Liebe Berliner*innen,

für rund 5 Milliarden Euro pro Jahr kauft Berlin ein – mit globalen Auswirkungen. Auch viele Lebensmittel sind dabei. Zum Beispiel Orangensaft in öffentlichen Kantinen, Kaffee und Tee für Veranstaltungen und Bananen für das Essen der Berliner Schulkinder.

Beim Schulessen werden geschätzt rund 47 Millionen Euro pro Jahr aufgewendet. Dafür sollte es anspruchsvolle Kriterien geben, wie dieses Geld ausgegeben werden darf. Senatorin Scheeres, wir fordern Lebensmittel auf den Tellern der Berliner Schulkinder, die unter fairen Bedingungen hergestellt werden!

Uns ist wichtig, dass die Menschen, die das Schulessen produzieren und verarbeiten, von ihrer Arbeit leben können. Als Berliner Bürger*innen fordern wir Sie als zuständige Senatorin daher auf, dies sicherzustellen! Integrieren Sie in die Musterausschreibung für das Schulessen verbindliche, faire Kriterien. Das bedeutet für uns:

  1. gerechte Preise und existenzsichernde Löhne

  2. das Recht auf freie Organisation für die Arbeiter*innen

  3. das Recht auf Gesundheitsvorsorge und Arbeitsschutz

  4. Schutz vor Diskriminierung

  5. umweltfreundliche Anbaumethoden

  6. und kein Arbeitszwang

Begründung

Seit November 2018 ist Berlin offiziell Fairtrade Town und bewirbt dies gerne nach außen. In der weltweiten Lebensmittelproduktion kommt es allerdings zu schwerwiegenden Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen, massiven Umweltzerstörungen und hohen Treibhausgasemissionen.

Wenn die öffentliche Hand in Berlin in ihren Ausschreibungen aber keine glaubwürdigen Nachweise zur Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten in der Lebensmittelproduktion einfordert, trägt sie zu folgenden Problemen für die Plantagenarbeiter*innen und Kleinbauernfamilien bei:

  • Viele Arbeiter*innen auf Kaffeeplantagen können mit ihrem Lohn ihre Familien nicht ausreichend versorgen

  • In der Melonenproduktion in Honduras arbeiten vor allem Frauen. Viele von ihnen müssen Überstunden leisten, etwa die Hälfte davon sind unbezahlt

  • Häufig sind Arbeiter*innen nicht ausreichend vor Arbeitsunfällen geschützt

  • Viele Arbeiter*innen stellen keine Forderungen, da sie Angst davor haben, entlassen zu werden. Häufig werden sie gekündigt, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren

  • Der hohe Einsatz von Pestiziden gefährdet sowohl die Gesundheit der Arbeiter*innen als auch die Ökosysteme. Auf brasilianischen Orangenplantagen werden Chemiekeulen eingesetzt, die in der EU verboten sind

Dabei darf Berlin nicht weiter tatenlos zuschauen! #Aktion2020

Unterstützen auch Sie diese Petition und fordern damit die Berliner Politik und Verwaltung auf, beim Schulessen Menschen-und Arbeitsrechte einzuhalten. Vielen Dank!

Mehr Informationen auch unter www.ci-romero.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, CIR aus Berlin
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Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Wie wäre es mit der guten alten Brotbüchse? Da kann jeder rein tun was er möchte! Das spart dem Land Geld! Aber das macht ja den "Eltern" Arbeit!