Seit einiger Zeit beschäftigt sich eine Gruppe von Wildunger Ärzten um Dr. Schmidt-Betschel mit Vorschlägen zum Erhalt des Kurhauses. Hierbei haben die Ärzte ihre Bedenken gegen eine Vernachlässigung der Kernkompetenz des Heilbades durch die Stadtpolitik formuliert.

Eine gemeinsame Aktion mit der Arge Lückhoff war dann die Demonstration gegen die Abänderung des Bebauungsplans für das Kurhausareal, der den Abriss des symbolträchtigen Gebäudes für einen nicht bekannten Investor möglich macht. Etwa 400- 500 Menschen demonstrierten gemeinsam für eine zukunftsorientierte Nutzung des Kurhauses in städtischer Hand.

Um dem Anliegen für den Erhalt des Kurhauses weitere Aufmerksamkeit zu verschaffen, wurden nun nochmals Unterschriftenlisten u.a. in Geschäften, Arztpraxen und Apotheken ausgelegt, die sich an die Bad Wildunger Bürgerinnen und Bürger, aber auch an die Gäste der Stadt wenden.

Es geht dabei um die aktuelle Feststellung eines Meinungsbildes. Hierbei sind ausdrücklich auch Kurgäste, Patienten und Tagestouristen einbezogen, da diese ihre Ansprüche an einen Kurort natürlich auch formulieren sollen.

Außerdem soll ein Konzeptpapier entstehen, dass eine Bestandsaufnahme des Gesundheitsstandortes Bad Wildungen beinhaltet, sowie konkrete Anregungen für eine Stärkung der medizinischen Kernkompetenz zur Diskussion stellen wird.

Bad Wildungen, bedeutendes Heilbäderzentrum ohne Kurhaus?

31 Jahre nach der Einweihung des "neuen Kurhauses" 1987 soll eines der Kernareale der Wildunger Kurkultur dem Erdboden gleich gemacht werden. Es soll weichen für einen, durch unbekannte Investoren finanzierten Hotelkomplex sowie möglicherweise Luxusapartmenthäuser.

Nachdem die Stadt Bad Wildungen 2002 den Kurbetrieb "Hessisches Staatsbad" offiziell übernommen hat, wurde das gesamte Kurhausareal sukzessive vernachlässigt, der Sanierungsbedarf festgestellt, jedoch nicht gehandelt. 16 Jahre dem Verfall preisgegeben soll das Areal nun aus dem Verantwortungs- und Einflussbereich der Stadt zu einem Investor übergehen.

Begründung

Wo wollen wir mit der Stadt Bad Wildungen in 10 Jahren stehen?

Wir vermissen in der Diskussion um die Kurhaussäle eine konkrete Zukunftsvision für die Stadt Bad Wildungen, die den Bürgern kommuniziert wird und sie mitgestalten lässt:

Die ambulante und stationäre Medizin und der Gesundheits-, Kultur- und Sporttourismus sind unsere Stärken und sollten die Säulen für unsere gemeinsame Zukunftsvision sein.

Wir als Wildunger Bürger erwarten von der Politik – dem Stadtparlament und den Parteien – und vom Bürgermeister einen konkreten Zukunftsplan, wie wir Medizin und Tourismus mit der Stadtentwicklung ausbauen wollen. Wir erwarten Parlamentarier und einen Bürgermeister, die bereit sind, Kompromisse zum Wohl der Stadt zu schließen, so daß für den Bürger fassbare und sinnvolle Ergebnisse sichtbar werden. Alle Entscheidungen der Stadt müssen inhaltlich und von ihrer Wichtigkeit her an dieser Zukunftsvision gemessen werden.

Wie dienen 8 Stadtvillen mit 40 Eigentumswohnungen an Stelle des Kurhauses der Zukunftsvision von Tourismus und Medizin?

Dass das Architekturbüro des Investors keine Synthese von alter (Kurhaussäle) und neuer Architektur (Hotel) hinkriegt, ist ein architektonisches Armutszeugnis. Die Kurhaussäle brauchen wir für medizinische und andere Kongresse, große Bühnenveranstaltungen wie Musicals, Sportveranstaltungen wie Billardmeisterschaften und für uns selbst und unsere Jugend: Abibälle, Abschlussbälle der Tanzschule, gesellschaftliche Bälle, alles, was aus Gründen der Bühnentechnik und des Platzes nicht in der Wandelhalle machbar ist. Die Kurhaussäle müssen erhalten bleiben!

Wieso das Riesenareal von 16.000 qm nur einem Investor geben?

Große Kliniken wollen erklärtermaßen die medizinische Ausbildung in Bad Wildungen massiv ausbauen. Das Wohnheim in der Laustraße platzt aus allen Nähten. Auf dem Kurhausareal wäre Platz für erschwingliche Mietwohnungen für junge Leute, die wir in den personalintensiven Branchen wie Medizin und Tourismus dringend brauchen. Die Wicker-Gruppe hat Interesse signalisiert, das Haus Waldeck auf das Kurhausareal hin zu erweitern. In den nächsten 10 Jahren gehen die niedergelassenen Ärzte der Babyboomer-Generation in Rente, es droht ein erheblicher Ärztemangel. Ein von der Stadt finanziertes medizinisches Versorgungszentrum auf dem Kurhausareal kann fehlende Ärzte anstellen und die medizinische Versorgung der Bürger und der (Gesundheits-!) Touristen in allen med. Facharztbereichen sicherstellen helfen.

Wenn man die Bürger fragen würde, ergäben sich sicher noch mehr gute Ideen, die unserer Stadt dienen und nicht nur hauptsächlich dem Interesse eines Investors.

Deswegen bitten wir sie darum uns mit ihrer Stimme zu unterstützen, für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung für unser Bad Wildungen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bernd Gehring aus Bad Wildungen
Frage an den Initiator

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.