• Von: Werner Hintzen (Bürgerinitiative Auweiler- ... mehr
  • An: Regierungspräsident Gisela Walsken
  • Region: Regierungsbezirk Köln mehr
    Kategorie: Bürgerrechte mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 204 Unterstützer
    163 in Regierungsbezirk Köln
    Sammlung abgeschlossen

Auweiler- Esch: Planung für neue Baugebiete sofort beenden.

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Petition:

Rat und Verwaltung planen den Ausbau von Flächen im Norden von Esch (ASB 1), im Norden von Auweiler (ASB 2) und im Süden von Auweiler (ASB 3). Es sollen überwiegend zweigeschossige Einfamilienhäuser für deutlich mehr als 2000 Bürger geschaffen werden. Dies hat weitreichende Folgen für alle Bürger in Auweiler- Esch.
Die Neuausweisung der Flächen im Rahmen der 4 FNP- Fortschreibung liegt der Bezirksregierung bereits zur Genehmigung vor. In einer der nächsten Regionalratssitzungen (20. Mai 2016, 02.Sept. 2016, 4. November 2016) kann darüber entschieden werden.
Sollte der Regionalrat der 23. Regionalplanänderung in der 4- FNP- Fortschreibung zustimmen, wird das Projekt realisiert.
Deshalb müssen wir mit Hochdruck Widersprechen.
Unterstützen Sie uns deshalb mit Ihrer Unterschrift, den Rat und die Verwaltung aufzufordern, die veralteten Planungen für Auweiler- Esch einzustellen und komplett neu aufzusetzen.
Wir wohnen in Auweiler- Esch, weil wir die über 1000- jährige Entwicklung der technischen und sozialen Infrastruktur des Ortes schätzen und lieben gelernt haben. Mit ihren umliegenden Naherholungsgebieten, die auch von Bürgern der Stadt Köln und der angrenzenden Gemeinden rege besucht werden, bietet der Ort eine für Mensch, Tier und Umwelt wichtige und gesundheitsfördernde Atmosphäre.
Diese für alle Bürger nachweislich wichtige Naturlandschaft wollen wir erhalten. Damit Verpflichten wir uns auch nachfolgenden Generationen gegenüber.

Wir fordern ein stadtplanerisches Gesamtkonzept, in dem die Punkte Verkehr, Schule, technische und soziale Infrastruktur, Naherholung und Stadtklima eine gleichgewichtige Berücksichtigung finden.

Im Namen aller Unterzeichner /innen der Bürgerinitiative "Bürgerbeteiligung - Jetzt".

Köln, Auweiler- Esch, den 19.05.2016

Begründung:

Begründung:
Bei der geplanten Erweiterung kann man nicht mehr von einer Arrondierung sprechen. Es handelt sich um eine deutliche Verdopplung des Ortsteils Auweiler (Einwohner stand 31.12.2015: 1827). Bedingung für die Genehmigung der Bauflächen durch die Bezirksregierung ist die Rückgabe anderer Flächen im Stadtgebiet, die ursprünglich zur Bebauung vorgesehen waren. Die so genannten Tauschflächen müssen dann der Natur überlassen bleiben. Im Rahmen der 4- FNP- Fortschreibung schlägt die Stadt zwei Tauschflächen vor. Tauschfläche A in Köln- Kalk und B in Köln- Porz. Dabei bleibt festzuhalten, dass die für die Bebauung vorgesehen Fläche ASB 3 in Auweiler komplett in der Fläche liegt, die dem „Zweckverband Erholungsgebiet Stöckheimer Hof“ zugewiesen ist. Diese Fläche ist zudem von der Bezirksregierung Köln, Dezernat 32 als „Verbundfläche besonderer Bedeutung“ ausgewiesen. Die Tauschfläche A in Köln- Kalk und die Tauschfläche B in Köln- Porz sind weder als „Verbundfläche besonderer Bedeutung“ ausgewiesen, noch liegen sie in einem Erholungsgebiet. Es ist völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar, warum die Stadt Erholungsgebiete und Verbundflächen mit besonderer Bedeutung normalen Freiflächen gegenüber opfert. Durch die Erweiterung würden zusätzlich erhebliche Zusatzverkehre ausgelöst. Weder existiert ein sinnvolles Verkehrskonzept, noch hat die Verwaltung die steigenden Anforderungen an die technische und soziale Infrastruktur bedacht. Die Stadt müsste eine erhebliche Summe investieren, um die notwendigen Infrastrukturen zu schaffen. Ein wesentliches Defizit ist die ungenügende Anbindung insbesondere Auweilers an das öffentliche Personen- Nahverkehrs- Netz (ÖPNV) und das unzureichend ausgebaute Abwassernetz (Kanal), das bereits heute bei starken Regenfällen zu Überflutungen von Kellerräumen in Auweiler führt. Den Verfahrensunterlagen aber kann man entnehmen, dass die Stadt Köln nicht bereit ist, größere Summen in den Ausbau einer Infrastruktur zu investieren, sondern man still schweigend davon ausgeht, dass die vorhandene Infrastruktur ausreicht, um die Anzahl der Bevölkerung innerhalb von nur wenigen Jahren (bis 2020) mehr als zu verdoppeln. Die Stadt muss uns erklären, wie sie zu dieser Einschätzung kommt und womit sie das begründet. Neben dem Aspekt der fußläufigen Naherholung, finden in den Planungen Hinweise auf eine Beeinträchtigung des städtischen Klimas durch die Baumaßnahmen, ebenfalls keinerlei Berücksichtigung. Die Stadt Köln verweist zwar in der Planung als Ausgleich u.a. auf die Frischluftschneise zwischen Auweiler und Esch. Das tut sie aus gutem Grund. Denn es wird im Umweltgutachten darauf hingewiesen, dass wegen der wesentlichen Klimafunktion dieser landschaftlichen Freifläche zwischen Auweiler und Esch die Kaltluftentstehung und der Kaltluftabflusses mit Auswirkungen auf das lokale Klima einhergeht. Bei Schwachwindwetterlagen tragen die auf diesen Flächen entstehenden Kaltluftströme zur Durchlüftung der Siedlungen und der Innenstadt bei.“ Das Bundesumweltamt fordert deshalb in einem aktuellen Bericht auf, „bestehende grüne Flächen zu erhalten, miteinander zu vernetzen und zusätzlich neues Grün zu schaffen. Bei genauer Betrachtung der Planung stellt man sehr schnell fest, dass es diese Schneise bei Realisierung der Planung zukünftig nicht mehr geben wird. Durch den Bau der neuen Flüchtlingsunterkünfte am Sportplatz und die geplante Neubebauung des ASB 3 wird die Schneise zugebaut sein. Wie kann die Stadt in diesem Fall von einem Ausgleich reden? Bei den vorherrschenden Westwinden wird die Bebauung zu einer Verschlechterung der Belüftung der Innenstadt führen.
Die Verkehrssituation im Stadtteil Auweiler- Esch ist heute bereits Ursache vielfältiger Beschwerden. Die Bebauung weiterer Baufelder wird die Verkehrssituation verschlimmern. Die langfristig fehlende Einzelhandels-Infrastruktur bedeutet für die Einwohner des Stadtteils, dass alle Einkäufe mit langen Wegen verbunden sind. Lange Wege bedeuten bei unattraktivem ÖPNV die zentrale Nutzung des Autos für alle Wege. Dieser Zustand führt zu deutlich höheren Belastungen für viele weitere Straßen rund um den Stadtteil (Auweiler, Esch und Pesch). Eltern mit schulpflichtigen Kindern kennen die Situation der hiesigen Schulen. Schon heute, ohne jeden weiteren Bevölkerungszuwachs, ist die einzige Grundschule in Esch zu klein. Alle Erweiterungsmaßnahmen wurden bisher zu spät beschlossen. Es regiert der Mangel und das Provisorium. So sind die geplanten Wohnbaumaßnahmen in Auweiler- Esch bisher bspw. in den Schulplanungen nicht berücksichtigt. Werden also weitere Wohngebiete bebaut, so drohen hohe Folgekosten. Das soziale Leben ist hier in Auweiler nur sehr eingeschränkt möglich. Dies ist insbesondere mit Blick auf die notwendige Integration von bis zu 550 Flüchtlingen und zusätzlich ca. 2000 neuen Bürgern eine unlösbare Aufgabe, mit der unsere Bürger konfrontiert werden. Eine Lösung des Problems wird von der Stadt nicht vorgeschlagen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Köln, 19.05.2016 (aktiv bis 18.11.2016)


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