Derzeit ist es für viele Eltern in Reinickendorf schwer, eine Entscheidung zu treffen, an welcher weiterführenden Schule sie ihr Kind anmelden sollen. Ist der Erstwunsch eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe, herrscht große Unsicherheit und Unzufriedenheit, denn es gibt eine extreme Schieflage zwischen dem Angebot (350 Plätze) und der Nachfrage (624 Plätze) für eine ISS mit gymnasialer Oberstufe. (Stand: Sommer 2017) Alle Eltern wünschen sich eine verlässliche, passende Schullaufbahn für Ihre Kinder. Reinickendorf Nord benötigt eine eigene Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe, vernünftig erscheint hier ein Verbund der Carl-Bosch-Schule und der Carl-Benz-Schule, Kooperation mit der Albrecht-Haushofer-Schule wäre möglich. So wäre eine verlässliche Versorgung für die Schülerinnen und Schüler dieser drei Schulen hier im Norden gewährleistet. Für ganz Reinickendorf würde sich die Situation diesbezüglich entspannen. Im Frühjahr 2018 stellen die Carl-Bosch-Schule und die Carl-Benz-Schule einen diesbezüglichen Antrag an das Bezirksamt Reinickendorf. Der Bezirk steht diesem Antrag bisher aus verschiedenen Gründen ablehnend gegenüber. Wir Eltern wollen mit unserer Petition den Antrag der Schulen unterstützen.

Begründung

Im vergangenen Jahr erhielten 274 Schüler/innen in Reinickendorf nicht den gewünschten Oberschulplatz an einer ISS mit gymnasialer Oberstufe.

Einem Teil dieser Schüler/innen wurden ein Platz an einer ISS ohne gymnasiale Oberstufe zugewiesen und somit der Weg zum Abitur erschwert. Der andere Teil der Schüler/innen wechselte auf ein Gymnasium. Im vergangenen Jahr mussten über 90 Schüler/innen nach der 7. Klasse als Umsteiger (Rückläufer) das Gymnasium verlassen, da sie das Probejahr nicht bestanden hatten. In diesem Fall muss der Wechsel auf eine Integrierte Sekundarschule ohne gymnasiale Oberstufe erfolgen, andere Plätze stehen nicht zur Verfügung. Die dadurch entstehenden Brüche in der Schullaufbahn sind für Schüler/innen und Eltern unerfreulich und teilweise belastend.

Die Carl-Bosch-Schule und die Carl-Benz-Schule sind sich einig, dass eine gemeinsame gymnasiale Oberstufe im Verbund gut zu organisieren ist und arbeiten diesbezüglich hoch motiviert. Es gibt an beiden Schulen für die Oberstufe qualifizierte Lehrkräfte. Ein Erweiterungsbau der Carl-Bosch-Schule ist geplant, es gibt hier ausreichend räumliche Möglichkeiten. Die regionale Schulaufsicht unterstützt dieses Vorhaben, da es Teil eines verlässlichen Gesamtkonzeptes für Integrierte Sekundarschulen in Reinickendorf sein soll.

Von der Senatsverwaltung ist eine gymnasiale Oberstufe ausdrücklich nur im Verbund vorgesehen, dass erfordert die räumliche Nähe von mindestens zwei Schulen, da Unterricht gemeinsam organisiert und durchgeführt wird.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Elternvertreter der Carl-Bosch-Schule aus Berlin
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Neuigkeiten

  • DER BERLINISCHE KREIDEKREIS
    Reinickendorf: CDU und AfD sind sich in der Stärkung der Gymnasien einig – auf Kosten der ISS ohne gymnasiale Oberstufe. Bildungsungleichheit wird weiterhin von politischen Fehlentscheidungen bestimmt.

    Im April 2017 stellte die Berlin-Studie des Deutschen Instituts für Pädagogische Forschung (DIPF) fest, dass Integrierte Sekundarschulen (ISS) ohne gymnasiale Oberstufe signifikant benachteiligt sind.
    Im Fazit der Studie heißt es: „Das Vorhandensein einer gymnasialen Oberstufe stellt nach wie vor das zentrale institutionelle Merkmal dar, nach dem sich die nichtgymnasialen Schulen unterscheiden. In der Weiterentwicklung stabiler und nach außen sichtbarer Kooperationen ist für die Schulen ohne eigene Oberstufe auch weiterhin eine zentrale Entwicklungsaufgabe zu sehen.“
    Mehr als ein Jahr später gab Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) letzte Woche bekannt, das Schulgesetz umfassend zu erneuern. In dem Entwurf für das Abgeordnetenhaus ist fixiert, dass die ISS ohne gymnasiale Oberstufe zukünftig in der Einrichtung einer eigenen gymnasialen Oberstufe oder Oberstufe im Verbund unterstützt werden sollen. Dies sei Wunsch vieler Eltern, die sich kritisch zu den Brüchen in der Schullaufbahn ihres Kindes geäußert haben.
    Ein wesentlicher Kritikpunkt vieler Eltern: es fehlen Plätze an den ISS mit gymnasialer Oberstufe. Für viele Eltern ist das 13jährige Abitur an einer ISS ein Alternative zum Leistungsdruck an den Gymnasien. Durch fehlende Plätze an den ISS mit gymnasialer Oberstufe sind sie gezwungen, ihr Kind an einem Gymnasium anzumelden. Mit Nichtbestehen des Probejahrs am Gymnasium müssen die Schülerinnen und Schüler das Gymnasium am Ende der 7. Klasse verlassen. Damit steht ihnen oft ein Schulwechsel an eine ISS ohne Oberstufe bevor. Allein im Norden von Reinickendorf waren davon im vergangenen Jahr 110 Schülerinnen und Schüler betroffen.
    Zu Recht kritisieren Eltern die Brüche im Bildungsweg ihres Kindes, denn auch mit der Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe am Ende der 10. Klasse können Schülerinnen und Schüler einer nicht-gymnasialen ISS nur sehr selten an eine ISS mit gymnasialer Oberstufe wechseln. Es fehlen dort schlichtweg die Plätze.
    Seit einem Jahr bemühen sich die Carl-Bosch-Schule und die Carl-Benz-Schule auf diese Schieflage im Bezirk mit der Einrichtung einer Oberstufe im Verbund für den Reinickendorfer Norden zu reagieren. Mit dem bevorstehenden Erweiterungsbau der Carl-Bosch-Schule könnten die notwendigen Räumlichkeiten für eine Oberstufe im Verbund geschaffen werden. Ein umfassendes Konzept für eine gymnasiale Oberstufe liegt dem Bezirk bereits vor. Auch Eltern und Schülerinnen und Schüler beider Schulen unterstützten das Vorhaben durch eine Petitionsaktion und sammelten 2847 Unterschriften im Bezirk. Politischen Zuspruch erfährt der Antrag beider Schulen zudem durch Bündnis 90/Die Grünen, die SPD, die Linken und die FDP.
    In der Tagung des Schulausschusses am 04.10.2018 lehnten CDU und AfD den Antrag auf die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe im Verbund allerdings ab. In der Begründung hieß es, dass es genügend gymnasiale Plätze in Reinickendorf gebe und die Finanzierung der gewünschten Erweiterung um eine gymnasiale Oberstufe nicht gesichert sei. Im absurden Alleingang beider Parteien wird stattdessen eine Unterstützung der Aufbaustufen an Gymnasien in Betracht gezogen, also eine Wiedereinführung des 13jährigen Abiturs. Ein politisches Vorhaben, das weder den Empfehlungen der Schulaufsicht noch den Absichten der Senatsverwaltung entspricht.
    Grotesk erscheint dieses politische Schauspiel außerdem vor dem Hintergrund der vorangegangenen Sitzung des Schulausschusses, in der die Notwendigkeit des Ausbaus der Oberstufen im Verbund für die Region auch von Seiten der CDU und AfD bestätigt wurde. Die bildungspolitische Kehrtwende beider Parteien hin zur Stärkung der Gymnasien verfehlt damit nicht nur die Bedürfnisse der Betroffenen, sondern widerspricht darüber hinaus den eigenen Zugeständnissen zur Schulsituation in Reinickendorf.
    Auch die Zweifel einer Mutter an der pädagogischen Ausrichtung dieses politischen Vorhabens der CDU und AfD, dass ein Kind nach dem Scheitern am Gymnasium in der 7. Klasse und dem zwingenden Wechsel an eine nicht-gymnasiale ISS, nach drei Jahren genau dorthin wieder zurückkehren soll, um sein Abitur erfolgreich abzulegen, wurden nicht gehört.

  • DER BERLINISCHE KREIDEKREIS
    Reinickendorf: CDU und AfD sind sich in der Stärkung der Gymnasien einig – auf Kosten der ISS ohne gymnasiale Oberstufe. Bildungsungleichheit wird weiterhin von politischen Fehlentscheidungen bestimmt.

    Im April 2017 stellte die Berlin-Studie des Deutschen Instituts für Pädagogische Forschung (DIPF) fest, dass Integrierte Sekundarschulen (ISS) ohne gymnasiale Oberstufe signifikant benachteiligt sind.
    Im Fazit der Studie heißt es: „Das Vorhandensein einer gymnasialen Oberstufe stellt nach wie vor das zentrale institutionelle Merkmal dar, nach dem sich die nichtgymnasialen Schulen unterscheiden. In der Weiterentwicklung stabiler und nach außen sichtbarer Kooperationen ist für die Schulen ohne eigene Oberstufe auch weiterhin eine zentrale Entwicklungsaufgabe zu sehen.“
    Mehr als ein Jahr später gab Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) letzte Woche bekannt, das Schulgesetz umfassend zu erneuern. In dem Entwurf für das Abgeordnetenhaus ist fixiert, dass die ISS ohne gymnasiale Oberstufe zukünftig in der Einrichtung einer eigenen gymnasialen Oberstufe oder Oberstufe im Verbund unterstützt werden sollen. Dies sei Wunsch vieler Eltern, die sich kritisch zu den Brüchen in der Schullaufbahn ihres Kindes geäußert haben.
    Ein wesentlicher Kritikpunkt vieler Eltern: es fehlen Plätze an den ISS mit gymnasialer Oberstufe. Für viele Eltern ist das 13jährige Abitur an einer ISS ein Alternative zum Leistungsdruck an den Gymnasien. Durch fehlende Plätze an den ISS mit gymnasialer Oberstufe sind sie gezwungen, ihr Kind an einem Gymnasium anzumelden. Mit Nichtbestehen des Probejahrs am Gymnasium müssen die Schülerinnen und Schüler das Gymnasium am Ende der 7. Klasse verlassen. Damit steht ihnen oft ein Schulwechsel an eine ISS ohne Oberstufe bevor. Allein im Norden von Reinickendorf waren davon im vergangenen Jahr 110 Schülerinnen und Schüler betroffen.
    Zu Recht kritisieren Eltern die Brüche im Bildungsweg ihres Kindes, denn auch mit der Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe am Ende der 10. Klasse können Schülerinnen und Schüler einer nicht-gymnasialen ISS nur sehr selten an eine ISS mit gymnasialer Oberstufe wechseln. Es fehlen dort schlichtweg die Plätze.
    Seit einem Jahr bemühen sich die Carl-Bosch-Schule und die Carl-Benz-Schule auf diese Schieflage im Bezirk mit der Einrichtung einer Oberstufe im Verbund für den Reinickendorfer Norden zu reagieren. Mit dem bevorstehenden Erweiterungsbau der Carl-Bosch-Schule könnten die notwendigen Räumlichkeiten für eine Oberstufe im Verbund geschaffen werden. Ein umfassendes Konzept für eine gymnasiale Oberstufe liegt dem Bezirk bereits vor. Auch Eltern und Schülerinnen und Schüler beider Schulen unterstützten das Vorhaben durch eine Petitionsaktion und sammelten 2847 Unterschriften im Bezirk. Politischen Zuspruch erfährt der Antrag beider Schulen zudem durch Bündnis 90/Die Grünen, die SPD, die Linken und die FDP.
    In der Tagung des Schulausschusses am 04.10.2018 lehnten CDU und AfD den Antrag auf die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe im Verbund allerdings ab. In der Begründung hieß es, dass es genügend gymnasiale Plätze in Reinickendorf gebe und die Finanzierung der gewünschten Erweiterung um eine gymnasiale Oberstufe nicht gesichert sei. Im absurden Alleingang beider Parteien wird stattdessen eine Unterstützung der Aufbaustufen an Gymnasien in Betracht gezogen, also eine Wiedereinführung des 13jährigen Abiturs. Ein politisches Vorhaben, das weder den Empfehlungen der Schulaufsicht noch den Absichten der Senatsverwaltung entspricht.
    Grotesk erscheint dieses politische Schauspiel außerdem vor dem Hintergrund der vorangegangenen Sitzung des Schulausschusses, in der die Notwendigkeit des Ausbaus der Oberstufen im Verbund für die Region auch von Seiten der CDU und AfD bestätigt wurde. Die bildungspolitische Kehrtwende beider Parteien hin zur Stärkung der Gymnasien verfehlt damit nicht nur die Bedürfnisse der Betroffenen, sondern widerspricht darüber hinaus den eigenen Zugeständnissen zur Schulsituation in Reinickendorf.
    Auch die Zweifel einer Mutter an der pädagogischen Ausrichtung dieses politischen Vorhabens der CDU und AfD, dass ein Kind nach dem Scheitern am Gymnasium in der 7. Klasse und dem zwingenden Wechsel an eine nicht-gymnasiale ISS, nach drei Jahren genau dorthin wieder zurückkehren soll, um sein Abitur erfolgreich abzulegen, wurden nicht gehört.

  • Am 14. September übergaben die Elternvertreter der beiden Schulen Carl-Bosch und Carl-Benz, unterstützt durch einen Elternvertreter der benachbarten Gustav-Dreyer-Grundschule die Petition an den Bezirksstadtrat für Bildung, Familie und Sport.
    Der Antrag beider Schulen mit einer befürwortenden Stellungnahme der Schulaufsicht lag zu diesem Zeitpunkt bereits vor.
    Herr Dollase bedankte sich bei den Bürgern für ihr Engagement und betont, wie wichtig die Beteiligung der Bürger sei.
    Er räumte jedoch ein, dass der Bezirk nach wie vor aufgrund vorliegender Zahlen aus dem sogenannten Monitoring (Erfassung und Prognose von Schülerzahlen für ganz Berlin) dem Antrag eher zögerlich gegenübersteht.

    Dennoch sind er und die Schulamtsleiterin Frau Forytha bereit, die Argumente der Eltern anzuhören.
    Nach einer gut einstündigen, teilweise sehr emotionalen Gesprächsrunde verabschieden sich Herr Dollase und Frau Forytha mit dem Versprechen, die Angelegenheit noch einmal zu beraten.

    Am 4. Oktober 2018 um 17:00 Uhr tagt der Schulausschuss.

    Ein Tagesordnungspunkt ist zum wiederholten Mal das Ersuchen der Grünen, der SPD, der Linken und der FDP den Antrag der beiden Schulen zu unterstützen.

    Die GEV ruft zur Teilnahme an dieser öffentlichen Sitzung auf.
    Durch unsere Präsenz können wir nochmals deutlich unser Interesse bekunden.
    Gleichzeitig können wir das Versprechen Herrn Dollases, die Angelegenheit erneut zu diskutieren und die Argumente der Eltern ernst zu nehmen, verfolgen.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.