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Bild zur Petition mit dem Thema: Abschaffung der Pflegekammer in Schleswig-Holstein und erneute Befragung aller Pflegenden Abschaffung der Pflegekammer in Schleswig-Holstein und erneute Befragung aller Pflegenden
  • Von: Ines Lobitz mehr
  • An: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft ...
  • Region: Schleswig-Holstein mehr
    Kategorie: Bürgerrechte mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 1.678 Unterstützende
    1.384 in Schleswig-Holstein
    Sammlung abgeschlossen

Abschaffung der Pflegekammer in Schleswig-Holstein und erneute Befragung aller Pflegenden

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Der Prozess der Kammerbildung, sowie die Gründung dieser war ein insgesamt Undemokratischer Vorgang. Diese Beobachtung konnte bisher in allen Bundesländern gemacht werden. Fast in allen Bundesländern, die eine Kammer haben oder in denen eine eingeführt werden soll, wurden „repräsentative Umfragen“ unter den beruflich Pflegenden durchgeführt, welche aber in keinster Weise die reale Meinung der beruflich Pflegenden zur PK widerspiegelten. Nur drei Beispiele: In Schleswig Holstein wurde gerade mal 1.170 berufliche Pflegende berfragt, dort arbeiteten 2013 aber ca. 40.000 Menschen in der Pflege. In Rheinland Pfalz wurden neben den Examinierte auch Schüler befragt und beeinflusst, obwohl sie nach gültiger Fassung der Kammerverordnung gar keine Pflichtmitglieder sind. Und hier noch ein Zitat aus einem Sozialbericht aus Mecklenburg-Vorpommern: "Von den 28.000 Pflegekräften in 917 Unternehmen wurden nur 752 Personen befragt, deren Fragebogen man auch auswerten konnte. Man hatte demnach nur gut 30% der Unternehmen überhaupt erreicht und gerade einmal mit 2,7% der Betroffenen gesprochen. Mit wichtig klingenden Worten und rhetorischem Aufwand bemüht man sich im Sozialbericht, diesen Personenkreis als repräsentative Auswahl darzustellen." Das ist die Entdemokratisierung und eine Erniedrigung für jedes einzelne Mitglied unseres Berufsstandes!

Begründung:

Dass es aber auch anders geht, hat sich in Bayern gezeigt: So und nicht anders soll es laufen. Dann wäre einiges einfacher, aber halt nicht so lukrativ wie eine PK. Keine Pflegekraft weiß was mit den Zwangsbeiträgen, die jährlich zu entrichten sind, geschieht, die, bisher tätigen und zukünftigen, Kammerverwalter aber schon. Deren Haupt- und Zweiteinkommen, sowie Aufwandsentschädigungen sind ihnen sicher. Was mit den übrigen Geldern passiert, weiß keiner und wir werden es wohl auch nie erfahren... Die Pflegekammer ist in Rheinland Pfalz bereits Realität, in einigen anderen Bundeländern soll sie eingeführt werden. Zustande gekommen ist sie unter fragwürdigen Umfragebedingungen. Auch wenn in RP die Registirierung bereits abgeschlossen ist und die Zwangsbeiträge von der dortigen PK per Bußgeldandrohung versucht werden einzutreiben. Lasst uns mit dieser Petition von der Politik eine neue landesweite und gerechte Abstimmung, an der ALLE beruflich Pflegenden teilnehmen sollen, einfordern.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kiel, 24.07.2016 (aktiv bis 23.01.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Die Pflegekammer wird uns vor die Nase gesetzt aber der ehrenamtliche Vorstand soll demokratisch gewählt werden. Das nennt sich Scheindemokratie und ist nicht wert unterstützt zu werden. Zwangsmitgliedschaft!!! Zwang ist eine Form der GEWALT und verstößt ...

PRO: Ich bin weder von meinem Arbeitgeber über die Weitergabe meiner Daten informiert worden. Auch über eine Beitragshöhe ist nichts bekannt, würde wohl auch viele schockieren. Einen Vorteil sehe ich nur für die Verbandsvorstände (sind auch Ärzte darunter?). ...

CONTRA: Auch bei intensiver Betrachtung und aller gerechtfertigten Kritik am Entstehungs- und Umsetzungsprozess der bereits bestehenden Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz: die hier unterschreibungswilligen Personen sollten vorher einmal genau bedenken, wer ...

CONTRA: Das Argument, dass es sich um eine Zwangsmitgliedschaft handelt, wurde in den USA auch gerne aufgeführt, als es um eine solidarische Krankenversicherung ging. Die Folge davon war, dass sich nur Wohlhabende eine ausreichende Gesundheitsversorgung leisten ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf