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  • Petition in Zeichnung - "Ungeteilte" Zukunft - Wagenburg-Gymnasium Stuttgart muss nicht an Stöckach

    20-03-16 11:00 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    Sie haben uns unterstützt in unserem Protest gegen die Teilauslagerung des Wagenburg-Gymnasiums an den Stöckach. Über 2000 Menschen haben die Petition unterzeichnet, die wir in der vergangenen Woche an die Fraktionschefs im Stuttgarter Gemeinderat übergeben konnten.
    Zusammen mit all den anderen Aktivitäten vom Banner an der Schule bis zu den diversen Aktionen im politischen Raum hat unsere Petition ihre Wirkung entfaltet: Am Donnerstag stimmte die Mehrheit des Gemeinderats gegen die Auslagerung an den Stöckach und für die Containerlösung in der Nachbarschaft unserer Schule. Das ist ein toller Erfolg für die Schulgemeinschaft und bietet der Schule auch während des Umbaus die Möglichkeit, ihre erfolgreiche Arbeit als deutsch-französisches Gymnasium, aber auch als Stadtteil-Schule fortzuführen.
    Vielen Dank für Ihre Unterstützung und den Rückenwind, den wir dadurch verspürt haben. Das hat uns gezeigt, dass Sie alle eine gute Zukunft für das Wagenburg wollen. Und die wird es nun geben.
    Weitere Informationen zum Wagenburg-Gymnasium finden Sie unter www.wagenburg-gymnasium.de.

    Herzliche Grüße
    Peter Heilbrunner

  • Änderungen an der Petition

    06-03-16 16:25 Uhr

    Von mehreren Unterstützern wurde angemerkt, dass einige Details noch fehlen. So wurde in der urspürnglichen Fassung die Sanierungsdauer nicht erwähnt. Auch auf die Folgen der Teilauslagerung für die SchülerInnen des Englisch-Zuges wurde nicht hingewiesen. Beide Punkte habe ich nun ergänzt.
    Neuer Petitionstext: Das Wagenburg-Gymnasium (WBG) ist dringend sanierungsbedürftig. Das Geld hierfür ist bewilligt, jetzt geht es um die Umsetzung. Ursprünglich sollte ein Teil der Schule umziehen in Container, die auf dem benachbarten Wagenburgplatz aufgestellt werden sollten. Im Sommer 2015 tauchte wie aus dem Nichts eine Vorlage der Verwaltung auf, die während der Umbauzeit eine Teilauslagerung in die ehemalige Hauswirtschaftliche Schule am Stöckach vorsieht. Für die Schule bedeutet das: Lange Wegezeiten zwischen den beiden Schulstandorten. Und zwar mindestens 3 Jahre lang. Für das Sanierungsgebiet Stöckach heißt es: Die Aufwertung des Gebiets wird auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Mitte März soll der Gemeinderat über die Pläne abstimmen, die Verwaltung setzt auf Geschwindigkeit statt auf Argumente. Eltern, Lehrende, Schülerinnen und Schüler sowie der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost sagen Nein zu diesem Vorschlag von Schulbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann.
    Wir fordern die Verwaltung auf, die einst zugesagte Containerlösung weiter zu verfolgen und die Sanierung des Stöckach-Gebietes zügig in Angriff zu nehmen. Die Pläne zur Teilauslagerung gefährden die Schule und ihr spezielles deutsch-französisches Profil, das ein Alleinstellungsmerkmal in der Stuttgarter Schullandschaft darstellt. Gewinnen würde aber auch der Stöckach: Eine rasche bauliche Neugestaltung mitsamt zusätzlichem bezahlbaren Wohnraum würde den Stuttgarter Osten aufwerten und die Wohnungsnot lindern helfen.
    www.facebook.com/wbg.sanierung/
    www.wagenburg-gymnasium.de/eltern-und-freunde/elternbeirat/
    Neue Begründung: Über das normale Programm eines Gymnasiums hinaus bietet das WBG: Französisch als 1. Fremdsprache, Französisch als Muttersprache, bilingualen Unterricht in Geographie, Geschichte und Gemeinschaftskunde, Deutsch als Zweitsprache , Histoire-Unterricht sowie Mathematik in französischer Sprache und Français nach dem französischem Bildungsplan für Kinder, die in absehbarer Zeit nach Frankreich zurückkehren werden („CNED“). Aus diesem besonderen Schulprofil ergeben sich Klassen, die aus verschiedenen Schülergruppen zusammengesetzt sind und es besteht die Notwendigkeit, die Stundenpläne der drei Klassen einer Stufe parallel zu gestalten, um in den entsprechenden Fächern die Profilgruppenbildung zu ermöglichen. Je nach Schülerzahl in den unterschiedlichen Profilen ergeben sich Konstellationen, in denen 5 Gruppen gleichzeitig mit jeweils unterschiedlichem Unterricht versorgt werden müssen. Wenn die Lehrer nun ständig zwischen den Standorten hin und herpendeln müssen, kann dieses Angebot kaum Aufrecht erhalten werden – oder nur, wenn der Schultag verlängert wird. Doch schon heute haben die SchülerInnen des WBG wegen des speziellen Profils deutlich mehr Unterricht als ihre Altersgenossen an anderen Gymnasien. 45 Stunden Wochen für Mittel- und OberstufenschülerInnen wären die Folge – das kann niemand wollen.
    wollen. Zudem könnte sich das Angebot in der Kursstufe deutlich verschlechtern, weil die Kooperation mit dem Heidehof-Gymnasium angesichts der Entfernung zwischen Stöckach und Heidehof nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Doch die Auslagerung betrifft nicht nur die SchülerInnen des Französisch-Zuges. Auch für die SchülerInnnen der Englisch-Abteilung wären lange Wegezeiten und ausgedehnte Schultage die unangenehme Folge.
    Verlieren würde aber auch der Stöckach. In einem langen Prozess der Bürgerbeteiligung wurde die Stadtteilerneuerung geplant und erörtert. Werden Teile des Wagenburg-Gymnasiums nun interimsweise in die ehemalige Hauswirtschaftliche Schule ausgelagert, verzögert sich eines der Kernprojekte des Sanierungsprogramms um Jahre. Auch die Finanzierung des Abrisses und der Platzumgestaltung könnte auf der Kippe stehen. Noch schwerer würde aber der dadurch drohende Vertrauensverlust bei den seit Jahren in der Bürgerbeteiligung engagierten Anwohner wiegen.
    Deshalb stemmen wir uns gegen die Pläne zur Teilauslagerung des Wagenburg-Gymnasiums an den Stöckach.