Chirurgie vor Ort erhalten – Qualität braucht Wohnortnähe

Petition richtet sich an
Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

89 Unterschriften

Sammlung beendet

89 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet September 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

Strukturen stärken. Chirurgie sichern. Zukunft gestalten.

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie muss neu gedacht und neu positioniert werden. Wir, die Unterzeichnenden fordern: 

  • Stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die notwendige Strukturen finanzieren und planbare Perspektiven schaffen.
  • Angepasste Weiterbildungsmodelle mit realistischen Fallzahlen, um die Attraktivität des Faches zu sichern.
  • Stärkere Interessenvertretung der Kliniken der Grund- und Regelversorgung in chirurgischen Fachgesellschaften und politischen Entscheidungsprozessen.

 
Zukunftsstrategien der chirurgischen Versorgung müssen die Behandlung häufig auftretender chirurgischer Krankheitsbilder, die überwiegend in den Häusern der Grundversorgung vor Ort stattfinden, adäquat berücksichtigen. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie ist kein Luxus, sondern Teil der medizinischen Basisversorgung – und damit unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. 

Begründung

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie steht in Deutschland an einem Scheideweg. Kliniken der Grund- und Regelversorgung, die traditionell das Rückgrat der chirurgischen Patientenversorgung bilden, geraten zunehmend unter Druck. Politische Entscheidungen, neue gesetzliche Rahmenbedingungen und strukturelle Reformen stellen nicht nur die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Kliniken infrage, sondern auch die Sicherstellung einer wohnortnahen chirurgischen Versorgung. 

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie ist weit mehr als faszinierende Hochleistungsmedizin. Sie ist ein zentrales Element der Daseinsvorsorge: Von der Notfallversorgung bis zur Behandlung häufiger Krankheitsbilder sichern allgemein- und viszeralchirurgische Abteilungen in der Fläche eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige Versorgung. Der Rückzug dieser Leistungen in wenige Zentren mag ökonomisch kurzfristig plausibel erscheinen, lässt jedoch langfristig Versorgungslücken entstehen, die insbesondere ländliche Regionen hart treffen werden. 

Wenn wohnortnahe chirurgische Strukturen wegfallen, geraten Patientinnen und Patienten, Rettungsdienste und umliegende Krankenhäuser gleichermaßen unter Druck. Eine auf Maximalversorgung ausgerichtete Fach- und Gesundheitspolitik blendet die Realität in der Fläche aus – und gefährdet damit die Versorgungsgerechtigkeit.

Mehr Infos unter: https://www.chirurgie-vor-ort.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Stefan Lenz, Perleberg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.09.2025
Sammlung endet: 22.03.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

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