• Von: Marcus Bender mehr
  • An: Landtag
  • Region: Hessen mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
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  • 5.773 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Aufhebung des Tanzverbots an Feiertagen in Hessen

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Sehr geehrte Abgeordnete des Hessischen Landtages,
mit dieser Petition wird gefordert, eine Änderung hinsichtlich des Tanzverbotes im Hessisches Feiertagsgesetz (HFeiertagsG) in der Fassung vom 29. Dezember 1971 vorzunehmen!
[komplett hier nachzulesen: tinyurl.com/3wb3kgt]

Wir fordern das Verbot von öffentlichen Tanzveranstaltungen anfolgenden Feiertagen aufzuheben:
§1 (1)
1.der Neujahrstag,
2.der Karfreitag,
3.der Ostermontag,
4.der 1. Mai,
5.der Himmelfahrtstag,
6.der Pfingstmontag,
7.der Fronleichnamstag,
8.der Tag der Deutschen Einheit,
9.der 1. und 2. Weihnachtstag.

Sowie folgende Paragraphen zu streichen:
§ 9
Am 1. Weihnachtstag, Ostersonntag und Pfingstsonntag gelten die Vorschriften des § 7 Abs. 1 Nr. 1 und 4 während des ganzen Tages.

§ 10
Am Gründonnerstag von 4 Uhr an, am Karsamstag und von 17 Uhr an am Heiligabend sind öffentliche Tanzveranstaltungen verboten.

Da ein Verstoß gegen diese Regelungen als Ordnungswidrigkeit angesehen wird, müssen Veranstaltungen bei denen getanzt wird, an den genannten Tagen schließen oder ihren Gästen das Tanzen verbieten.
Mit Ausnahme des Verbotes öffentlicher Tanzveranstaltungen am Volkstrauertag handelt es sich bei allen in §1 erwähnten Tagen um christliche Feier- und Trauertage. Die Schutzwürdigkeit dieser Tage geht zurück auf Art. 140 GG i. V. m. § 139 WRV, welcher „(…) die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich schützt.“ Hierbei ist zu beachten, dass dieses Gesetz aus dem Jahre 1919 stammt.
In der Schweiz hob zuletzt das Kanton Luzern (2010) das Tanzverbot auf (www.lu.ch/download/gr-geshaefte/2007-2011/b_144.pdf). Es folgte damit den Entscheidungen anderer Kantone, die bereits in den letzten Jahren das Tanzverbot ganz oder teilweise aufgehoben haben: Kanton Aargau (1998: Verbot nicht mehr zeitgemäß), St. Gallen (2004), Schaffhausen (2006: generelles Tanzverbot kaum mehr vertretbar) und Zug (2004: einschränkende Bestimmungen für die hohen Feiertage nicht mehr zeitgemäß, wird von einem großen Teil der Bevölkerung nicht mehr verstanden).

Begründung:

Das Gesetz benötigt eine Anpassung an die heutige Lebensrealität der Hessinnen und Hessen.
Jeder Christ der an genannten Feiertagen einen Gottesdienst besuchen möchte kann dies tun und wird nicht durch öffentliche Tanzveranstaltungen davon abgehalten!
Es würde zudem eine Arbeitsentlastung für Polizei und des Ordnungsamts darstellen und Hessen eine Vorreiterrolle in der Bundesrepublik Deutschland einnehmen lassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Marcus Bender

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Offenbach, 14.04.2011 (aktiv bis 11.05.2011)


Neuigkeiten

Der komplette Brief vom Innenministerium ist unter folgendem Link zu finden: www.dropbox.com/gallery/14236556/1/Entscheidung%20Petition%20Tanzverbot?h=8777ba

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Debatte zur Petition

PRO: Die eigene Freiheit hört da auf, wo man die Freiheit anderer einschränkt. Also warum dürfen Christen (bin selbst nicht praktizierender/nicht gläubiger Christ) anderen Menschen vorschreiben, wann sie nicht feiern/tanzen dürfen? Da fühle ich mich diskriminiert ...

PRO: "Wäre das Tanzen an allen Tagen erlaubt, so hätte dies keine Auswirkungen auf die Religionsausübung derjenigen, die aufgrund ihres Glaubens an den genannten Tagen nicht tanzen möchten. Die geforderte Gesetzesänderung verpflichtet niemanden einer Tanzveranstaltung ...

CONTRA: Wenn man soweit geht, auch an Feiertagen der Spaß und Leichtsinnsgesellschaft freien Lauf zu lassen, könnte man im nächsten Zug die Feiertage auch gleich ganz abschaffen. Eigentlich müssten diese von den Befürwortern doch so oder so als nutzlos angesehen ...

CONTRA: also ich bin für das tanzverbot! ist doch wieder mal typisch für unsere gesellschaft, dass alle die freien tage abgreifen wollen, die die kirche mit sich bringt, aber sobald es einschnitte durch von eben dieser gibt sind alle am rumheulen "äähh ööh meine ...

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