Deutschland muss den Handelsdeal mit Trump stoppen!

Petition richtet sich an
Deutsche EU-Abgeordnete, Bundeskanzler Friedrich Merz, Finanzminister Lars Klingbeil, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche

2.937 Unterschriften

29 %
10.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung, letzter Tag
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Deutsche EU-Abgeordnete, Bundeskanzler Friedrich Merz, Finanzminister Lars Klingbeil, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche

Die Handelsvereinbarung mit den USA ist ein schwerer Rückschlag für Wirtschaft und Gesellschaft in der EU. Die Zugeständnisse, die die Europäische Kommission gegenüber Trump gemacht hat, gefährden alles, was uns lieb und teuer ist: unsere Gesundheit, unsere Rechte und unsere Zukunft.

Noch aber kann das Abkommen gestoppt werden! Der Rat der EU, in dem alle Mitgliedsstaaten eine Stimme haben, und das Europaparlament müssen sich erst einigen und dem Handelsdeal gemeinsam zustimmen.

Darum fordern wir: Deutschland muss gegen diesen Vertrag stimmen!

Begründung

Der Handelsdeal, zu dem US-Präsident Trump die EU gedrängt hat, birgt inakzeptable Risiken. Die Europäische Union verpflichtet sich darin, Zölle und Auflagen für US-Produkte zu beseitigen, ohne dies auch nur an die geringsten Auflagen zu knüpfen.

Die Folge: Es droht eine Welle gefährlicher Importe. Amerikanische Monster-Trucks, die die Zahl der Verkehrstoten in die Höhe treiben; teure US-Medikamente, die die Gesundheitskosten explodieren lassen; Schweinefleisch, das mit Hormonrückständen belastet ist: Diese und andere Risikogüter könnten den EU-Markt überschwemmen.

Auch die amerikanischen Tech-Multis sollen freie Hand in der EU bekommen. Maßnahmen wie Plattform-Regulierungen, Content-Moderations-Auflagen, Beschränkungen des Datentransfers oder Streaming-Abgaben sollen als Handelshemmnisse beseitigt werden. Kinder- und Jugendschutz in sozialen Medien und Verbote von Hassrede verletzen laut Trump „die amerikanische Souveränität“.

Mehr noch: Die EU verpflichtet sich gegenüber Trump zum Kauf riesiger Mengen von teurem und klimaschädlichem Flüssiggas und untergräbt damit die Energiewende. Zusätzlich soll sie Hunderte Milliarden Euro in den USA investieren. Die Projekte wählt allein die US-Regierung aus; die EU hätte keinerlei Mitspracherecht.

Das alles reist ein Riesenloch in die ohnehin schon klammen Kassen der EU. Allein die Mindereinnahmen durch den Zollabbau belaufen sich auf jährlich rund 4,8 Milliarden Euro – Geld, das für die dringend notwendigen Investitionen in die europäische Wirtschaft fehlt.

Das Erschreckendste dabei: Anders als bei allen anderen Handelsabkommen hat die Europäische Kommission für die Gespräche mit Trump zuvor keinerlei Verhandlungsrichtlinien erhalten. Um die Menschen über die Risiken im Dunkeln zu lassen, veröffentlicht die Kommission nicht einmal eine Folgenabschätzung des Abkommens.

Doch noch ist es nicht zu spät! Die Vereinbarung ist noch nicht angenommen. Denn vorher müssen noch das Europäische Parlament und die im Rat versammelten EU-Regierungen dem Handelsdeal zustimmen, was im Frühjahr 2026 erwartet wird.

Darum fordern wir die deutschen Abgeordneten im Europäischen Parlament, Bundeskanzler Merz, Finanzminister Klingbeil und Wirtschaftsministerin Reiche auf, diesem schädlichen Deal die Zustimmung zu verweigern.

Thomas Fritz (PowerShift e.V., Berlin) und Roland Süß (Attac)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Attac & PowerShift e.V. , Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.12.2025
Sammlung endet: 17.06.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Wirtschaft

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    heute hat das Europaparlament mehrheitlich für den EU-US-Zolldeal gestimmt, den ersten Teil der umfassenderen EU-Handelsvereinbarung mit den USA. Damit ist über einen wichtigen Teil dieses schlechten Deals zulasten des Klimaschutzes, der Arbeitnehmer*innenrechte und einer souveränen EU entschieden worden. Die Initiator*innen dieser Petition, PowerShift und Attac, haben gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen über die Risiken dieser Vereinbarung aufgeklärt, Briefe an Abgeordnete versendet und zahlreiche Gespräche geführt. Dank der Unterstützer*innen unserer Petition konnten wir die kritische Diskussion zu den EU-US-Verhandlungen bereichern, so dass sich die Abstimmung über den Zolldeal im Europaparlament erheblich verzögert hat.

    Gleichwohl endet mit dieser Entscheidung des Europaparlaments nun auch unsere Petition. Wir möchten uns daher ganz herzlich bei allen Unterstützer*innen bedanken. Wir werden als PowerShift und Attac unsere Auseindersetzung mit dem Handelsdeal fortsetzen. Denn noch verhandeln die EU und die USA über die weiteren Teile ihrer Vereinbarung und deren Umsetzung. Diese aber bergen weiterhin enormen Risiken, etwa durch den forcierten Import von US-amerikanischem Flüssigas, die Schwächung des EU-Digitalrechts oder die Aushöhlung der europäischen Lieferkettenregulierungen. Wenn Sie an den weiteren Entwicklungen interessiert sind, informieren Sie sich gerne bei PowerShift (https://power-shift.de/newsletter-bestellen/) und Attac (https://www.attac.de/aktiv-werden/newsletter-mailinglisten). Wir werden mit kritischen Analysen, Veranstaltungen und Aktionen weiterhin die Geschehnisse rund um den Handelskonflikt mit den USA und die europäische Handelspolitik begleiten.

    Mit besten Grüßen
    Thomas Fritz (PowerShift), Hanni Gramann (Attac)

  • Der fatale Handelsdeal mit den USA ist noch nicht unter Dach und Fach. Nun ist Streit entbrannt im sogenannten Trilog-Verfahren. In diesen Verhandlungen versuchen die drei EU-Institutionen – der Rat, die Kommission und das Parlament –, zu einer gemeinsamen Position zum Zolldeal mit den USA zu kommen. Vor allem die deutsche Bundesregierung und die Europäische Kommission blockieren Forderungen des Europäischen Parlaments, die die Trump-Regierung verärgern könnten.

    Hintergrund des Streits im Trilog: Das Parlament hat in seiner Position zum Zollteil des Handelsdeals wegen der Unberechenbarkeit von Trump mehrere Sicherheitsklauseln eingefordert. Voraussetzung der europäischen Zustimmung soll sein, dass die USA ihre hohen Stahlzölle von 50% auf 15% absenken. Zudem soll die EU ihre Zollbeseitigung zugunsten der USA nur bis zum März 2028 gewähren – d.h. diese würde noch vor Ende der Trump-Präsidentschaft wieder auslaufen. Schließlich soll die EU ihre Zollsenkung aussetzen, wenn Trump erneut die territoriale Integrität der EU bedroht. Diese Klausel verlangt das Parlament, da Trump unverändert an seinem Ziel festhält, Grönland zu annektieren. Erst vor zwei Wochen erneuerte er seinen Anspruch auf Grönland – aus Ärger gegenüber den europäischen NATO-Staaten, die die USA nicht bei ihrem Angriff auf den Iran unterstützt haben.

    Trotz der permanenten Drohungen Trumps will die Bundesregierung, gemeinsam mit einigen anderen EU-Ländern, den Zolldeal ohne diese Sicherheitsklauseln durchsetzen. Die französische Regierung und die Mehrheit des Europa-Abgeordneten hingegen halten es für falsch, den Zolldeal ohne diese Auflagen durchzuwinken. Der Konflikt bestimmte die erste Trilog-Runde am 13. April und dürfte auch die nächste Verhandlungsrunde beschäftigen, die am 6. Mai stattfinden soll. Der Handelsdeal mit Trump bleibt also hoch umstritten. Die Zustimmung zu den Zollvereinbarungen kann noch immer scheitern.

    Wer weitere aktuelle Hintergründe zum Trump-Deal und der Rolle der Bundesregierung erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zum Webinar von Attac am kommenden Montag, den 27.4.2026, um 19 Uhr. Zur Anmeldung geht es hier.

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    gestern haben die Trilog-Verhandlungen zum Handelsabkommen zwischen der EU und den USA begonnen. Warum Deutschland ein besonderes Interesse an diesem Abkommen hat, beleuchtet die Veranstaltung „Der Dirty Deal mit Trump: Wie Deutschlands ungerechtes Wirtschaftsmodell gerettet werden soll” von PowerShift und Attac, die am 27.04.2026 von 19:00 bis 20:30 Uhr online stattfindet.

    Alle Informationen zur kostenlosen Veranstaltung und den Anmeldelink finden Sie hier: https://power-shift.de/termin/eu-handelsabkommen-mit-den-usa/.

    Ich würde mich freuen, Sie dort begrüßen zu können.
    Viele Grüße

    Thomas Fritz

Noch kein PRO Argument.

Deutschland und die EU sind ohne die USA nichts. Jeder der etwas anderes behauptet, ist sich dessen Ausmaß nicht bewusst. Selbst wenn vieles gegen Trump spricht, sind wir Abhängig von ihm und das lässt sich auch nicht schnell ändern. Dafür ist Deutschland und die EU viel zu schwach und däm**ch.

Warum Menschen unterschreiben

Kampf gegen neoliberale politik

Handel muss IMMER fair ablaufen. Nachdem ich nun viele Infos gesehen habe über amerikanische Produkte (Lebensmittel, Autos, Häuserbau usw.) kann ich nur sagen das brauchen und das wollen wir hier nicht. Amerikaner sind dafür bekannt Dinge nicht richtig zu entwickeln, sondern einfach schnell auf den Markt bringen und dann erst gucken ob es funktioniert. Deswegen haben die soviel Ramsch und zb. bei Medikamenten finde ich das sogar gefährlich. Made in Germany ist mir lieber.

Das Unwort seit Amtseintritt ist "DEAL". Jemand, der sein Wort mehrmals am Tag ändert, ist nicht vertrauenswürdig. Die amerikanische Mentalität der Drohung ist nicht die deutsche oder europäische Mentalität.

Als Mitglied von Atta France bin ich interessiert an den Aktionen von Attac Deutschland...

Umwelt und Demokratie muss in Europa geschützt werde!

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