• Änderungen an der Petition

    17.03.2016 09:25 Uhr

    Kleinere Textbereinigungen.
    Neuer Petitionstext: Liebe Bürgerinnen und Bürger,
    wir haben Sie vor wenigen Wochen über die Planung der Gemeinde, ein neues Gewerbegebiet am Ortsrand von Ebsdorf zu errichten, informiert. Das Gebiet umfasst etwa 45.000qm!!! 45.000qm! Die Zuwegung soll über den Ortskern, Hauptstraße, Bortshäuserstraße, die Bahnhofstraße und den Feldweg hinter dem alten Raiffeisengebäude erfolgen. WIR LEHNEN DIESEN PLAN AB!!! AB. Wir wollen die Gemeindevertretung davon überzeugen, das Vorhaben aufzugeben. Dafür brauchen wir IHRE Unterschrift!
    Unterschrift.
    Neue Begründung: Ortsplaner versuchen heute die Belastung durch den Straßenverkehr aus den Ortslagen herauszuhalten, so geschehen u.a. in Wittelsberg, Rauischholzhausen, geplant in Heskem und Dreihausen. Gewerbegebiete werden außerhalb der Ortslagen angesiedelt, mit schneller, zentraler Verkehrsanbindung. Die Lebensqualität der Dorfbewohner steht dabei im Mittelpunkt solcher Planungen. Anders soll es hier bei uns in Ebsdorf werden: Das Gewerbegebiet soll über das Dorf angebunden werden. Alle Autos/ LKWs müssten von der Landesstraße kommend durch den ganzen Ort fahren und dann in die Bahnhofstraße abbiegen. Eine solche Anbindung ist nicht zeitgemäß. Alternativen stehen zur Verfügung.
    Auf dem neuen Gelände soll sich u.a. ein Fuhrbetrieb (Erde, Kies, Schutt etc.) ansiedeln. Dies würde eine zusätzliche Belastung durch Schwerlastverkehr bedeuten. Der Verkehr innerorts würde deutlich zunehmen. Warum wird unser aller Bedürfnis nach Wohn- und Lebensqualität derart missachtet?
    Nur zum Vergleich: Das ausgewiesene Misch- und Gewerbegebiet ist etwa 3x so groß wie das ehemalige Neubaugebiet rund um den Talweg. Das Gewerbegebiet ist so groß geplant, dass sich dort weitere Betriebe ansiedeln werden. Und alle müssen durch den Ort und die Bahnhofstraße fahren. Wird das Gewerbegebiet in den nächsten 10 oder 20 Jahren möglicherweise noch einmal erweitert?
    Kein „Innovationspark“ in Ebsdorf
    Die Belastung durch den Verkehr würde in unserem schönen Ort deutlich zunehmen. Unsere Wohn- und Lebensqualität würde deutlich beeinträchtigt. In kürzesten Abständen würden Schwerlaster, Sprinter und zusätzliche PKW von der Landesstraße kommend durch unseren Ort fahren und sich die Bahnhofstraße hoch „quälen“.
    Hinzu kommt: Die Anwohner der Bahnhofstraße sind schon jetzt einer extremen Lärm- und Schmutzbelastung durch das in der Bahnhofstraße ansässige Fuhrunternehmen ausgesetzt. Das Werksgelände befindet sich unmittelbar im süd-westlichen Anschlussbereich zum geplanten neuen Gewerbegebiet. Ein Lärmschutz ist dort nicht vorhanden. Die Be- und Entladevorgänge, der Werksverkehr zwischen Feldscheune und dem Betriebsgelände in der Bahnhofstraße sind schon jetzt eine extreme Belastung für die Anwohner dort. Und nun soll die Belastung für uns alle noch einmal erhöht werden.
    Die regierende „Grundpartei“ SPD schreibt in ihrem Wahlprogramm zur Kommunalwahl am 06. März 2016. „Wir wollen die Einwohner von Heskem und Leidenhofen vom Verkehr entlasten. […] Wir wollen den Wert der Häuser in Heskem und Leidenhofen steigern.“ Auf der Homepage der Gemeinde heißt es: „Ebsdorfergrund will eine behutsam wachsende Wohnsitzgemeinde sein.“ Warum soll dies nicht für unseren Ortsteil Ebsdorf gelten?
    In unserem Dorf leben viele Kinder. Das Spielen wird dort gefährlicher, da der Innerortsverkehr zunehmen würde. Durch das neue Gewerbegebiet würde sich die Situation für unsere Kinder, die Radfahrer und die vielen Spaziergänger noch verschärfen. In anderen Dörfern der Gemeinde werden verkehrsberuhigte Zonen eingerichtet. Warum soll bei uns die Gefährdung durch eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens und den Schwerlastverkehr zunehmen?
    Einerseits soll der dörfliche Charakter des Ortes erhalten und der Bereich rund um unser Bürgerhaus aufgewertet werden. Andererseits toleriert man eine erhöhte Verkehrsbelastung im Ort. Das ist kein schlüssiges Konzept.
    Unsere Häuser haben jetzt schon an Wert verloren. Durch den „Innovationspark“ würde sich diese Entwicklung fortsetzen. Bei diesem Wertverlust müssen wir auch an unsere Kinder denken, die die Häuser eines Tages erben werden. Unsere Häuser würden unverkäuflich. Die Bewohner anderer Orte können das nur bestätigen. Wollen wir diese Entwertung akzeptieren?
    Das neue Gewerbegebiet liegt an touristisch genutzten Wegen (dem Rad-/Wanderweg "Ebsdorfergrund Trail" und dem Fahrradweg nach Beltershausen) und wird mit dem zunehmenden Verkehr durch die Bortshäuserstraße und die Bahnhofstraße insbesondere den Fahrradtourismus Marburg-Ebsdorf-Beltershausen-Frauenberg behindern.
    Die Planungen zum „Innovationspark“ sind nicht innovativ, sondern rückwärtsgewandte Zersiedelungspolitik aus den 80er Jahren. Das neue Gewerbegebiet im Rahmen der Ortsumgehung Heskem, mit schneller Anbindung an die Landesstraße, ist eindeutig der bessere Ort. Der Fuhrbetrieb würde dort eine neue Bleibe in der Gemeinde finden, die zusätzliche Belastung durch den Schwerlastverkehr könnte so verhindert werden. Der Unternehmer hatte diesem Plan ursprünglich ja auch schon einmal zugestimmt.

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