ich habe soeben den Plan von der Containeranlage erhalten. Verblüfft musste ich feststellen, dass diese ganz in die Ecke gerückt wurde, umso mehr Platz zu schaffen. Das Dokument ist benannt mit:
"Am Block, Lageplan Gebäude 1"
Ein Schelm, wer hier Böses denkt, dass hier am Waldrand, auf einem Parkplatz ein Erstaufnahme-"Ghetto" entstehen soll.
Wollt ihr das? Jedem bleibt daher nur der §24 GO NRW, den Rat mit Beschwerden und Anregungen zu fluten. Es gibt Alternativen im Zentrum. Wenn dies eine kommunale Pflichtaufgabe ist, dann muss das alte Hallenbadgelände, die Balker Aue oder der Wohnmobilstellplatz Am Schulbusch herhalten!
Letzten Mittwoch (07.10.2026) hat der Stadtrat eine in meinen Augen fatale Entscheidung über unsere Köpfe hinweg getroffen. Obwohl eine Prüfung der Verwaltung den Standort „Am Block“ als denkbar schlechteste Option bewertete und die Wiese am alten Hallenbad als am besten geeignet einstufte, kam es zur folgenschweren Abstimmung.
Nach einem Vergleich zwischen dem Bäderbetrieb und der Physiotherapie steht dem Abriss des alten Hallenbads nichts mehr im Weg. Mit Nachdruck setzte sich die Bürgerliste Witzhelden-Leichlingen BWL und die SPD im Rat dafür ein, das Hallenbadgelände für neue Wohnungen u.a. für Flüchtlingen und sozialen Wohnungsbau nicht zu verbauen – und die Containeranlage stattdessen im Eilverfahren „Am Block“ zu realisieren. Ohne erneute Standortprüfung wurde für mich völlig lapidar beschlossen, die Container in der dunkelsten Ecke auf einem Parkplatz am Stadtrand abzustellen.
Noch zum Jahreswechsel betonte Bürgermeister Maurice Winter, dass diese Anlage aufgrund rückläufiger Flüchtlingszahlen aktuell gar nicht gebaut werden müsse, da die Flüchtlingszahlen rückläufig sind (Quelle 1). Das Gegenteil ist aber der Fall und anstatt 60 - 70 Personen im Vorjahr müssen plötzlich wieder knapp 136 Menschen zusätzlich aufgenommen werden – den unkalkulierbaren Familiennachzug noch gar nicht mitgerechnet! (Quelle 2 - Punkt 6).
Es ist absolut unfassbar, wie der Rat ohne Prüfung sinnvoller Alternativen (wie Balker Aue, Büscherhof oder der Walter-Frese-Ausgleichsfläche) mal eben über unsere Köpfe hinweg bestimmt. Es gab kein Beteiligungsverfahren, keine Transparenz. Hat sich überhaupt ein einziger Verantwortlicher diesen Ort jemals nach Einbruch der Dunkelheit, also nach 17 Uhr, angesehen? Bürgerbeteiligung? Fehlanzeige!
Bei größeren Bauprojekten sind die Politiker gerne mit ihren Ständen vor Ort, um ein offenes Ohr für die Bevölkerung vorzuheucheln, hat sich bei uns jemals einer blicken lassen? Ein solches Verhalten ist in meinen Augen unakzeptabel!
Da die Verwaltung ein einfaches Vergabeverfahren nutzen kann, ist damit zu rechnen, dass die Container noch kurz vor Weihnachten aufgestellt werden, um vollendete Tatsachen zu schaffen.
Nicht mit uns, dieser Standort ist unverantwortlich!
Weder für die Migranten noch für uns Anwohner bietet dieser Platz eine sichere, nachhaltige Lösung. Sicherheitsthemen werden komplett ignoriert. Begünstigt durch ein Asyl-Sonderbaurecht aus dem Jahr 2014 (Quelle 3) wird jegliche Flüchtlingsunterbringung fernab von geltendem Baurecht und gesundem Menschenverstand durchgeboxt (eigene Meinung!).
Dabei ist eine Bebauung im Landschaftsschutzgebiet keineswegs ein Selbstläufer!
Besonders irritierend ist die grassierende Doppelmoral: Migration wird lautstark begrüßt „Leichlingen ist bunt“, aber bloß nicht vor der eigenen Haustür! Wie sonst ist es zu erklären, dass die größten Unterkünfte gezielt an den Stadtrand (Bennert, Wolfstall, Am Block) verbannt werden? Dieses heuchlerische St.-Florian-Prinzip wälzt die Probleme auf wenige Einzelne ab.
Zudem setzt es dem Ganzen die Krone auf, dass im Block erst Wohnwagen von Obdachlosen geräumt wurden, um nun direkt daneben für über eine halbe Million Euro ein Containerdorf für Menschen aus aller Welt zu errichten (Quelle 4).
Ganz nebenbei belasten solche Entscheidungen den städtischen Haushalt und führen unweigerlich zu einer höheren Grund- und Gewerbesteuer.
Was kann jeder Einzelne tun? Das ist ein Ratsbeschluss. Wendet euch direkt an eure lokalen Parteivertreter (besonders von SPD, CDU und GRÜNEN). Macht klar, dass diese, in meinen Augen, lapidare Entscheidung gegen Sicherheit, Integration und die Stadtgemeinschaft gerichtet ist.
Nutzt euer Recht nach § 24 Gemeindeordnung NRW und reicht eine offizielle Beschwerde oder Anregung ein. Flutet den Rat mit euren Schreiben und zeigt, dass wir mündige Bürger uns nicht alles bieten lassen!
Entweder per E-Mail an: StabBM@leichlingen.de
oder per Post an: Bürgermeister Maurice Winter Am Büscherhof 1 42799 Leichlingen
Viele Grüße
Stefan Müller
PS: Im April sind Landtagswahlen. Hier entscheidet sich, ob dieser Wahnsinn immer so weitergeht…
Wichtiger Termin: Unsere Stimme gegen die Fläche „Am Block“!
Am kommenden Donnerstag findet im Ratssaal die öffentliche Ratssitzung statt. Es geht um viel: Auf Antrag einer Fraktion soll die Fläche „Am Block“ endlich als Reservefläche gestrichen werden.
Doch die Verwaltung hält stur an ihren Plänen fest. Ohne den Dialog mit den Anwohnern zu suchen, wurde am grünen Tisch entschieden, die Fläche weiterhin als ‚geeignet‘ einzustufen. Das dürfen wir nicht kampflos hinnehmen!
Wir müssen jetzt handeln: Kommt zahlreich vorbei und zeigt Präsenz! Nur wenn der Ratssaal voll ist, wird unser Protest "unüberhörbar"!
Der Flüchtlingsdruck auf die Kommunen und die Blütenstadt Leichlingen steigt weiter ununterbrochen an!
Nun will (oder muss?!) die Stadt Leichlingen Neubauten für Migranten schaffen um diese unterzubringen, trotz eines Millionen schweren Haushaltslochs.
Als ob das nicht schon genug der schlechten Nachrichten ist, hält die Verwaltung nach wie vor am Standort "Am Block" fest, siehe aktuelle Beschlussvorlage:
Nun liegt es an euch! Sprecht eure Kommunalpolitiker in der Nachbarschaft gezielt an, der Verwaltungsbeschluss: 62-16/2024 muss endlich aufgehoben werden.