Region: Germany
Culture

Für das sofortige Ende aller Restriktionen in der Kulturbranche!

Petition is directed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
483 Supporters 468 in Germany
The petition was withdrawn by the petitioner
  1. Launched June 2020
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Wir fordern das Ende sämtlicher Restriktionen im Kulturbetrieb und die sofortige Rückkehr zum regulären Spielbetrieb bei gleichzeitiger Wiedereröffnung und -zulassung aller kulturellen Veranstaltungen!

"Wenn die Bürokratie jetzt kulturelle Einrichtungen und Künstler als nicht systemrelevant einzudampfen bemüht ist, ist das ein Verbrechen, nicht nur an den Künstlern, sondern auch an den Menschen, die diese zum Leben brauchen und mit ganzer Seele an ihnen hängen und anschließend zurück ins Leben tänzeln‚ lachen und weinen." (Hans Peter Korf)

Reason

Diese Petition wurde gestartet, um eine Wiederaufnahme des regulären Spielbetriebes an den Theatern, Opernhäusern sowie Konzerthäusern und Open-Air-Bühnen etc. spätestens zum Beginn der neuen Spielzeit wieder zuzulassen.

Des Weiteren müssen alle bisherigen Maßnahmen wie die der vorgeschriebenen Hygieneregeln bei voller Sitzplatzauslastung wieder vollends aufgehoben werden.

Ich möchte ein Plädoyer für die Rettung der Kultur halten, denn diese ist absolut systemrelevant und auch lebensnotwendig (für alldiejenigen, die sich ein schöneres, bereichernderes Leben wünschen und natürlich für uns Künstler.)!

Denn was wären wir ohne die Künste? Wollen wir denn wirklich zulassen, dass einigen die Antwort auf diese Frage erst bewusst werden wird, wenn es dafür bereits zu spät ist? Wollen wir wirklich mit ansehen, wie unsere jahrhundertelang erworbene und über die Grenzen hinaus bestehende künstlerische Tradition tatsächlich ausblutet und zugrunde gerichtet wird und hernach in ihrer Vielfalt und Qualität nie wieder so sein würde wie zuvor?!

"Das, was nun allmählich wieder erlaubt ist, ist nur die für eine winzige Minderheit angerührte, stark verdünnte Brühe und weder künstlerisch noch ökonomisch lebensfähig." (Wolfgang Herles)

Hier wird gerade eine komplette Branche zum Tode verurteilt, welche zudem seit Beginn der Krise völlig durchs Raster gefallen ist, was die finanzielle Unterstützung anbelangt. Denn wo Kurzarbeitergeld und andere finanzielle Unterstützungen erneut greifen, bleibt uns Künstlern und Soloselbständigen weiterhin ausschließlich die Möglichkeit gegeben, Hartz4 zu beantragen (wobei auch hier eine mögliche Verlängerung des vereinfachten Zugangs über die 6 Monate hinaus offenbar noch nicht einmal angedacht wurde....) Also nimmt man nicht nur billigend in Kauf, dass wir unseren Beruf bis nunmehr mindestens Ende Oktober, gar bis Ende des Jahres oder vielleicht doch noch bis zur Findung und Zulassung eines Impfstoffes nicht ausüben dürfen - sondern so werden auch nach der Krise etliche aus existenzieller Not heraus ihren Lebenstraum bereits aufgegeben haben, weil sie sich zu lange ihres Broterwerbs beraubt sahen.

Darüber hinaus werden neben den Künstlern v.a. auch die Agenturen und Konzertveranstalter oder kleineren Häuser, Orchester und Festivals in den Ruin getrieben, so dass auch zu Recht befürchtet werden muss, dass es aufgrund der aktuellen und anhaltenden Rekordverschuldung zu zahlreichen Veranstaltungen überhaupt erst gar nicht mehr kommen wird in Zukunft.

Wir sind wie Hochleistungssportler und werden gerade massiv in unserer Leistungsfähigkeit geschädigt. Denn die künstlerischen Ergebnisse fruchten v.a. auch auf deren intensiver Vorbereitung und dem Auftrittsalltag. Wir müssen "raus in die Arena", wenn wir fit, nervenstark und konditionell gut aufgestellt bleiben wollen! Zum Nichtstun verdammt und jeglicher beruflichen Zukunftsperspektive beraubt, wird auch die künstlerische Qualität auf Dauer massiven Schaden erleiden.

Außerdem fordern wir eine faire Gleichbehandlung bei der Umsetzung der Lockerungen!

Weshalb dürfen die Menschen eng zusammengepfercht in den Urlaubsflieger steigen, aber die Sitzreihen im Theater müssen leer bleiben? (Wobei hier das ständige Argument der hochwertigeren Klimaanlage nicht eindeutig in seiner Funktionalität bestätigt wurde.)

Warum bleiben Freilichtgroßveranstaltungen weiterhin untersagt, wenn sich seit Monaten abzeichnet, dass offenbar keinerlei Gefahr einer erneuten Virusausbreitung von den zahlreichen Demonstrationen tausender Menschenmassen zu befürchten ist?

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ließen die Tatsache eines zwar noch vorhandenen Virus, welches aber kaum noch Todesopfer oder schwer Erkrankte fordert, das aktuelle Infektionsgeschehen in Deutschland sowie die Möglichkeiten der Kontaktnachverfolgung zu, dass man wieder zur Eigenverantwortung unserer Besucher übergehen könnte, ob sie gewillt sind, an einer Veranstaltung teilzunehmen oder nicht.

Zudem fühlt es sich mittlerweile äußerst willkürlich an, wenn z.B. zunächst die Institute der Charité für Sozialmedizin & Epidemiologie sowie für Hygiene & Umweltmedizin empfehlen, alle Plätze in den Konzertsälen wieder voll zu besetzen (allerdings vorerst nur mit Maske) und die Orchester wieder in der üblichen Aufstellung spielen zu lassen, dann aber plötzlich von oberster Stelle aus wieder zurückgerudert wird, ohne die genauen Gründe zu benennen.

Traurige Tatsache ist und bleibt es also leider, dass, wenn die Kulturbranche noch länger unter diesen Restriktionen zu leiden hat, es diese und v.a. uns Künstler in dieser Form schlichtweg nicht mehr geben wird!

Oder um es abschließend mit den Worten Helga Rabl-Stadlers (Präsidentin der Salzburger Festspiele) zu sagen: "Aber wir können doch nicht aufhören zu leben.Wir nehmen Schaden an der Seele."

Thank you for your support, Barbara Senator from Leipzig
Question to the initiator

News

  • Ich bedanke mich noch einmal ganz lieb bei denjenigen Unterzeichnern, die mir noch einmal geschrieben hatten und freue mich über die Mut machenden, aufbauenden Worte!

    Da ich beim letzten Mal nicht wusste, wie richtig gelöscht werden muss, mach ich's jetzt dann nochmal, endgültig. Seufz...

    Wer allrdings Interesse hat, eine anderes Projekt von mir zu verfolgen, kann sich gerne unserer Facebookgruppe anschließen:

    www.facebook.com/groups/359317132051566

    Hier versuche ich gerade, hoffentlich mit Hilfe der Alarmstufe Rot (entscheidet sich die Tage) noch einige Prominenz an Bord zu bekommen als Unterzeichner eines offenen Briefes an sämtliche dt./österr./schweizer. Sendeanstalten (Radio & TV).

    In diesem wünschen wir uns noch... further

  • Ihr Lieben,

    schweren Herzens beende ich heute meine Ende Juni ins Leben gerufene Petition.

    Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr erhofft, als mir nach 3 1/2 Monaten Laufzeit und unermüdlichem Hausieren-Gehens mit noch nicht einmal 500 erreichten Unterschriften ziemlich desillusioniert eingestehen zu müssen, dass diese schlicht gescheitert ist.

    Was mir der neu verhängte "Lockdown light" mit seiner erneuten Komplettschließung sämtlicher Spielbetriebe zudem noch unmißverständlich klar macht...

    Dennoch möchte ich mich noch einmal bei allen von Herzen bedanken, die mich bei meinem Vorhaben mit Ihrer Stimme unterstützt haben!!

    Ich grüße Euch und verbleibe mit herzlichen traurigen
    Grüßen,

    Eure Barbara.

  • Ich wünsche allseits ein schönes Wochenende!

    Anbei der Link für eine spontan geplante Aktion von uns Künstlern und Kulturschaffenden (beschrieben im Petitionstext) vor dem traurigen Hintergrund in den uns der erneute Lockdown nun wieder versetzt hat.

    Es handelt sich dabei um keine wirkliche Petition, aber um genügend unterstützende Unterschriften zu sammeln, gab es leider keine andere Möglichkeit, als eine solche aufzusetzen, die dann mit dem offiziellen Schreiben kommende Woche an so viel wie möglich Rundfunk- und TV-Sendeanstalten verschicken werden wird.

    www.openpetition.de/petition/online/ohne-uns-wirds-still

    Ich freue mich über Eure Unterstützung und drückt die Daumen, dass das Vorhaben gelingen möge!

    Liebe Grüße und Danke... further

Not yet a PRO argument.

Die große Liebe zur Kunst bei gleichzeitiger noch größerer Gleichgültigkeit den Opfern der Pandemie gegenüber ist bemerkenswert. Bemerkenswert widerwärtig.

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