Erhaltet die Niddabrücke in Ilbenstadt!

Petition richtet sich an
Stadtparlament Niddatal, Gemeindevertretung Wöllstadt

693 Unterschriften

Sammlung beendet

693 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 2024
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Stadtparlament Niddatal, Gemeindevertretung Wöllstadt

Die Brücke über die Nidda an den Niederwiesen im Niddataler Stadtteil Ilbenstadt soll laut
Beschluss der Gemeinde Wöllstadt vom 14.12.2023 und in Absprache mit der Stadt Niddatal Ende 2024/Anfang 2025 ersatzlos abgerissen werden. Begründet wird dies mit den Kosten für eine angeblich erforderliche Sanierung der Brücke (siehe Vorlage - VOGV/2023/203 - Rückbau der Niddabrücke (BW 01-10) und Erneuerung Druckleitung (sitzung-online.de)).

Diese Brücke muss unbedingt erhalten bleiben, da sie die einzige fußläufige Verbindung von Ilbenstadt zu bedeutenden Erholungs- und Erlebnisräumen entlang der Nidda auf Wöllstädter Seite sowie zwischen Ilbenstadt und Nieder-Wöllstadt darstellt.

Begründung

Ein ersatzloser Wegfall der Fußgängerbrücke würde den Ilbenstädter Bürgern den direkten Zugang zu bedeutenden Erlebnis- und Erholungsräumen als Teil des Regionalparks RheinMain entlang der Nidda auf Wöllstädter Seite verwehren. Alternative Zugänge sind deutlich (2km) länger und führen statt über naturnahe Wirtschafts- und Feldwege entlang von viel befahrenen Straßen (B45, L3351). Der auf Ilbenstädter Seite der Nidda liegende Naturraum Niederwiesen ist wegen Betretungsverbot (Vogelschutz) und Vernässung fast das gesamte Jahr über nicht nutzbar. Darüber hinaus entfiele der direkte Weg zwischen Ilbenstadt und Nieder-Wöllstadt mitsamt der Anbindung an die S-Bahn nach Friedberg oder Frankfurt.

Ohne diese Brücke würde damit insbesondere den Ilbenstädtern ein Stück täglich erlebbare Lebensqualität genommen. Der einzige verbliebene Überquerung der Nidda wäre begrenzt auf die öde und laute Bundestrassenbrücke. Auch eine möglicher Ausbau der Brücke für eine direkte Fahrradverbindung zum Niddaradweg wäre damit vom Tisch. Das Ilbenstädter Motto ‚Kleinod an der Nidda‘ wäre konterkariert.

An die Ilbenstädter Bürger und alle, denen der Erhalt dieser Brücke etwas bedeutet: Unterstützen Sie bitte diese Petition oder wenden sich an das Niddataler Stadtparlament oder den Bürgermeister!

Das Schicksal dieser Brücke darf nicht der Wöllstädter Gemeindevertretung überlassen werden. Ich bin überzeugt, dass mit entsprechender Unterstützung, Beharrlichkeit und Willen der Erhalt oder, falls wirklich erforderlich, ein Ersatzbau möglich ist. Hierfür stünden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Förderungsmittel zur Verfügung.

Wichtiges Update vom 15.04.2024:
Seit heute sind die Zugänge zur Brücke mit Schildern 'Dienstweg- Betreten verboten' versehen worden. Es scheint also, als ob die Brücke vorzeitig gesperrt werden soll oder bereits ist.

Vielen Dank!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Andreas Danckert, Niddatal
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.03.2024
Sammlung endet: 08.09.2024
Region: Wetteraukreis
Kategorie: Verkehr

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende des Niddastegs,

    nachdem der Abriss des Niddastegs im vergangenen Jahr den Erholungswert des Gebiets zwischen der Burg-Gräfenröder-Straße und der Nidda bereits erheblich beeinträchtigt hat, sind nun weitere Einschränkungen geplant. Betroffen sind die rot markierten Feldwege in der im angehängten Dokument eingefügten Karte, die im Rahmen des naturschutzrechtlichen Ausgleichs für ein neues Wohngebiet zurückgebaut werden sollen.

    Ich halte diese Maßnahme weder für nachvollziehbar noch im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Naherholung für angemessen. Deshalb werde ich im laufenden Offenlegungsverfahren eine Stellungnahme zum Bebauungsplan einreichen (den Entwurf finden Sie ebenfalls im angehängten Dokument). In meiner Stellungnahme gehe ich bewusst auch auf die Folgen des Wegfalls des Niddastegs ein. Ich hoffe, damit die Diskussion über einen Ersatzneubau wieder stärker in den Fokus zu rücken. Nach Aussage des Bürgermeisters auf meine Anfrage in der Bürgerversammlung im November 2025 soll die Planung/Kostenaufstellung einer Ersatzlösung im Laufe dieses Jahres erfolgen.

    Jede Bürgerin und jeder Bürger, der von den geplanten Maßnahmen betroffen ist, kann sich bis zum 14.08.2026 mit einer eigenen Stellungnahme am Offenlegungsverfahren beteiligen. Das Verfahren wird in den Niddataler Nachrichten (Ausgabe 2026-14) erläutert (siehe https://www.niddataler-nachrichten.de). Weitere Informationen sowie die Planunterlagen finden Sie auf der Website https://www.niddatal.de/leben-in-niddatal/bauen-und-wohnen/ der Stadt Niddatal im Bereich „Bebauungspläne im Verfahren“.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viele Betroffene mit einer eigenen Stellungnahme am Verfahren beteiligen und ihre persönliche Betroffenheit schildern. Je mehr Bürgerinnen und Bürger die Bedeutung dieses Erholungsraums und die Auswirkungen des geplanten Rückbaus der Feldwege verdeutlichen, desto größer ist die Chance, dass diese Belange bei der weiteren Planung angemessen berücksichtigt werden. Gleichzeitig kann dies dazu beitragen, die Diskussion über einen Ersatzneubau des Niddastegs wieder aufzunehmen.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Liebe Unterstützende des Niddastegs,

    wie zu befürchten war, ist Anfang August der Steg innerhalb einer Woche mitsamt der Fundamente abgerissen worden. Was uns bleibt ist nun die Hoffnung auf eine Realisierung eines Ersatzbaus durch die Stadt Niddatal.

    Auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Stand der Bearbeitung des entsprechenden Prüfauftrags hier die Antwort des Niddataler Bürgermeisters vom 02.07.2025 (siehe www.niddatal.sitzung-online.de/bi/vo020_r.asp?VOLFDNR=2110):

    1.) Welches Ergebnis kann uns die Verwaltung zum Thema vorlegen?
    Bürgermeister Michael Hahn antwortet:
    Im Rahmen des Radwegeausbaus im Wetteraukreis sind sämtliche Mittel bis zum Jahr 2027
    bereits durch die Landesgartenschau in Oberhessen gebunden. Derzeit besteht keine spezielle
    Förderung für den Bau von Fußgängerbrücken.

    2.) Wann wird es im Ausschuss zu Beratungen vorgestellt?
    Bürgermeister Michael Hahn antwortet:
    Die Verwaltung arbeitet an einer detaillierten Kostenaufstellung für die geplante Maßnahme.
    Momentan ist die Finanzierung dieser freiwilligen Leistung finanziell nicht darstellbar.
    Ein vergleichbares Projekt wurde kürzlich in Florstadt realisiert, bei dem eine
    Fußgängerbrücke eingeweiht wurde. Die Kosten für den Steg beliefen sich auf etwa 732.000
    Euro. Insgesamt wird die Brücke laut Angaben der Stadt Florstadt voraussichtlich über
    900.000 Euro kosten. Für dieses Projekt gab es eine Förderung, da die Brücke zwei direkt
    bewohnte Bereiche miteinander verbindet

    Diese Antworten zeigen mir, dass die Wegstrecke zu einer Lösung noch sehr weit ist. Ich finde das Ergebnis zu den Förderungsmöglichkeiten etwas dünn angesichts der Tatsache, dass angeblich ein Förderlotse für die Stadt Niddatal tätig sein soll.

    Auch der Verweis auf die Kosten der Florstädter Brücke sind aus meiner Sicht irreführend, da diese gerade nicht eine reine Fußgängerbrücke ist und darüber hinaus unvorhersehbare Kostensteigerungen aufgetreten sind (siehe www.fnp.de/lokales/wetteraukreis/florstadt/neuer-nidda-steg-bald-fertig-93641083.html).

    Schließlich wird leider auch nicht beantwortet, bis wann die Ergebnisse der Planung wie beschlossen im Ausschuss vorgestellt und diskutiert werden.

    Trotzdem hoffe ich weiterhin, dass der Bürgermeister, der Magistrat und die Stadtverordnetenvertreter im Sinne des Zitats „Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe" nach Wegen für und nicht nach Gründen gegen einen möglichst kostengünstigen Ersatzbau suchen. Ich sehe natürlich auch die beschränkten finanziellen Möglichkeiten und die Gefahr, dass das Thema im Zuge der anstehenden Kommunal- und Bürgermeisterschaftswahlen Im März 2026 aus dem Blick gerät.

    Es ist daher wichtiger denn je, dass wir uns weiterhin aktiv für unser Anliegen in jeder möglichen Form einsetzen. Sei es durch direkte Ansprache mit Vertretern der Stadt oder durch konstruktive Vorschläge für eine Umsetzung oder Priorisierung von Wahlleistungen der Stadt Niddatal.

    Zunächst bin ich aber gespannt auf die Vorstellung und Diskussion der Planungsergebnisse im Haupt- und Finanzausschuss, die mutmaßlich die Weichen für das weiter Vorgehen stellen werden. Ich werde den Termin sobald bekannt auf diesem Wege mitteilen.

    Viele Grüße
    Andreas Danckert
  • Liebe Unterstützende des Niddastegs,

    wie in der letzten Email berichtet, hat die Niddataler Stadtverordnetenversammlung am 08.10.2024 einen Prüfauftrag über Förderungsmöglichkeiten und Kosten eines Ersatzbaus beschlossen.

    Auf Nachfrage hat mir der Bürgermeister nun mitgeteilt, dass die Fördermöglichkeiten derzeit in Prüfung seien und ein Planer für die Kostenermittlung gesucht würde. Die Ergebnisse würden dann wie geplant im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt.

    Ein Antrag der Fraktion 'Die Linke' vom 25.02.2025 über die Prüfung eines Ersatzbaus durch eine Holzkonstruktion an gleicher Stelle unter Verwendung der bestehenden Widerlager wurde zurückgenommen, da die Widerlager ebenfalls komplett rückgebaut werden.

    Es liegt also noch einiges an 'Strecke' vor uns (ebenso wie die durch die Sperrung des Stegs bedingten Umwege). Ich bleibe dran und werde weiterhin auf diesem Weg über Neuigkeiten berichteten.

    Viele Grüße
    Andreas Danckert

Wir haben fast keine Naherholungsgebiete, die man von Nieder Wöllstadt aus fußläufig erreichen kann. Da ist u.a. das Biotop in Ilbenstadt mit den vielen Vögeln, die dort auf dem Weg gen Norden/Süden je nach Jahreszeit Rast machen ein beliebtes Ziel von Erwachsenen und Kindern. Ohne die Fußgängerbrücke über die Nidda entfällt der Fußweg zu diesem schönen Fleckchen Erde. Auch der Fußweg durch die Niedrigwiesen in Richtung Burggräfenrode rückt ohne die Fußgängerbrücke über die Nidda in weite Ferne.

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