Änderungen an der Petition

26.09.2016 09:39 Uhr

Großraum Schwerin wurde ergänzt, da sich auch von dort Reisende gemeldet haben.


Neue Begründung: Der avisierte komplette Wegfall der Eurowings-Flugverbindung Rostock-Laage nach Köln gefährdet den Status des Flughafens als Plattform für Berufspendler zwischen NRW und MV. Die Verbindung wurde wegen fehlender Flugzeuge/Crews vollständig gestrichen, obwohl regelmäßige Nutzer eine sehr hohe Auslastung der Maschinen sowohl freitags als auch sonntags in beide Richtungen ganzjährig bestätigen. Auch die Verbindung nach Stuttgart stand zum Herbst auf der Kippe.
Der Flughafen erlebt aktuell einen nie gekannten Aufschwung und bekommt sowohl durch die Doppelnutzung mit der Bundesluftwaffe als auch durch die aktuellen Kooperationen mit den Reedereien und den Fluggesellschaften Germania, BMI und Eurowings eine reale Chance, sich wirtschaftlich tragen zu können und somit weiter ein wichtiger Pfeiler in der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen und touristischen Entwicklung des Landes zu sein. Ein entsprechender Anfang wurde mit der Stationierung einer Maschine der Germania und der Kooperation mit internationalen Reedereien gemacht.
Mitarbeiter großer Unternehmen wie der Universität Rostock, Forschungseinrichtungen, neu entstandener medizinischer Spezialeinrichtungen und nicht zuletzt des Militärstandorts Hohe Düne, die für MV von großem wirtschaftlichen Interesse sind, pendeln seit Jahren wöchentlich. Umgekehrt fliegen Mitarbeiter großer Unternehmen bzw. von Bundes- und Landebehörden zum Arbeiten in Richtung Rheinland. Die Flugverbindung hält Familien und Steuerzahler in Norddeutschland, die ansonsten berufsbedingt umziehen müssten und zieht attraktive Arbeitnehmer an, die bislang nicht ihren Lebensmittelpunkt nach Mecklenburg-Vorpommern verlegen.
Dennoch sieht sich der Flughafen momentan nicht in der Lage, für die Eurowings-Verbindung Rostock-Laage - Köln eine Ersatzgesellschaft zu finden und bekundet insgesamt wenig „Verhandlungsgewicht“ gegenüber Eurowings. Dies ist um so bedauerlicher, als - trotz fehlender Bewerbung in Presse, Medien und Flughäfen - der Flugverkehr zwischen den Bundesländern zwischenzeitlich sehr gut angenommen ist und mit Sicherheit Ausbaupotential birgt.
Sollte der Flugverkehr zwischen Rostock und Köln tatsächlich langfristig eingestellt werden, bedeutet das für Wirtschaft und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern eine enorme Einschränkung und setzt falsche Signale. Für Pendler zwischen dem Großraum Rostock/Greifswald Rostock/Greifswald/Schwerin und NRW würde sich die wöchentliche Anreise unzumutbar verschlechtern.
Hier einige Beispiele: Durch den Sanierungsstau und die Baumaßnahmen auf den Autobahnen passiert man von Rostock nach Köln mehr als 10 Baustellen mit über 100 km Länge. Die neue Leverkusener Brücke, aktuell eines der größten deutschen Stauzentren und auf unserer Strecke soll frühestens 2021 fertiggestellt sein. Mit der Bahn benötigt der Fahrgast auf der gleichen Strecke im Idealfall 7 Zeitstunden, wobei jeder Pendler von regelmäßig verpassten Anschlüssen und damit fast sicherer Verspätung um mindestens eine Stunde berichten kann. Durch den Brückenneubau zwischen Rostock und Greifswald erwarten wir noch längere Verzögerungen. Nach wie vor fehlt die komplette Diagonalverbindung zwischen dem Westen der Republik und Nordosten. Flüge über Hamburg oder Berlin bieten keine echte Alternative, da sich die Anreise zum Flughafen enorm verlängert. Die immensen Reisekosten sind hierbei noch unerwähnt. Nach Stuttgart würde sich die Reisezeit sogar nochmals beträchtlich erhöhen.
Die Folge wäre langfristig sicher eine Entflechtung der Kontakte und Lebensräume und damit der wirtschaftlichen Strahlkraft der Region MV.
Die Unterzeichnenden möchten verantwortliche Landespolitiker bitten, die Landesinteressen zu vertreten und entsprechend auf Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften einzuwirken, damit die für das Bundesland MV unverzichtbare Flugstrecke Rostock-Köln wiederhergestellt wird sowie die Linie Rostock-Stuttgart langfristig erhalten bleibt.