Neda und Vahid leben seit August 2013 in Deutschland. Sie sind ohne Mittel aus ihrer Heimat geflüchtet, haben einen Asylantrag in Deutschland gestellt, um in Sicherheit leben und arbeiten zu können. Beide haben die deutsche Sprache gelernt, arbeiten und haben keinen EUR Unterstützung beantragt. Sie haben sich ihr neues Leben ganz allein mit der Unterstützung von Freunden aufgebaut und bitten lediglich darum, nicht um ihr Leben fürchten zu müssen, da sie von Abschiebung bedroht sind, wenn der Asylantrag negativ entschieden wird. Inhaftierung, Folter und keine Zukunft - das ist was beide erwartet, wenn sie in Deutschland als Flüchtlinge nicht anerkannt werden.

Begründung

Seit drei Jahren leben Vahid und seine Frau Neda in Deutschland. Beide haben Arbeit, nehmen am gesellschaftlichen Leben teil, engagieren sich ehrenamtlich (Mimi-Projekt) für Flüchtlinge und in ihrer Gemeinde. Vahid, ein einstmals erfolgreicher Ingenieur, arbeitet als Elektrohelfer. Neda, im Iran Englischlehrerin, arbeitet als Deutsch-Dozentin mit Flüchtlingen. Sie haben ein Zuhause gefunden, welches aufgrund der aktuellen Entscheidungen zum Aufenthaltsrecht zunehmend in Gefahr gerät. Vahid und seine Frau sind nicht freiwillig geflüchtet. Die Entscheidung ihr Heimatland zu verlassen und ihr Leben, ihre Arbeit und ihr Vermögen zu verlieren, geschah aufgrund tiefgreifender Einschnitte in ihr Leben. Sie wurden aus allem herausgerissen, mit dem sich sich verbunden fühlten. Kaum in einem neuen Leben angekommen, droht ihnen nun wieder, alles zu verlieren und in ständiger Angst vor Abschiebung zu leben.

Vahids Geschichte erinnert an einen Spionagethriller - ist jedoch der realen Situation im Iran geschuldet. Vahid, ein erfolgreicher Unternehmer und Geschäftsmann, gebildet und gut situiert, gerät im Jahr 2004 in die Hände der gefährlichen Sepah Pasdaran, des iranischen Geheimdienstes. Obwohl sich die iranische Führung 2015 mit den USA, China, Deutschland u. a. auf ein Atomabkommen einigte, damit auch ein Großteil der Sanktionen entfällt, arbeitet die Sepah Pasdaran aktiv und mit allen Mitteln daran, das iranische Atomprogramm mit Erfolg zum Abschluss zu bringen. Hierzu werden Unternehmer benötigt, die international erfolgreich Geschäfte abwickeln. Denn nur mit diesen Menschen, ist die Sepah Pasdaran in der Lage, benötigtes Material zu erwerben und in den Iran einzuführen. Vahid übernimmt ein paar Einkäufe für die Organisation, die sich zunächst über Mittelsmänner nicht zu erkennen gibt. Sein Misstrauen wächst, als er ein Paket öffnet und nicht darin findet, was für den Zoll deklariert ist. So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Er spricht seine Kontaktmänner an, will aussteigen und wird bedroht. Diese Bedrohungen werden immer massiver, irgendwann wird er ein erstes Mal verhaftet. Nach 14 Tagen Haft wird er entlassen und als er sich weigert, weiterhin Geschäfte für die Organisation zu tätigen, wird ihm mit dem Vorwurf der Spionage und dem damit sicheren Todesurteil gedroht. Sein Unternehmen wird beschlagnahmt, die Mitarbeiter entlassen. Er selber muss fliehen, lebt in der Türkei. Aus Angst vor den Sepah Pasdaran geht er zurück in den Iran, lebt im Untergrund, unter falschem Namen und versucht Papiere zu bekommen, um das Land legal verlassen zu können. In einem dritten Anlauf gelingt die Flucht, Vahid und Neda kommen 2013 mit einem Frachter in Deutschland an. Nun ist der Asylantrag dabei zu scheitern. Über die Lebensgefahr, in der sich Vahid und damit auch seine Frau Neda befinden, sind sich die Entscheider offensichtlich nicht bewusst. Jetzt kämpfen die beiden um ein Leben in Sicherheit. Zwei Ablehnungsbescheide liegen bereits vor, ein Nachfolgeantrag ist gestellt. Vahids Geschichte (www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/thema/Ingolstadt-Wir-sind-wie-Soldaten;art189178,3262083) wird für unglaubwürdig erklärt, weil er immer wieder schaffte, an finanzielle Mittel zu kommen, um seine Flucht und sein Leben im Untergrund zu organisieren. Man wirft ihm vor, er sei aus privaten Gründen nach Deutschland gekommen und benötige keinen subsidiären Schutz. Ein erfolgreicher Geschäftsmann aus dem Iran mit Vermögen und Immobilienbesitz, gebildet und mit internationalen Geschäftsbeziehungen, der in ernsthafte Gefahr gerät, erscheint den deutschen Behörden als „nicht glaubwürdig und plausibel“. Sollten die beiden einen weiteren negativen Bescheid erhalten, besteht die Chance auf Duldung. Dies ist keine Option: Mit einer Duldung verlieren beide ihre Arbeitserlaubnis, damit ihre Arbeit und werden von deutschen Steuergeldern abhängig. Eine Situation, die für beide nicht tragbar ist. Eine Rückkehr ist jedoch aufgrund der Gefahren ausgeschlossen.

Helfen Sie mit Ihrer Stimme, die Abschiebung von Vahid und seiner Frau Neda zu verhindern! Die Anerkennung beider würde nicht nur ihr Leben schützen, es wäre endlich ein Leben in Sicherheit und ohne Angst.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, - aus Ingolstadt
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Pro

Der Fall klingt glaubwürdig. Die Bayrischen Behörden sollten nochmal wohlwollend prüfen und auch mal an den Steuerzahler denken: Einkommen erwirtschaften ist besser als Duldung und von Sozialgeldern zu leben. Bisschen mehr Pragmatismus der Behörden wäre nicht verkehrt. Bayern hat viel gleistet und sollte nicht durch eine Fehlentscheidung finanziell belastet werden.

Contra

warum noch einen dritten anlauf, warum den behörden grundsätzlich "schlechte" arbeit unterstellen und noch mehr arbeit verursachen, während andere und ebendso dringende anträge liegenbleiben.es können nicht alle bleiben.stellt euch den wahnsinn vor, für nur jeden zweiten wird eine solche petition gestartet.