Holzelfingen braucht eine Grundschule am Ort

Petition richtet sich an
Gemeinderat Lichtenstein

1.175 Unterschriften

Sammlung beendet

1.175 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 04.12.2025
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Gemeinderat Lichtenstein

Bei der Gemeinderatssitzung (voraussichtlich) am 27. November 2025 soll eine Grundsatzentscheidung zur weiteren Planung der Schulstruktur in Lichtenstein getroffen werden.
Eine der beiden Varianten sieht vor, alle Schülerinnen und Schüler in Unterhausen zu unterrichten und die Grundschule in Holzelfingen langfristig aufzugeben. Das darf nicht passieren!
Mit meiner Unterschrift fordere ich den Gemeinderat auf, für Variante 2 und damit für den Erhalt der Grundschule in Holzelfingen zu stimmen – auch wenn dies möglicherweise mit höheren Kosten verbunden ist.
Denn diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für Holzelfingen, Honau und Traifelberg.
Die Grundschule Holzelfingen bietet weit mehr Gegenwert als nur das Unterrichten der Kinder – sie ist ein Ort des Lernens, der Begegnung und des Zusammenhalts.

Begründung

Bei der Einwohnerversammlung am 10.10.2025 wurde der aktuelle Planungsstand zur Zukunft der Grundschule Lichtenstein vorgestellt.
Dabei wurde deutlich, dass die bislang verfolgte Planung (Beschluss des Gemeinderats vom Mai 2024) vorsieht, die Uhlandschule in Unterhausen zu erweitern, um dort vier Klassenzüge im Ganztagsbetrieb anbieten zu können.
Dies hätte zur Folge, dass sowohl die Karl-Bröger-Schule als auch die Schule in Holzelfingen aufgegeben würden und künftig alle Kinder aus Lichtenstein an der Uhlandschule unterrichtet werden.
Die Uhlandschule würde dafür um- und ausgebaut, während die beiden anderen – ebenfalls sanierungsbedürftigen – Schulstandorte entfallen würden.
Demgegenüber soll nun eine zweite Variante kostenmäßig bewertet werden.
Diese sieht vor, die Uhlandschule in Unterhausen zu sanieren, um drei Klassenzüge inklusive Ganztagsbetreuung anbieten zu können, und gleichzeitig die Grundschule in Holzelfingen zu erhalten und ebenfalls zu sanieren.
Beide Varianten sollen bis Ende November hinsichtlich Investitions- und Betriebskosten bewertet werden, um im Gemeinderat am 27. November 2025 einen Grundsatzbeschluss zur bevorzugten Planungsvariante zu fassen.
Diese Variante soll anschließend detailliert weitergeplant und zur Förderung eingereicht werden.
Da bei der Einwohnerversammlung deutlich wurde, dass kein Stimmungsbild der Bürgerschaft zu den Varianten eingeholt werden soll und zudem der Eindruck entstand, dass ausschließlich finanzielle Aspekte Grundlage der Entscheidung sein könnten, möchten wir Bürgerinnen und Bürger mit dieser Unterschriftenaktion die Bedeutung einer Schule am Ort Holzelfingen unterstreichen und den Gemeinderat auffordern, auch die pädagogischen, sozialen und strukturellen Argumente in die Entscheidung einzubeziehen.
Wir betonen außerdem, dass den Ortschaftsräten der betroffenen Teilorte bei dieser Entscheidung eine zentrale Rolle zukommen sollte, da sie die Belange und Meinungen der Bürgerschaft am besten kennen und vertreten.

Grundsätzliche Argumente für eine Schule am Ort
- Kindgerechter Schulweg
- Überschaubare Lerngemeinschaft
- Lebensader des Ortsteils
- Erhalt stärkt Bildungsvielfalt
- Zukunft des Teilorts sichern
- Dezentrale Entwicklung statt Zentralisierung

Attraktivität der Gesamtgemeinde – nicht zulasten eines Ortsteils
Mit dem Angebot einer modernen Schule wird Lichtenstein als Gesamtgemeinde zweifellos attraktiver.
Wenn dies jedoch mit der Schließung der Holzelfinger Schule einhergeht, geschieht es zulasten der Attraktivität eines Teilorts und ist daher zu vermeiden.
Eine sorgfältig sanierte, dreizügige Uhlandschule in Unterhausen und eine sanierte Grundschule in Holzelfingen würden ebenfalls die Gesamtgemeinde stärken – aber in mehreren Ortsteilen gleichermaßen, anstatt die Attraktivität auf einen Teilort zu konzentrieren.

Ganztagesbetrieb an allen Standorten – verschiedene Optionen
Ein wichtiger Punkt in der Diskussion zwischen den Varianten ist der Umgang mit der Ganztagsbetreuung.
Wird die Grundschule Lichtenstein als Ganztagsschule nach § 4a Schulgesetz BW beantragt, muss der Ganztagsbetrieb an allen Standorten dieser Schule angeboten werden.
Das würde für Variante 2 bedeuten, dass auch die Schule in Holzelfingen entsprechend umgebaut und ggf. erweitert werden müsste.
Es gibt jedoch andere rechtlich zulässige Optionen, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zu erfüllen, ohne den Standort Holzelfingen zu einer Ganztagsschule nach § 4a auszubauen:

  • Die Gemeinde könnte die Grundschule Lichtenstein nicht als § 4a-Ganztagsschule führen, sondern die Ganztagsbetreuung kommunal organisieren.

→ Das bietet mehr Flexibilität bei der Ausgestaltung und bindet die Schule nicht dauerhaft an das Ganztagsmodell.

  • Alternativ könnte die Holzelfinger Schule als eigenständige Grundschule geführt werden, getrennt von der „Ganztagsschule Lichtenstein“.

→ So könnte die Gemeinde den Rechtsanspruch ebenfalls erfüllen, ohne beide Standorte in Ganztagsschulen umzuwandeln.

  • Eine weitere Option wäre, die benötigte Mensa in einem anderen Gebäude am Ort einzurichten, um den Anforderungen für eine Ganztagesschule in Holzelfingen ebenfalls gerecht zu werden, ohne die Investitionskosten eines neuen Gebäudes in unmittelbarer Umgebung der Schule stemmen zu müssen.

 
Weitere Infrastruktur
Das Holzelfinger Schulgebäude enthält ein Lehrschwimmbecken, das nicht nur für den Schwimmunterricht der Schule, sondern auch von Vereinen genutzt wird.
Würde die Schule aufgegeben und das Gebäude verkauft, um Investitionen in die Uhlandschule zu finanzieren, ginge diese wertvolle Infrastruktur verloren.
Auch die Greifensteinhalle, die für den Schulsport sowie für Projekttage, Schulfeste und weitere Veranstaltungen genutzt wird, wäre deutlich geringer ausgelastet, wenn in Holzelfingen keine Schule mehr besteht.
Der Erhalt der Holzelfinger Schule bedeutet also auch, vorhandene Infrastruktur zu sichern und effizient zu nutzen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Daniel Rieker, Lichtenstein
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 13.10.2025
Sammlung endet: 03.12.2025
Region: Lichtenstein
Kategorie: Bildung

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Grundschule in Holzelfingen,

    am kommenden Donnerstag, 2. Juli 2026, steht die entscheidende Gemeinderatssitzung zur Zukunft unserer Grundschule an.

    Die Gemeindeverwaltung schlägt vor, die Grundschule Lichtenstein künftig als vierzügige Ganztagsschule an einem zentralen Standort in Unterhausen weiterzuentwickeln. Mit diesem Beschluss wäre zugleich die Integration und damit die Aufgabe der Grundschule in Holzelfingen verbunden.

    Die neuen Unterlagen zeigen jedoch auch: Der Erhalt der Holzelfinger Schule ist weiterhin möglich. Erstmals liegt eine konkret ausgearbeitete Variante vor, bei der die Uhlandschule dreizügig geführt, Holzelfingen erhalten und durch einen Erweiterungsbau ganztagstauglich gemacht würde. Auch das Lehrschwimmbecken könnte dabei bestehen bleiben.

    Besonders wichtig ist der Kostenvergleich: Die dargestellten Bruttomehrkosten dieser Erhaltungsvariante gegenüber der von der Verwaltung empfohlenen Zentralvariante liegen bei rund 1,15 Millionen Euro. Wie groß der tatsächliche Unterschied nach Berücksichtigung sämtlicher Fördermittel wäre, wird aus den Unterlagen jedoch noch nicht gleichwertig und abschließend deutlich.

    Auch beim Ganztag ist die Lage differenzierter, als sie lange dargestellt wurde: Nach Auskunft des Kultusministeriums kann eine Ganztagsschule rechtlich an einem Standort betrieben werden, während an der Außenstelle eine kommunale Ganztagesbetreuung angeboten wird. Die Verwaltung bewertet diese Kombination wegen möglicher Qualitätsunterschiede kritisch.

    Der offizielle Qualitätsrahmen Betreuung Baden-Württemberg bezeichnet kommunale Betreuungsangebote jedoch nicht als minderwertige Konkurrenz zur Ganztagsschule. Beide Modelle haben unterschiedliche Schwerpunkte, sollen sich ergänzen und können verlässliche sowie qualitativ hochwertige Angebote für Kinder und Familien schaffen.

    Damit ist klar: Die Aufgabe der Schule in Holzelfingen ist weder eine zwingende Folge des Ganztagesanspruchs noch rechtlich oder baulich alternativlos. Es handelt sich um eine politische Entscheidung darüber, welche pädagogischen Schwerpunkte, Strukturen und Werte unserer Gemeinde wichtig sind

    Am Donnerstag wird deshalb eine Weiche gestellt, die sich später kaum noch umkehren lässt.

    Bitte werdet jetzt noch einmal aktiv

    Die öffentliche Gemeinderatssitzung findet statt am:

    Donnerstag, 2. Juli 2026, um 18:30 Uhr
    im Sitzungssaal des Rathauses in Unterhausen

    Bitte kommt möglichst zahlreich zur Sitzung und zeigt durch eure Anwesenheit, dass der Erhalt der Grundschule Holzelfingen weiterhin vielen Menschen wichtig ist.

    Nutzt außerdem die verbleibenden Tage, um persönlich, telefonisch oder per E-Mail mit den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zu sprechen. Macht respektvoll, aber deutlich klar, dass ihr für den Erhalt der Schule in Holzelfingen plädiert und erwartet, dass die neue Erhaltungsvariante fair und vollständig bewertet wird.

    Es geht nicht nur um ein Gebäude. Es geht um kurze Schulwege, wohnortnahe Bildung, unser Bädle, unsere Vereine und die langfristige Zukunft Holzelfingens.

    Jetzt ist der Zeitpunkt, noch einmal gemeinsam sichtbar zu werden.

    Vielen Dank für eure Unterstützung!

    Holzelfingen braucht eine Grundschule am Ort!

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich möchte euch kurz über den aktuellen Stand rund um die Zukunft der Schulen in Lichtenstein und unsere Petition zum Erhalt der Grundschule in Holzelfingen informieren.

    1. Rückmeldung auf den Fragenkatalog
    Auf meinen schriftlich an Bürgermeister und Gemeinderat übermittelten Fragenkatalog nach der Übergabe der Petition habe ich bislang keine schriftliche Antwort erhalten.
    Inzwischen gab es jedoch eine Informationsveranstaltung der Schulleitung zum Thema. Ich gehe davon aus, dass diese Veranstaltung – ebenso wie die veränderte Ausrichtung der kommenden Gemeinderatssitzung – zumindest teilweise auch eine Reaktion auf die vielen offenen Fragen und Rückmeldungen aus der Bürgerschaft sind.

    2. Gemeinderatssitzung am 26. Februar – keine Entscheidung
    Entgegen der ursprünglichen Kommunikation wird in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 26.02. um 18:30 Uhr im Sitzungssale des Rathaus Unterhausen keine Entscheidung über die weitere Planung getroffen.

    Stattdessen soll der Schwerpunkt der Sitzung auf folgenden Punkten liegen:

    - Darstellung der Umsetzung des Rechtsanspruchs nach dem Ganztagesförderungsgesetz
    - Einordnung durch das Staatliche Schulamt Tübingen
    - Vergleich zwischen dem Angebot einer Ganztagsschule und einer kommunalen Ganztagesbetreuung.

    Diese Sitzung dient damit der Information und Vorbereitung einer späteren Entscheidung, nicht der Beschlussfassung.

    3. Entscheidungstermin noch offen
    Der Termin, an dem der Gemeinderat tatsächlich über die zukünftige Umsetzung des vierzügigen Schulbetriebs am Grundschulstandort Lichtenstein und über Art und Umfang der notwendigen Schulsanierungen entscheiden wird, steht derzeit noch nicht fest.
    Sobald hierzu ein konkreter Termin bekannt ist, werde ich euch selbstverständlich umgehend informieren.

    4. Fazit
    Auch wenn es im Moment keine formalen schriftlichen Antworten gibt, zeigt die Entwicklung, dass die offenen Fragen, die Petition und die öffentliche Diskussion Wirkung entfalten:
    Das Thema wird breiter erklärt und eingeordnet, das ist ein wichtiger Zwischenschritt.

    Ich danke euch allen für eure anhaltende Unterstützung, eure Präsenz bei Veranstaltungen und euer Engagement. Bitte bleibt dran – die eigentliche Entscheidung steht noch bevor, und bis dahin ist es wichtig, informiert zu bleiben und sichtbar zu machen, dass dieses Thema viele Menschen bewegt.

    Holzelfingen braucht eine Grundschule am Ort.
  • Anbei der Fragenkatalog

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