auf diese Frage erst bewusst werden wird, wenn es dafür bereits zu spät ist? Wollen wir wirklich mit ansehen, wie unsere jahrhundertelang erworbene und über die Grenzen hinaus bestehende künstlerische Tradition tatsächlich ausblutet und zugrunde gerichtet wird und hernach in ihrer Vielfalt und Qualität nie wieder so sein würde wie zuvor?!
    "Das, was nun allmählich wieder erlaubt ist, ist nur die für eine winzige Minderheit angerührte, stark verdünnte Brühe und weder künstlerisch noch ökonomisch lebensfähig." (Wolfgang Herles)
    Hier wird gerade eine komplette Branche zum Tode verurteilt, welche zudem seit Beginn der Krise völlig durchs Raster gefallen ist, was die finanzielle Unterstützung anbelangt. Denn wo Kurzarbeitergeld und andere finanzielle Unterstützungen erneut greifen, bleibt uns Künstlern und Soloselbständigen weiterhin ausschließlich die Möglichkeit gegeben, Hartz4 zu beantragen (wobei auch hier eine mögliche Verlängerung des vereinfachten Zugangs über die 6 Monate hinaus offenbar noch nicht einmal angedacht wurde....) Also nimmt man nicht nur billigend in Kauf, dass wir unseren Beruf bis nunmehr mindestens Ende Oktober, gar bis Ende des Jahres oder vielleicht doch noch bis zur Findung und Zulassung eines Impfstoffes nicht ausüben dürfen - sondern so werden auch nach der Krise etliche aus existenzieller Not heraus ihren Lebenstraum bereits aufgegeben haben, weil sie sich zu lange ihres Broterwerbs beraubt sahen.
    Darüber hinaus werden neben den Künstlern v.a. auch die Agenturen und Konzertveranstalter oder kleineren Häuser, Orchester und Festivals in den Ruin getrieben, so dass auch zu Recht befürchtet werden muss, dass es aufgrund der aktuellen und anhaltenden Rekordverschuldung zu zahlreichen Veranstaltungen überhaupt erst gar nicht mehr kommen wird in Zukunft.
    Wir sind wie Hochleistungssportler und werden gerade massiv in unserer Leistungsfähigkeit geschädigt. Denn die künstlerischen Ergebnisse fruchten v.a. auch auf deren intensiver Vorbereitung und dem Auftrittsalltag.
    Wir müssen "raus in die Arena", wenn wir fit, nervenstark und konditionell gut aufgestellt bleiben wollen!
    Zum Nichtstun verdammt und jeglicher beruflichen Zukunftsperspektive beraubt, wird auch die künstlerische Qualität auf Dauer massiven Schaden erleiden.
    Außerdem fordern wir eine faire Gleichbehandlung bei der Umsetzung der Lockerungen!
    Weshalb dürfen die Menschen eng zusammengepfercht in den Urlaubsflieger steigen, aber die Sitzreihen im Theater müssen leer bleiben? (Wobei hier das ständige Argument der hochwertigeren Klimaanlage nicht eindeutig in seiner Funktionalität bestätigt wurde.)
    Warum bleiben Freilichtgroßveranstaltungen weiterhin untersagt, wenn sich seit Monaten abzeichnet, dass offenbar keinerlei Gefahr einer erneuten Virusausbreitung von den zahlreichen Demonstrationen tausender Menschenmassen zu befürchten ist?
    Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ließen die Tatsache eines zwar noch vorhandenen Virus, welches aber kaum noch Todesopfer oder schwer Erkrankte fordert, das aktuelle Infektionsgeschehen in Deutschland sowie die Möglichkeiten der Kontaktnachverfolgung zu, dass man wieder zur Eigenverantwortung unserer Besucher übergehen könnte, ob sie gewillt sind, an einer Veranstaltung teilzunehmen oder nicht.
    Zudem fühlt es sich mittlerweile äußerst willkürlich an, wenn z.B. zunächst die Institute der Charité für Sozialmedizin & Epidemiologie sowie für Hygiene & Umweltmedizin empfehlen, alle Plätze in den Konzertsälen wieder voll zu besetzen (allerdings vorerst nur mit Maske) und die Orchester wieder in der üblichen Aufstellung spielen zu lassen, dann aber plötzlich von oberster Stelle aus wieder zurückgerudert wird, ohne die genauen Gründe zu benennen.
    Traurige Tatsache ist und bleibt es also leider, dass, wenn die Kulturbranche noch länger unter diesen Restriktionen zu leiden hat, es diese und v.a. uns Künstler in dieser Form schlichtweg nicht mehr geben wird!
    Oder um es abschließend mit den Worten Helga Rabl-Stadlers (Präsidentin der Salzburger Festspiele) zu sagen: "Aber wir können doch nicht aufhören zu leben."
    leben.Wir nehmen Schaden an der Seele."

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 220 (212 in Deutschland)

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