Der Prozess der Kammerbildung, sowie die Gründung dieser war ein insgesamt Undemokratischer Vorgang. Diese Beobachtung konnte bisher in allen Bundesländern gemacht werden. Fast in allen Bundesländern, die eine Kammer haben oder in denen eine eingeführt werden soll, wurden „repräsentative Umfragen“ unter den beruflich Pflegenden durchgeführt, welche aber in keinster Weise die reale Meinung der beruflich Pflegenden zur PK widerspiegelten. Nur drei Beispiele: In Schleswig Holstein wurde gerade mal 1.170 berufliche Pflegende berfragt, dort arbeiteten 2013 aber ca. 40.000 Menschen in der Pflege. In Rheinland Pfalz wurden neben den Examinierte auch Schüler befragt und beeinflusst, obwohl sie nach gültiger Fassung der Kammerverordnung gar keine Pflichtmitglieder sind. Und hier noch ein Zitat aus einem Sozialbericht aus Mecklenburg-Vorpommern: "Von den 28.000 Pflegekräften in 917 Unternehmen wurden nur 752 Personen befragt, deren Fragebogen man auch auswerten konnte. Man hatte demnach nur gut 30% der Unternehmen überhaupt erreicht und gerade einmal mit 2,7% der Betroffenen gesprochen. Mit wichtig klingenden Worten und rhetorischem Aufwand bemüht man sich im Sozialbericht, diesen Personenkreis als repräsentative Auswahl darzustellen." Das ist die Entdemokratisierung und eine Erniedrigung für jedes einzelne Mitglied unseres Berufsstandes!

Begründung

Dass es aber auch anders geht, hat sich in Bayern gezeigt: So und nicht anders soll es laufen. Dann wäre einiges einfacher, aber halt nicht so lukrativ wie eine PK. Keine Pflegekraft weiß was mit den Zwangsbeiträgen, die jährlich zu entrichten sind, geschieht, die, bisher tätigen und zukünftigen, Kammerverwalter aber schon. Deren Haupt- und Zweiteinkommen, sowie Aufwandsentschädigungen sind ihnen sicher. Was mit den übrigen Geldern passiert, weiß keiner und wir werden es wohl auch nie erfahren... Die Pflegekammer ist in Rheinland Pfalz bereits Realität, in einigen anderen Bundeländern soll sie eingeführt werden. Zustande gekommen ist sie unter fragwürdigen Umfragebedingungen. Auch wenn in RP die Registirierung bereits abgeschlossen ist und die Zwangsbeiträge von der dortigen PK per Bußgeldandrohung versucht werden einzutreiben. Lasst uns mit dieser Petition von der Politik eine neue landesweite und gerechte Abstimmung, an der ALLE beruflich Pflegenden teilnehmen sollen, einfordern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ines Lobitz aus Kiel
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    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
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Pro

Pflege ist ein gesetzlicher Auftrag, dafür zahlen wir Pflegeversicherungsbeiträge. Diesen gesetzlichen Auftrag wieder zurück an die Pflegenden zu delegieren und dafür noch Zwangsmitgliedsbeiträge zu kassieren ist pervers oder typisch deutsch, alles zu vermischen und so undurchsichtig zu gestalten, dass jede Gehirnwäsche gelingt.

Contra

Es ist schon sehr bedenklich das die Pflegekammer kein nachvollziehbaren Finanzierungsplan etc. vorweisen kann. Das Anschreiben, wo man zur Registrierung aufgefordert wird, klingt in der Wortwahl fordernd und bedrohlich. Ich melde mich nirgends an wo keine Grundstrukturen offenbart werden ( z.B. höhe der Beiträge) .