Region: Thuringia

Aufhebung des "Shutdown"

eingereicht von: Wolfgang Laub
Petition is directed to
Petitionsausschuss des Thüringer Landtages
46 Supporters 46 in Thuringia
Collection finished
  1. Launched 27/05/2020
  2. Collection finished
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  5. Decision

Dies ist eine Online-Petition des Thüringer Landtages.

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Welches Ziel hat die Petition? Der (auch teilweise) "Shutdown" wegen Corona muss aufhören - wie in anderen Ländern ja schon erfolgreich praktiziert zum Nutzen der Menschen dort, natürlich auch in Deutschland ähnlich anwendbar.

Wie wird die Petition begründet? Sonst sind die Folgen bisheriger Politik zunehmend katastrophal für wirklich unzählige Menschen und die Zukunft unseres Landes! Zumal es doch Alternativen gibt dafür, dass wie auch Experten bezeugen, tsunamihaft das wirtschaftliche Geschehen ruiniert wird. Produktionsnetzwerke kollabieren, Lieferketten reißen, zehntausende von Einzelpersonen, Kleinunternehmen und Mittelständlern werden (viel schneller als man das in Berlin oder in den Landtagen glaubt) insolvent - die Hilfsmaßnahmen der Regierung können das nur etwas nachlaufend mildern, nicht aber verhindern. Jede Pleite erzeugt ein Folgeproblem bei Lieferanten, Gläubigern und Kunden, die ihrerseits dadurch Probleme bekommen. Selbst wenn da einzelne Unternehmen ein, zwei Monate überleben kann, sorgt der Riss im Geschäftsverbund dafür, dass jeder Monat (teilweise) Stillstand sich in Wahrheit schadenseitig multipliziert. Es verhält sich wie bei der Kernschmelze eines Atomreaktors. Am Ende landet der Fallout bei den Banken, denen riesige Kreditausfälle drohen. Jeder einzelne Tag produziert also eine milliardenschwere Schuldenstrahlung. Die Kernschmelze kann binnen Wochen schwere Verwüstungen anrichten und selbst gesunde Unternehmen verglühen. Die von Beamten und Juristen dominierte Politik neigt offenkundig dazu, die Wirtschaft wie eine statische Großbehörde zu betrachten, die man eine Zeit lang mal schließen könne und ihr notfalls hinterher mit Geld wieder aufhelfe. In Wahrheit aber ist die Wirtschaft wie ein lebendiger Organismus, der einfach (teilweise) stirbt, wenn sein Kreislauf nicht (ganz) zirkuliert. Und wenn Tausende von Startups im Shutdown sterben, wird zudem das kreative Potenzial der Zukunft zerstört. Gleiches gilt für forschungsgetriebene Wachstumsunternehmen und für besonders wettbewerbsintensive Branchen, die in einem Strukturbruch plötzlich ganz vom Markt verschwinden. Wenn der typisch schwäbisch-mittelständische Weltmarktführer nach Monaten des Nullgeschäfts oder kaum Geschäfts plötzlich Pleite geht, dann hat Deutschland diese Weltmarktführerschaft für immer verloren. Es verschwindet mit jedem Unternehmen auch Wissen und Wertschöpfung für die Zukunft. Selbst die deutsche Schlüsselindustrie Auto ist existenziell berdroht. Die Margen der Hersteller und Zulieferer sind schon vor Ausbruch der Coronakrise stark rückläufig gewesen, die Elektrifizierung und Digitalisierung attackieren das klassische Geschäftsmodell ohnehin. Gerade jetzt, da Milliardeninvestitionen nötig wären, bricht das komplette Kerngeschäft weg. Eine Branche, die also gerade über einen schmalen Grat hinweg jongliert, kann eine solche Krise auch völlig niederreißen. Der (teilweise) Shutdown ist nicht alternativlos. Es ist die Wetterscheide von einer möglichen medizinischen Katastrophe, der wir auszuweichen versuchen, zu einer gesellschaftlich-ökonomischen Katastrophe, deren Anfänge wir bereits sehen. Das (teilweise) Shutdown-Konzept der Corona-Krisenbewältigung ist jedenfalls nicht alternativlos. So vertrauen die Staaten Ostasiens einer ganz anderen Strategie. Von Japan bis Singapur, von Hongkong über Taiwan bis Südkorea läuft die Wirtschaft weiter, einen Shutdown der Gesellschaft gibt es gar nicht, Schulen und Geschäfte bleiben offen. Auch wenn die Gesellschaften Ostasiens anders funktionieren und die Ostasiaten ein anderes Verständnis von Staat und Zusammenleben haben: Sie scheinen doch viel besser durch die Krise zu kommen als die Europäer. Ihr Rezept: Masken für alle, dichtes Controlling und digitales Tracking der Erkrankten. Abstand halten (vor allem bei Alten) und auf die Hygiene achten sowieso. Der Erfolg ist verblüffend, die Infektion scheint in Ostasien besser kontrolliert. Auch Schweden, selbst wenn es hier und da die Strategie gegen Corona anpasst, geht einen anderen Weg als Deutschland. Damit zeigen viele andere Staaten, dass Pandemie-Bekämpfung mit modernen, intelligenten, digitalen Methoden wesentlich geschmeidiger funktionieren kann. Wenn der Großteil der Bevölkerung - etwa die Unter-Fünfzigjährigen - von dieser Krankheit so gut wie gar nicht betroffen ist, warum sollte man sie und ihre wirtschaftliche Existenz wegsperren? Ist es vielleicht doch eine Option, gezielt die Schutzbedürftigen zu schützen? Die Blockade eines (teilw.) Shutdown mag zwar einen Patienten vor einem Virus schützen, dass der Patient dann aber im ökonomischen Kreislaufversagen stirbt - das kann nicht klug sein.

Thank you for your support, eingereicht von: Wolfgang Laub

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