Fast 35 Jahre hat Polizeikommissar Frank Dettmann (53) brutale Streitigkeiten geschlichtet, schlimme Verkehrsunfälle aufgenommen und war sonn- und feiertags immer für den Schutz und die Sicherheit der Bürger da – bis ihn ein Schlaganfall außer Gefecht setzte. Jetzt kann und will Frank Dettmann wieder arbeiten. Doch Fehlanzeige. Die Berliner Polizeibehörde als sein Arbeitgeber will ihn pensionieren.

Das Schicksal nahm im Oktober 2014 seinen Lauf. „Mir wurde plötzlich schwindlig und übel, dann brach ich zusammen“, erzählt Frank Dettmann. Nur der Geistesgegenwart seiner Kollegen hat er es zu verdanken, dass er schnell ins Krankenhaus kam und behandelt wurde. Die Diagnose: Schlaganfall.

Bis Anfang August 2016 ging die Behandlungs- samt Reha-Maßnahme. Inzwischen geht Frank Dettmann wieder arbeiten – vier Stunden im Hamburger Modell. Schon bald sollen es wie früher wieder acht Stunden werden – sein Arzt gab das Okay. Doch die Rechnung wurde ohne Frank Dettmanns Arbeitgeber gemacht. Der will ihn pensionieren.

Streifen-Polizist Frank Dettmann sauer: „Mein Vorgesetzter sagte mir jetzt, dass ich demnächst vorzeitig in den Ruhestand gehen soll. Meinen Dienstausweis musste ich schon abgeben. Meine Uniform darf ich auch nicht mehr tragen. Es ist für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Fürsorgepflicht nennen die das. Ich fühle mich nach 35 Dienstjahren gemein entsorgt.“

Abgesehen davon, dass Frank Dettmann mit vorzeitigem Ruhestand nur 1300 Euro statt später 2500 Euro Pension bekommen würde, will und kann er noch arbeiten. „Ich habe zwar nach dem Schlaganfall einen Schwerbehinderten-Status von 40 Prozent und kann nicht mehr den Streifenwagen fahren und Streifendienste auf der Straße leisten, aber Büro-Tätigkeiten, wie Anzeigen bearbeiten, kann ich allemal. So könnte ich Kollegen entlasten, die Stunden mit Schreibarbeiten im Büro beschäftigt sind, statt auf der Straße für Ordnung und Sicherheit zu sorgen.“

Frank Dettmann ermittelt jetzt gegen seine Pensionierung. Er will dagegen gerichtlich vorgehen.

Begründung

Polizeikommissar Frank Dettmann will arbeiten, darf aber nicht. Er kann trotz seiner körperlichen Einschränkungen in anderen Bereich der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden ohne ihn gleich zu pensionieren. Ein entsprechendes Angebot habe es seitens der Behörde nicht gegeben obwohl in allen Bereich dringend Personal benötigt wird.

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Anscheinend ist es für die Länder billiger Polizisten "zu entsorgen" wenn diese nicht mehr zu 100% funktionieren. Derartig unsoziale Maßnahmen, die diejenigen treffen, die den Funken des Rechtsstaats noch bewahren wird dazu führen, dass sich diese irgendwann selbst gegen den Staat richten und ihre Arbeit nicht mehr machen. Sie sozialen Nischen werden aber immer mehr mit Frauen und versorgten "Durchstartern" besetzt und verdiente Kollegen entsorgt.

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