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Bild zur Petition mit dem Thema: Djibril soll eine Chance in Deutschland bekommen Djibril soll eine Chance in Deutschland bekommen
  • Von: Aida Zvizdic mehr
  • An: Bayerischer Landtag
  • Region: Bayern mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 136 Tage verbleibend
  • 567 Unterstützende
    490 in Bayern
    2% erreicht von
    24.000  für Quorum  (?)

Djibril soll eine Chance in Deutschland bekommen

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Djibril Daffé ist 1997 in Senegal geboren. Nach der Trennung der Eltern ist er mit 4 Jahren mit seinem Vater nach Zentralafrika geflüchtet. Seitdem hat er zu keinem seiner Familienangehörigen Kontakt. Nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Zentralafrika, in dem viele Kinder als Soldaten rekrutiert wurden, flüchtete er 2014 mit dem Vater nach Libyen. Von da schickte ihn der Vater nach Italien und wollte selber nachkommen, weil es in dem Schlauchboot nicht genug Platz gab. In dieser ohnehin traumatischen Situation trennte er sich also von dem Menschen, der ihm als einziger jemals Familie, Heimat und Herkunft bedeutete. Er begab sich auf eine Fahrt über das offene Meer, die viele nicht überlebten. In Italien wartete er vergeblich auf seinen Vater. Seit der Trennung in Libyen hat er nie wieder etwas von ihm gehört. Er weiß noch nicht einmal, ob sein Vater lebt.

Am 14.07.2014 kam Djibril Daffé als unbegleiteter Minderjähriger am Münchner Hauptbahnhof an. Hier stellte sein damaliger Vormund am 24.10.2014 einen Asylantrag. Am 31.12.2016 wurde dieser als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Die Klage wurde vom Gericht abgewiesen, obwohl ein psychiatrisches und therapeutisches Gutachten eingereicht wurde und Reiseunfähigkeit bestätigt wurde. Von Beginn seines Aufenthaltes an hat Hr. Daffé sich in mustergültiger Weise bemüht, die deutsche Sprache zu lernen und sich zu integrieren. Er ist ein sehr guter Schüler, hat sich ein großes Netzwerk aus Freunden und Helfern aufgebaut, ist stets offen, lernbegierig und interessiert und hat bereits mehrere Angebote für einen Ausbildungsplatz erhalten, da er in Praktika die Arbeitgeber stets von seinen Fähigkeiten überzeugen konnte. Am 20.01.2017 stellte Hr. Daffé bei der Ausländerbehörde in München einen Antrag auf Erteilung einer Ausbildungserlaubnis, dieser wurde jedoch abgelehnt. Der Ausbildungsbetrieb will Hr. Daffé weiterhin in Ausbildung nehmen, allerdings wird ihm seit März 2017 immer nur eine Grenzübertrittsbescheinigung ausgestellt und die Duldung verweigert. Seitdem werden regelmäßig alle Bemühungen, die gemacht wurden um einen Pass zu beschaffen, dokumentiert, weil Hr. Daffé aufgefordert wurde Deutschland zu verlassen. Da er keine Angaben über seinen Geburtsort machen kann und auch keine Bekannten oder Verwandten in Senegal hat, ist es nicht möglich eine Geburtsurkunde und somit einen Pass zu beschaffen.

Eine Ausbildung in Deutschland machen zu dürfen und sich hier eine Zukunft aufzubauen, wäre für Hr. Daffe nicht nur ein Wunsch, sondern auch die einzige Chance, die ihm noch bleibt. Unter Menschen aus der gleichen Volksgruppe gilt Herr Daffé in sprachlicher und kultureller Hinsicht als Außenseiter, da er die Sprache nur spärlich beherrscht. Die Vorstellung, in ein für ihn völlig fremdes Land, den Senegal, abgeschoben zu werden, bedeutet für ihn in seinen Gedanken ein Todesurteil. Er müsste sich dort ohne jede Unterstützung abermals eine neue Existenz aufbauen, sich integrieren und die Sprache der Einheimischen lernen. Die Möglichkeiten sich in einem Land wie dem Senegal ohne Familie oder Bekannte zurechtzufinden sind extrem schlecht. Auch die internationalen Hilfsorganisationen können nur bedingt helfen. Zudem droht ihm aufgrund seiner psychischen Erkrankung und der schweren Leidensgeschichte und mit einer nicht ausreichenden ärztlichen und therapeutischen Versorgung eine lebensbedrohliche innerpsychische Krise. Die Bindung zu den haupt- und ehrenamtlichen Helfern erlebt er als sehr heilsam und als ein Geschenk, das er aufgrund seiner Lebensgeschichte so nie erleben konnte. Eine Trennung von ihnen wäre eine erneute Trennung von einer, für ihn existenziellen, emotionalen und sozialen Stütze.

Aufgrund der hier beschriebenen Leidensgeschichte, der beeindruckenden und weit fortgeschrittenen Bemühungen zur Integration in Gesellschaft, Schule und Beruf, der investierten Kosten in Beschulung und Jugendhilfemaßnahmen, der psychischen Gesundheit und nicht zuletzt der sozialen Integration und Bindung an die Menschen in seinem Umfeld, fordern wir die Genehmigung des Aufenthalts für Herrn Djibril Daffé!

Begründung:

Herr Daffé wird aufgrund seines Lebensweges schlechter gestellt als andere Asylbewerber: Entscheidend ist für ein Asylbegehren nämlich, ob eine Verfolgung im Herkunftsstaat (Heimatstaat) stattgefunden hat, oder - wenn der Asylbewerber staatenlos ist - ob eine Verfolgung in dem Staat stattgefunden hat, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Herr Daffé wuchs aber weder in seinem Heimatstaat auf und wurde daher dort auch nicht verfolgt und ist aber auch nicht staatenlos.

Die Herrn Daffé betreffende Variante - Verfolgung in einem Drittstaat - fällt nicht in den Schutzbereich des § 3 Asylgesetz, obwohl Herr Daffé faktisch Bürger der Zentralafrikanischen Republik ist: Er hat dort sein ganzes Leben verbracht. Da es nicht der Entscheidung des Herrn Daffé oblag, den Senegal zu verlassen, sondern er nur aufgrund des Entschlusses seines Vaters nach Zentralafrika ziehen musste, ist dieser Umstand als Ausnahmefall aufgrund einer Gesetzeslücke zu berücksichtigen.

Herr Daffé war zudem stets in mustergültiger Weise bemüht, sich in Deutschland zu integrieren und hat trotz vieler Schwierigkeiten, die ihm in den Weg gelegt wurden, aber auch trotz seiner psychischen Situation, die Hoffnung auf eine sichere Zukunft in Deutschland nicht aufgegeben. Jetzt müssen wir ihn unterstützen, daher bitten wir Sie um Ihre Unterschrift!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

München, 08.06.2017 (aktiv bis 07.12.2017)


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Weil es ein Gebot der Menschlichkeit ist schutzbedürftige Menschen zu unterstützen

Ich bin traurig und wütend, dass ein so gut integrierter Flüchtling, der sich hier solche Mühe gibt und in seinem Herkunftsland sehr gefährdet ist, abgeschoben werden soll. Bitte revidieren Sie diese Entscheidung! Und bitte kümmern Sie sich darum, ...

Der Einsatz für einen besonderen Menschen ist immer wichtig. Wenn er mir so empfohlen wird, dann stimme ich gerne zu

Ich war sein Deutschlehrer und kann mit Sicherheit sagen und beurteilen, dass er das wirklich nicht verdient. Er war in jeder Hinsicht ein Vorbild gewesen. darüber, dass er nun abgeschoben wird, bin ich schockiert und fassungslos.

Deutschland braucht Zuzug von jungen Menschen

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