Region: Juist
Civil rights

Juist Töwerland: Naturerhalt statt Baugewalt

Petition is directed to
Bürgermeister Dr. Tjark Goerges
577 Supporters 26 in Juist
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  1. Launched September 2020
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Die Petition ist bereit zur Übergabe - Wir bitten um Eure/Ihre Unterstützung

at 18 May 2022 16:00

Liebe Unterstützer:Innen der im September 2020 gestarteten Petition „Naturerhalt statt Baugewalt“,

in den letzten Monaten haben die Gemeinde Juist und der Investor ihre Bemühungen fortgesetzt, insgesamt sechs Gebäude mit überwiegend Ferienwohnungen in das Plangebiet V6 im Ostdorf zu bauen. Wesentliche Änderungen zu den im September 2020 vorgestellten Planungen gibt es nicht.

Seit Ende April können auf der Homepage der Gemeinde Juist unter „Bekanntmachungen“ die Pläne sowie die Begründung zur Planung eingesehen werden, s. oc.gemeinde-juist.de/oeffentliche-bekanntmachungen/ (unter dem Stichpunkt „Öffentliche Auslegung, Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan V 6 für 5 Inselkaten und ein Mehrfamilienhaus").

Der aktuelle Verfahrensstand dient der öffentlichen Beteiligung nach § 3 Abs. 2 BauGB und ist nicht nur ein formal wichtiger Vorgang, sondern auch die Chance, in diesem Stadium noch einmal Anmerkungen, Anregungen und auch Widerspruch zu der geplanten Bebauung kundzutun.

Daher schicke ich Ihnen/Euch den Link mit der großen Bitte, möglichst zahlreich an der öffentlichen Beteiligung teilzunehmen und Ihre/Eure Bedenken gegen die zunehmende Verdichtung auf der Insel Juist, den Verlust von noch mehr Grünflächen und der nachhaltigen Veränderung der städtebaulichen Entwicklung zu äußern.
Anregungen oder Anmerkungen zum Vorhaben können bis 25. Mai 2022 per Mail an bauverwaltung@juist.de erfolgen, siehe hierzu im Einzelnen: oc.gemeinde-juist.de/wp-content/uploads/sites/3/2022/04/2022.04.13_VHB-6_Inselkaten_Oeffentl.-Bekanntmachung_m.-Unterschrift.pdf.

Einerseits beklagt nicht nur die Insel Juist seit Jahren den Zuwachs von Ferienwohnungen und hat sich daher zum Ziel gesetzt, dem in der Vergangenheit eingesetzten Veränderungsprozess durch Zweitwohnungen entgegenzuwirken, im Gegensatz dazu aber unterstützt die Gemeinde mit dem Verfahren zum Erlass des vorhabenbezogenen Bebauungsplans V6 den Bau von Zweitwohnungen in hohem Maße.

Wir halten den Bebauungsplanentwurf unverändert für fehlerhaft und rechtswidrig, sehen nach wie vor nicht, dass das Investorenvorhaben für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung der Insel Juist erforderlich ist. Im Gegenteil zeigt die Planung, dass es vordergründig nur um private Interessen des Investors sowie des beteiligten Eigentümers der Grundstücke geht. Die Schaffung von Dauerwohnraum wurde nachträglich so eingefügt, dass die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse nicht gewahrt werden. Weder ist für die drei geplanten Wohnungen ein ausreichender Garten vorhanden (insgesamt nur rund 418 qm Grundfläche, auf dem auch noch Nebengebäude untergebracht werden sollen), noch ist mithilfe des vorgelegten Entwurfs des Durchführungsvertrages sichergestellt, dass tatsächlich auf Dauer Wohnraum für die Insulaner geschaffen wird.

Wir bitten Euch/Sie heute daher noch einmal um Eure/Ihre Unterstützung, so wie Ihr/Sie es bereits in den Kommentaren so zahlreich und engagiert getan habt. Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, die Schönheit der Natur auf der Insel Juist ein Stück weit zu erhalten und das Vorhaben zu verhindern.

Herzlichen Dank im Voraus für Eure/Ihre Unterstützung
und liebe Grüße
Anke Gößmann


Wir bitten um Eure/Ihre Untersützung

at 18 May 2022 15:52

Liebe Unterstützer:Innen der im September 2020 gestarteten Petition „Naturerhalt statt Baugewalt“,

in den letzten Monaten haben die Gemeinde Juist und der Investor ihre Bemühungen fortgesetzt, insgesamt sechs Gebäude mit überwiegend Ferienwohnungen in das Plangebiet V6 im Ostdorf zu bauen. Wesentliche Änderungen zu den im September 2020 vorgestellten Planungen gibt es nicht.

Seit Ende April können auf der Homepage der Gemeinde Juist unter „Bekanntmachungen“ die Pläne sowie die Begründung zur Planung eingesehen werden, s. oc.gemeinde-juist.de/oeffentliche-bekanntmachungen/ (unter dem Stichpunkt „Öffentliche Auslegung, Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan V 6 für 5 Inselkaten und ein Mehrfamilienhaus").

Der aktuelle Verfahrensstand dient der öffentlichen Beteiligung nach § 3 Abs. 2 BauGB und ist nicht nur ein formal wichtiger Vorgang, sondern auch die Chance, in diesem Stadium noch einmal Anmerkungen, Anregungen und auch Widerspruch zu der geplanten Bebauung kundzutun.

Daher schicke ich Ihnen/Euch den Link mit der großen Bitte, möglichst zahlreich an der öffentlichen Beteiligung teilzunehmen und Ihre/Eure Bedenken gegen die zunehmende Verdichtung auf der Insel Juist, den Verlust von noch mehr Grünflächen und der nachhaltigen Veränderung der städtebaulichen Entwicklung zu äußern.
Anregungen oder Anmerkungen zum Vorhaben können bis zum 25. Mai 2022 per Mail an bauverwaltung@juist.de erfolgen, siehe hierzu im Einzelnen: oc.gemeinde-juist.de/wp-content/uploads/sites/3/2022/04/2022.04.13_VHB-6_Inselkaten_Oeffentl.-Bekanntmachung_m.-Unterschrift.pdf.

Einerseits beklagt nicht nur die Insel Juist seit Jahren den Zuwachs von Ferienwohnungen und hat sich daher zum Ziel gesetzt, dem in der Vergangenheit eingesetzten Veränderungsprozess durch Zweitwohnungen entgegenzuwirken, im Gegensatz dazu aber unterstützt die Gemeinde mit dem Verfahren zum Erlass eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans V6 den Bau von Zweitwohnungen in hohem Maße.

Wir halten den Bebauungsplanentwurf unverändert für fehlerhaft und rechtswidrig, sehen nach wie vor nicht, dass das Investorenvorhaben für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung der Insel Juist erforderlich ist. Im Gegenteil zeigt die Planung, dass es vordergründig nur um private Interessen des Investors sowie des beteiligten Eigentümers der Grundstücke geht. Die Schaffung von Dauerwohnraum wurde nachträglich so eingefügt, dass die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse nicht gewahrt werden. Weder ist für die drei geplanten Wohnungen ein ausreichender Garten vorhanden (insgesamt nur rund 418 qm Grundfläche, auf dem auch noch Nebengebäude untergebracht werden sollen), noch scheint mithilfe des vorgelegten Entwurfs des Durchführungsvertrages sichergestellt, dass tatsächlich auf Dauer Wohnraum für die Insulaner geschaffen wird.

Wir bitten Euch/Sie heute daher noch einmal um Eure/Ihre Unterstützung, so wie Ihr/Sie es bereits in den Kommentaren so zahlreich und engagiert getan habt. Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, die Schönheit der Natur auf der Insel Juist ein Stück weit zu erhalten und das Vorhaben zu verhindern.


Die Petition ist bereit zur Übergabe - Herzlichen Dank für Ihre/Eure Unterstützung in den letzten Monaten!

at 13 Sep 2021 19:42

Liebe Unterstützer:innen,
nach einem Jahr endet unsere Petition heute planmäßig, eine Verlängerung ist leider nicht möglich. Wir hätten uns über eine noch längere Unterstützung sehr gefreut, denn es ist tatsächlich noch nicht endgültig entschieden, ob und in welcher Form das Grundstück bebaut werden darf. Die letzte Entscheidung des Gemeinderates Anfang September 2021 betraf den Beschluss zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, eine Offenlegung und damit die Möglichkeit zur Stellungnahme ist bisher nicht erfolgt. Sollten Sie weiter an der Entwicklung der Bautätigkeiten im Ostdorf und auf der Insel Juist interessiert sein, schicken Sie gerne eine Nachricht an anke.goessmann@t-online.de. Auch wenn Sie sich weiterhin engagieren möchten, schreiben Sie uns gerne. Wir sind für Unterstützung jeder Art dankbar.
Bei der nächsten passenden Sitzung des Gemeinderates oder des Bau- und Verwaltungsausschusses werden wir die Unterschriftenliste und vor allem die vielen guten, inselverbundenen Kommentare an den Bürgermeister übergeben.
Herzlichst, Anke Gößmann


Änderungen an der Petition

at 28 Feb 2021 17:42

Das Vorhaben wurde bisher nicht im Bauausschuss der Gemeinde Juist behandelt. Seit einigen Monaten ist die Leitung der Bauverwaltung nicht besetzt. Es wurde noch kein Antrag auf Durchführung eines vereinfachten, vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens eingereicht. Von daher möchten wir die Zeit nutzen und weitere Unterstützer für die Petition finden.


Neues Zeichnungsende: 13.09.2021
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 531 (26 in Juist)


Ein Meilenstein: 500 Unterzeichner - Danke!!

at 30 Dec 2020 17:09

Liebe Unterstützer*innen, liebe Freunde,

heute haben wir unglaubliche 500 Unterschriften erreicht und können damit dieses Jahr mit einem kleinen Erfolg abschließen. Für Ihre & Eure tatkräftige Unterstützung möchten wir uns ganz ganz herzlich bedanken! Wir wünschen Ihnen & Euch einen erholsamen Start in das Neue Jahr und ein fröhliches und vor allem gesundes 2021.

Bis zum Ende der Petition werden wir weiter sammeln und freuen uns, wenn Ihr/ Sie uns dabei unterstützt und den Link teilt, denn jede Unterschrift zählt!

Herzlichen Dank an Alle,

Dr. Anke Gößmann


Petition in Zeichnung - Update nach 4 Wochen

at 11 Oct 2020 18:56

Liebe Unterstützer*innen, liebe Freunde,

nach vier Wochen Laufzeit bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Unterzeichnern, die unsere Petition bisher unterschrieben haben, es sind heute unglaubliche 444, ein toller Erfolg! Aber wir dürfen nicht nachlassen in unseren Bemühungen:

Mit Entsetzen haben wir Anfang dieser Woche, am 06. Oktober, beobachten müssen, wie zwei Bagger zunächst das Grün gerodet und sodann den Boden des Grundstücks im Ostdorf an mehreren Stellen ausgehoben haben (siehe Fotos). Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es sich wohl um die Entnahme von Bodenproben handelt. Die vorher mit Gras und Wildblumen bewachsene Grünfläche sieht plötzlich grau und zerwühlt aus.

Was im Anschluss an diese Maßnahmen folgt, ist uns nicht bekannt. In jedem Fall zeigen die Maßnahmen schon jetzt einen bedrückenden Blick in die Zukunft und geben einen bitteren Vorgeschmack auf das, was noch kommen mag. Die Vorbereitungen für das Bauvorhaben laufen offensichtlich weiter. Aus diesem Grund bitten wir Sie und Euch heute, die Petition weiter zu teilen und Freunde sowie Bekannte, die noch nicht unterschrieben haben, dazu zu motivieren. Gerne stellen wir Ihnen/ Euch Listen in Papierform oder Info-flyer mit QR-Code als Link zur Petition zur Verfügung, die lokal aufgehängt werden können an schwarzen Brettern, Pinnwänden, Plakatwänden, Litfaßsäulen, Straßenlaternen, in Supermärkten, usw.

Jeder, der Kontakte zur Presse und anderen sozialen Medien hat, kann unser Anliegen gerne weiterreichen.

Herzlichen Dank an alle!

Anke Gößmann


Update

at 11 Oct 2020 15:48

Liebe Unterstützer*innen, liebe Freunde,

nach vier Wochen Laufzeit bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Unterzeichnern, die unsere Petition bisher unterschrieben haben, es sind heute 443, ein toller Erfolg! Aber wir dürfen nicht nachlassen in unseren Bemühungen:

Mit Entsetzen haben wir Anfang dieser Woche, am 06. Oktober, beobachten müssen, wie zwei Bagger zunächst das Grün gerodet und sodann den Boden des Grundstücks im Ostdorf an mehreren Stellen ausgehoben haben. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es sich wohl um die Entnahme von Bodenproben handelt. Die vorher mit Gras und Wildblumen bewachsene Grünfläche sieht plötzlich grau und zerwühlt aus.

Was im Anschluss an diese Maßnahmen folgt, ist uns nicht bekannt. In jedem Fall zeigen die Maßnahmen schon jetzt einen bedrückenden Blick in die Zukunft und geben einen bitteren Vorgeschmack auf das, was noch kommen mag. Die Vorbereitungen für das Bauvorhaben laufen offensichtlich weiter. Aus diesem Grund bitten wir Sie und Euch heute, die Petition weiter zu teilen und Freunde sowie Bekannte, die noch nicht unterschrieben haben, dazu zu motivieren. Gerne stellen wir Ihnen/ Euch Listen in Papierform oder Info-flyer mit QR-Code als Link zur Petition zur Verfügung, die lokal aufgehängt werden können an schwarzen Brettern, Pinnwänden, Plakatwänden, Litfaßsäulen, Straßenlaternen, in Supermärkten, usw.

Jeder, der Kontakte zur Presse und anderen sozialen Medien hat, kann unser Anliegen gerne weiterreichen.

Herzlichen Dank an alle!
Anke Gößmann


Petition in Zeichnung - Zwischenstand nach einer Woche - Danke!

at 20 Sep 2020 17:48

Liebe Unterstützer*innen,

vielen Dank, dass Sie/ Ihr die Petition "Juist Töwerland: Naturerhalt statt Baugewalt" unterschrieben haben/ habt. In nur einer Woche haben wir bereits über 250 Unterschriften gesammelt! Ganz besonders freuen wir uns über die persönlichen und liebevollen Kommentare, die uns in unserem Vorhaben mehr als bestärken. Es ist ermutigend, so viele Juistliebhaber an unserer Seite zu wissen, denen die Natur und die Zukunft der Insel genauso am Herzen liegen wie uns.

Aber die Zeit drängt: Es ist möglich, dass der Gemeinderat bereits Anfang Oktober über den Aufstellungsbeschluss für das geplante Bauvorhaben entscheidet.

Bitte unterstützen Sie/ unterstützt uns weiter, damit wir dem Bürgermeister sowie dem Gemeinderat gegenüber mit großem Rückhalt auftreten können.

Verbreiten Sie/ verbreitet die Petition weiter über Whatsapp, Facebook, E-Mail etc. Hier noch mal der Link zur Petition: www.openpetition.de/petition/online/juist-toewerland-naturerhalt-statt-baugewalt.

Auch analog können wir Unterschriften sammeln - gerne stellen wir Listen zur Verfügung. Schreiben Sie/ schreibt uns eine E-Mail an anke.goessmann@gmx.de.

Das angehängte Foto stammt von dieser Woche. Während Sie/ Ihr zahlreich unterschrieben haben/ habt, konnten wir wieder einmal ein Reh auf dem Grundstück beobachten. Genauso wie Hasen, Fasane und viele andere Tiere, kommen die Rehe regelmäßig, um auf der Fläche, die bebaut werden soll, zu ruhen, zu grasen oder um sich um die Kitze zu kümmern. Das ist nur ein Beispiel der zauberhaften Natur, die wir erhalten möchten.

Nochmals Danke für Ihre/ Eure Unterstützung!

Anke Gößmann, auch im Namen zahlreicher Nachbarn


Änderungen an der Petition

at 20 Sep 2020 16:59

Zwei Schreibfehler, die jetzt bemerkt worden sind.


Neue Begründung: „Töwerland“ - Zauberland wird die Nordseeinsel liebevoll von den Insulanern genannt. Der größte Teil dieser zauberhaften Natur steht als Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unter besonderem Schutz und gehört seit 2009 zum UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer.
**Wir möchten, dass dieses Zauberland auch für künftige Generationen erhalten und nicht durch eine irreversible, unbedachte, übermäßige Bebauung zerstört wird.**
Die Lage ist ernst:
*„In den vergangenen Jahren wurden auf der Insel Juist zunehmend Häuser von Investoren aufgekauft, anschließend erweitert oder durch Objekte mit mehreren Wohneinheiten ersetzt. Durch die Spekulationen der Investoren steigen die Immobilienpreise auf der Insel stark an. Auch die Kurzzeitvermietung an Touristen ist oftmals lukrativer als die Dauervermietung, sodass sich viele Insulaner gezwungen sehen, auf das Festland abzuwandern. Parallel wirkt sich der zunehmende Mangel an Personalwohnungen negativ auf die touristischen Angebote und die damit einhergehenden Dienstleistungen aus. Die derzeitigen Bebauungspläne der Insel Juist stellen eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen, auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang bringt, und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechtliche Bodennutzung gem. § 1 Abs. 5 S. 1 BauGB gewährleistet, nicht mehr sicher. Die Gemeinde sieht sich daher in der Pflicht, die gesamten Bebauungspläne des Siedlungsbereiches zu überprüfen und neu aufzustellen“* (Auszug aus der Begründung zum Vorentwurf des Bebauungsplans Nr. 3 „Touristisches Wohngebiet Ost“ der Gemeinde Juist, 06/17, oc.gemeinde-juist.de/wp-content/uploads/2017/07/Juist_3_Begr_170626.pdf).
Mit der von den Investoren geplanten Bebauung im Ostdorf können die grundsätzlichen Ziele der Gemeinde Juist, wie die Sicherung
- der ortstypischen Gebietsstrukturen
- der touristischen Infrastruktur
- der Gästebeherbergung
- sowie der Schaffung von ausreichendem (Dauer-)Wohnraum
**nicht** erreicht werden.
Die **ortstypischen Gebietsstrukturen** im Ostdorf würden durch die Bebauung massiv verändert, es käme zu einer städtebaulich nicht verträglichen Verdichtung der Ortsrandlage. Die Grünflächen sorgen mit dem Buschwerk für eine einen guten Ausgleich des vorhandenen Bauteppichs.
Die Schaffung von **ausreichendem (Dauer-)Wohnraum** ist mit dem Vorhaben der Investoren Kuhlmann/Schüssler **nicht** nachhaltig sichergestellt. Hierzu stellte Bauamtsleiterin Karoline Engel in der Bauausschusssitzung vom 31.8.20 zutreffend fest, dass die 30 Jahre, für die eine Bindung von Dauerwohnraum geplant ist, „im Bausektor (nur) ein Wimpernschlag“ seien.
Darüberhinaus ist fraglich, ob sich die Insulaner die geplanten Wohnungen mit je 70 qm (angenommen 10 Euro/qm netto) ganzjährig überhaupt leisten können. Zu befürchten ist, dass die Gemeinde das von den Investoren vorgeschlagene Benennungsrecht faktisch nicht ausüben kann und die Wohnungen damit den Einwohnern am Ende nicht zur Verfügung stehen. Auch steht der Bau von 5 großen Einzelhäusern mit 6 Wohnungen zu den 3 geplanten Wohnungen für Gemeindemitglieder in keinem Verhältnis.
Nicht zu akzeptieren ist, dass die geplanten Insulanerwohnungen den schlechtesten Standort bekommen sollen, eingezwängt in ein schmales Grundstück, ohne Garten, mit Ausblick auf den Zaun der Nachbarn. Tageslicht wird es im Erdgeschoss nur eingeschränkt geben. Dagegen erhalten die Einzelhäuser die „Prime Location“. Außerhalb der Hauptsaison stehen die Ferienhäuser auf der Insel jedoch erfahrungsgemäß überwiegend leer (sog. „Rolladensiedlungen“). Dies ist städtebaulich weder erwünscht noch verträglich. Wenn niemand in den leeren Häusern außerhalb der Saison lebt, fehlt es auch an Unterstützung der **sozialen Infrastruktur**, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in den Vereinen, bei der ehrenamtliche Mitarbeit.
Neben der fehlenden Verwirklichung übergeordneter Ziele mangelt es der Planung auch an einem Konzept für Kompensationsmaßnahmen nach dem Bundesnaturschutzgesetz sowie dem Baugesetzbuchsowie Baugesetzbuch sowie Aussagen zur Regelung von Altlasten nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz.
Der Plan der Investoren wird den Anforderungen an eine städtebaulich vertretbare, sinnvolle Gestaltung des Ortsausgangs im Ostdorf **nicht gerecht und dient auch nicht der Erfüllung öffentlicher Interessen der Gemeinde Juist** (sondern nur den finanziellen Interessen der Investoren).
**Wir möchten mehr Qualität statt Quantität für Inselbewohner und Gäste auf der Insel.** Die Grenzen des Wachstums sind erreicht. Das Töwerland kann das Wachstum nicht weiter tragen.
Bitte helfen Sie uns, das sensible Ökosystem inmitten der Nordsee aufrecht zu erhalten und eine Balance zwischen Natur und Infrastruktur auf Juist zu schaffen. Rein wirtschaftliche Interessen dürfen das Gesicht der schönen und ruhigen Insel nicht entstellen. Entscheiden Sie mit gegen die geplante Bebauung im Ostdorf.

Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 255 (22 in Juist)


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