15.08.2026, 09:57
Die Struktur-Förderung Braunschweig GmbH (SFB) und die Stadtbad GmbH hatten geladen und viele kamen. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger wollten letzten Montag wissen, wie es mit der Sanierung des Gliesmaroder Bades denn nun weitergeht. Und ob überhaupt.
Abriss statt Sanierung? Verschiebung der Sanierung auf den Sankt Nimmerleinstag? Sanierungsstop wegen fehlender Haushaltsmittel? - Zeitungsartikel und Leserbriefe zeigten in den den vergangenen Monaten zunehmend Verunsicherung und Besorgnis. Auch wir waren alarmiert.
Vieles davon konnte beim „INFOBADEN“ ausgeräumt werden.
Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum erinnerte in seiner Begrüßungsrede an die Geschichte der Badrettung vom Drei-Bäder-Konzept 2007 bis zum Ratsbeschluss von 2025 und ließ keinen Zweifel daran, dass es bei der Badsanierung „jetzt wirklich mit großen Schritten vorangeht“ und die „Feinplanung“ begonnen hat.
Tobias Groß, Geschäftsführer der Stadtbad GmbH, betonte einmal mehr, wie sehr die Wasserflächen des Gliesmaroder Bades für das Braunschweiger Bäderangebot gebraucht werden. Und es gehe nicht mehr darum, ob eröffnet werde, sondern um das Wann und das Wie.
Natascha Wessling, Geschäftsführerin der SFB, die – in Kooperation mit der Stadtbad GmbH - mit der Sanierung beauftragt ist, erläuterte Eckdaten der Planung. Man gehe „sehr achtsam an diese Sanierung“, müsse aber schauen, was mit „wirtschaftlich vertretbarem Aufwand“ saniert werden kann. Die Holzstruktur des Gebäudes (Dach, Fassade), der Beton, insbesondere die tragenden Betonelemente gehörten nicht dazu. Sie wiesen so gravierende Schäden auf, dass ein Rückbau von ca. 2/3 des jetzigen Gebäudes erforderlich sei.
Am Ende werde es aber „ein wirklich tolles Bad“, auf das sich alle freuen könnten.
Im Anschluss an die Redebeiträge ging es zum „Informationsmarkt“ auf der Terrasse des Bad-Bistros. Mit Glücksrad, Gratis-Eis, vor allem aber mit großformatigen Postern auf Stellwänden, die den aktuellen Planungsstand für Architektur, Energie, Wassertechnik, Beton, Energie und Akustik veranschaulichten.
Die Anwesenheit von FachplanerInnen der einzelnen Sparten bot die Gelegenheit zu individuellen Fragen. Das galt auch für die Mitglieder des Sanierungsteams von SFB und Stadtbad, den Oberbürgermeister und die anderen anwesenden Politikern.
Nach dem „INFOBADEN“ sind wir fest davon überzeugt, dass der Ratsbeschluss zur Sanierung des Gliesmaroder Bades vom Frühjahr 2025 grundsätzlich umgesetzt wird.
Bei der „Feinplanung“ scheint es aber noch offene Fragen zu geben:
So zum Beispiel die Frage, ob Außenbecken, Whirlpool und/oder Planschbecken wirklich wegfallen. - Auf dem Architektur-Poster sind sie gestrichen, laut BZ bleiben sie bestehen. Bleibt die Rutsche? – Bei Nachfragen gab es unterschiedliche Antworten.
Welche Bekleidungsregeln gelten für die Sauna? Kann die Liegewiese von den Badegästen weiterhin komplett genutzt werden? Wie wird der Umkleidebereich gestaltet: offen oder mit Geschlechtertrennung, wie sie von manchen Frauen und Männern als angenehmer und sicherer angesehen wird?
Wir hoffen, dass Wünsche der BürgerInnen berücksichtigt werden. Die Fragebogenaktion beim „INFOBADEN“ macht Hoffnung.
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Weitere Fotos auf unseren Webseiten. - Lesetipps zur Ergänzung:
Kostenfrei:
https://braunschweig-spiegel.de/brandneue-daten-vom-infoschwimmen-im-gliesmaroder-bad/
Mit Bezahlschranke:
https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/braunschweig/article412828908/steht-das-bad-gliesmarode-in-braunschweig-vor-dem-abriss-jetzt-gibt-es-klarheit.html
Struktur-Förderung Braunschweig, GmbH / Projekt-Team Badsanierung:
https://www.struktur-foerderung.de/bad-gliesmarode