Petition richtet sich an:
Hamburgischen Bürgerschaft
Ich bin 23 Jahre alt und meine Familie hat erlebt, wie mein Bruder durch einen tragischen Unfall und das folgende Gerichtsverfahren sein Leben zerstört sieht. Er hat keine Vorstrafen, wuchs in einer normalen Familie auf und wollte sein Leben aufbauen – trotzdem sitzt er nun in Haft.
Ich habe gesehen, wie Untersuchungshaft junge Menschen isoliert, Kontakte zu erfahrenen Straftätern aufbaut und die Rückfallwahrscheinlichkeit erhöht. Die Haft hat ihm nicht geholfen, sondern sein Leben weiter zerstört.
Ich fordere deshalb die Freie und Hansestadt Hamburg auf, ein Pilotprojekt zu starten, das sicherstellt, dass junge Ersttäter ohne Vorsatznachweis nicht automatisch in Untersuchungshaft kommen, sondern vorher geprüft wird, ob überwachte Alternativen möglich sind:
• Hausarrest mit elektronischer Überwachung
• Meldeauflagen
• intensive sozialtherapeutische Betreuung
• Übergangsmanagement (RAN)
Begründung
Außerdem fordere ich:
1. Ausbau des Übergangsmanagements (RAN) und Kooperation mit Trägern wie der Hamburgischen Brücke
2. Klare Regeln zur getrennten Unterbringung von Ersttätern, um Kriminalisierung in Haft zu verhindern
3. Evaluation und öffentliche Berichterstattung über die Ergebnisse des Pilotprojekts
Ich bitte darum, dass die Hamburger Behörden dieses Pilotprojekt prüfen, um jungen Menschen eine zweite Chance zu geben, statt sie durch Haft noch weiter zu zerstören.
Bitte unterstützen Sie diese Petition, damit Hamburg Verantwortung übernimmt und junge Menschen eine Perspektive bekommen.