G7 Finanzminister: Höchste Zeit für die Lösung der Schuldenkrise!

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Finanzminister der G7 Staaten

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Die Petition wurde abgeschlossen

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Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2015
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Finanzminister der G7 Staaten

Sehr geehrte G7-Finanzminister,

in zahlreichen Ländern des Globalen Südens bauen sich derzeit neue Staatsschuldenkrisen auf, die große Ähnlichkeit mit der sogenannten „Schuldenkrise der Dritten Welt“ der 1980er Jahre haben. Die damalige Krise wurde viel zu spät und nur halbherzig gelöst. Dadurch kostete sie Millionen Menschen das Leben.

Wir akzeptieren nicht, dass sich diese Katastrophe erneut vor unseren Augen abspielt - während unsere Regierungen die ihren vor der Realität verschließen.

Werden Sie endlich Ihrer Verantwortung gerecht und unterstützen Sie die Initiative der Entwicklungs- und Schwellenländer in den Vereinten Nationen zur Schaffung eines geordneten Staateninsolvenzverfahrens!

Mehr Informationen zur Kampagne vom Entschuldungsbündnis erlassjahr.de - Entwicklung braucht Entschuldung, "Höchste Zeit für die Lösung der Schuldenkrise", sind hier zu finden: https://www.erlassjahr.de/kampagnen/kampagnen-uebersicht.html.

Die unterzeichnete Petition wird den G7 Finanzministern bei ihrem Treffen in Dresden von erlassjahr.de übergeben.

Begründung

Schuldenkrisen zerstören die Lebensgrundlage von Menschen

Staatsschuldenkrisen haben ganz konkrete Auswirkungen auf die Menschen in den betroffenen Ländern.

Schuldenkrisen werden nicht gelöst, sondern verschleppt. Die Regierungen der betroffenen Länder müssen dann Ausgaben für die Bevölkerung streichen, denn Gelder für Gesundheitsversorgung oder Schulen fließen in die Rückzahlung von Schulden. Unter diesen Sparmaßnahmen leiden vor allem die Ärmsten in der Bevölkerung.

Neue Schuldenkrisen drohen

In armen Ländern reichen die eigenen finanziellen Mittel oft nicht aus, um Entwicklung zu finanzieren. Sie müssen daher Kredite aufnehmen, um zum Beispiel die Energieversorgung auszubauen. Momentan können Entwicklungsländer relativ einfach an Geld kommen.

Doch die Erfahrung zeigt, dass in der Realität immer die Gefahr einer Schuldenkrise besteht. Experten schätzen, dass sich in wenigen Jahren die Bedingungen für die Kreditvergabe ändern und viele Entwicklungsländer in eine neue Schuldenkrise geraten. Ohne ein faires Verfahren zur Lösung dieser Krisen werden sie ebenso dramatische Konsequenzen für die Menschen in den betroffenen Ländern haben wie die Schuldenkrisen der Vergangenheit.

2015 ist eine historische Chance für die Lösung von Schuldenkrisen

Es ist höchste Zeit, dass endlich ein Verfahren geschaffen wird, das eine schnelle und effektive Lösung dieser Krisen ermöglicht! Kommende Krisen dürfen nicht wieder über Jahre hinweg verschleppt werden und Millionen Menschen die Chance auf ein Leben in Würde nehmen!

Im September 2014 haben die Vereinten Nationen beschlossen, innerhalb eines Jahres ein solches Verfahren zu entwickeln. Eingebracht und durchgesetzt wurde dieser Vorschlag von den Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie haben es satt, dass die reichen und mächtigen Gläubigerländer allein das Sagen haben.

Menschenrechte vor Schulden

Einige einflussreiche Industrieländer haben gegen die Resolution der Vereinten Nationen zur Schaffung eines Verfahrens für die Lösung von Schuldenkrisen gestimmt, darunter die meisten Mitglieder des Zusammenschlusses der bedeutendsten Industrienationen der Welt, die Gruppe der Sieben (G7). Die G7-Staaten schreiben sich selbst eine besondere Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft unserer Erde zu. Sie beanspruchen eine besondere "Verantwortung für verlässliche, nachhaltige und tragfähige Bedingungen der Weltwirtschaft“. Dazu würde allerdings auch gehören, dass überschuldete Staaten die Möglichkeit auf einen schnellen und nachhaltigen Neuanfang erhalten müssen – durch ein faires Verfahren, das Menschenrechte vor den Schuldendienst stellt. Die Blockadehaltung der meisten G7-Staaten gegen die Erarbeitung eines Rechtsrahmens für die Lösung von Schuldenkrisen zeigt, dass sie ihrer selbst erklärten Verantwortung nicht gerecht werden. Deshalb ist Druck von unten gerade jetzt so wichtig, denn die Mitglieder der G7 müssen sich konstruktiv an der Erarbeitung einer globalen Krisenlösung beteiligen, anstatt weiter davon zu träumen, dass die aktuelle Schuldenkrise die letzte ist.

Vom 27. - 29. Mai 2015 treffen sich die Finanzminister der G7-Staaten, um über globale Finanzen und stabile Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft zu sprechen. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Forderung gehört wird! Nur ein faires Verfahren zur schnellen und effektiven Lösung von Schuldenkrisen kann verhindern, dass zukünftige Krisen ähnlich dramatische Konsequenzen für die Menschen in Schuldnerländern haben wie die Krisen der Vergangenheit und Gegenwart.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 27.04.2015
Sammlung endet: 24.05.2015
Region: Deutschland
Kategorie: Wirtschaft

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